Freitag, 22. Oktober 2021
Donnerstag, 7. Oktober 2021

Martin Röthel: "Gemeinden zusammenbringen"

Martin Röthel (Bildmitte), Heike Karau (Bürgermeisterin Dommitzsch) und Herbert Schröder (Bürgermeister Trossin).Foto: TZ/cw

Von unserem Redakteur Henrik Landschreiber

Bad Schmiedeberg. Martin Röthel, Bürgermeister der Kurstadt Bad Schmiedeberg. Mit einer Kooperationsvereinbarung soll die natürliche Barriere zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt abgebaut werden.

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SWB: Welche Rolle spielt das sachsen-anhaltische Bad Schmiedeberg im Verbund mit den drei sächsischen Kommunen Dommitzsch, Elsnig und Trossin?
Martin Röthel: Die Kooperationen mit unseren Nachbarstädten und Gemeinden sind allgemein sehr wichtig für unsere Stadt. Darum arbeiten wir seit Jahren im Städtebund Dübener Heide intensiv mit den Gemeinden des Naturparks zusammen. Die Landesgrenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt ist bei vielen gemeinsam geplanten Projekten oft eine Barriere.

Wie wollen Sie diese Barriere einreißen?
Aus diesem Grund haben wir konkret mit der Stadt Dommitzsch sowie den Gemeinden Elsnig und Trossin gemeinsam Projekte entwickelt und diese auch verschriftlicht. Die Kooperationsvereinbarung und Konzepte sind eine wichtige Grundlage, Maßnahmen konkret umzusetzen bzw. auch Fördermittel dafür zu erhalten.

War solch eine Vereinbarung überhaupt notwendig?
Selbstverständlich. Es lagen ja nicht alle Projektideen fertig in der Schublade, sondern mussten in Zusammenarbeit mit vielen Akteuren erarbeitet werden. Und zuletzt verpflichtet natürlich auch eine Kooperationsvereinbarung, die gemeinsam festgelegten Maßnahmen aktiv umzusetzen, auch wenn sich einmal durch Stadtrats- oder Bürgermeisterwahlen die Ansprechpartner verändern.

Was erhoffen Sie sich konkret von der Kooperationsvereinbarung?
Konkret sollen sich die Nahverkehrsangebote zwischen den Orten verbessern. Wir wollen uns gegenseitig stärker touristisch vermarkten, auf unseren attraktiven Wohnstandort hinweisen und Schnittmengen bei unseren Bildungsangeboten finden. Wir sind als Stadt dankbar dafür, dass wir Teil eines sächsischen Förderprogramms sein durften. Mit der Umsetzung der Maßnahmen werden natürlich alle vier Gemeinden nachhaltig davon profitieren. Und wir wollen damit vier Gemeinden näher zusammenbringen, was bereits durch viele unserer Einwohner/innen gelebt wird.

Wie sieht das aus?
Bad Schmiedeberg ist für viele Bürger/innen aus Dommitzsch, Elsnig und Trossin bereits heute ein wichtiger Arbeitsort. Viele Beschäftigte aus dem Landkreis Nordsachsen arbeiten beispielsweise in unseren Rehakliniken und Kureinrichtungen. Anders herum pendeln natürlich auch Pretzscher und Bad Schmiedeberg tagtäglich in die nordsächsischen Gemeinden.

Gibt es noch weitere Berühungspunkte?
Dommitzscher profitieren auch von unseren kulturellen, touristischen und gesundheitsfördernden Angeboten. Deutschlandweit sind wir als Moor-, Mineral- und Kneippheilbad der einzige  dreifach prädikatisierte Kurort. Ein ganz neues Angebot in unserer Kurstadt ist das Gradierwerk. Dieses wurde am 11. September 2021 feierlich vom Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff, festlich eingeweiht. Ein weiterer wichtiger attraktiver Baustein zur Gesundheitsförderung in unserer Region. Umrundet wird dieses Angebot von der ebenso neu geschaffenen Salzerlebniswelt und der Neugestaltung des Kurparks rund um den Schwanenteich. Der Schwanenteich selbst wurde mit einem anschaulichen Wasserspiel verschönert.

Woher kam das Geld?
Alle Maßnahmen wurden von der Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg-Kur-GmbH umgesetzt und mit Bundes- und Landesfördermitteln finanziert. Ich freue mich sehr, dass das neu geschaffene Angebot rege genutzt wird. Ich habe in den letzten Wochen zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten. Besonders freue ich mich, wenn man bei einer Runde um das Gradierwerk oder den Schwanenteich auf bekannte Gesichter beispielsweise aus Bad Düben oder Dommitzsch trifft.

Es gab aber schon länger eine Zusammenarbeit zwischen Bad Schmiedeberg und Dommitzsch. Richtig?
Ja. Außerhalb der frisch unterzeichneten Kooperationsvereinbarung gibt es bereits eine mehrjährige Zusammenarbeit zwischen Dommitzsch und Bad Schmiedeberg bei den Themen Feuerwehren und Kindertagesstätten.

 

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