Dienstag, 19. Oktober 2021
Donnerstag, 7. Oktober 2021

Photovoltaik-Vorhaben vorgestellt

Firmenvertreter stellten das Projekt vor.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Schildau. An der Klitzschener Straße in Höhe der Siedlung Blankenau könnte eine Anlage aus dem Boden gestampft werden.

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Eine Gesetzesänderung macht’s möglich: Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren wurde im Belgern-Schildauer Stadtrat ein Photovoltaikprojekt vorgestellt. Doch anders als noch zur Sitzung am 8. Januar 2020 – als große Teile des Schildbergs zugebaut werden sollten; das Vorhaben scheiterte auch aufgrund des enormen Bürgerprotests krachend – könnte jene Anlage nun auf freiem Feld zwischen Schildau und der Siedlung Blankenau entstehen. Vorausgesetzt, die Stadt ist dem Vorhaben der Prowind Solar aus Osnabrück gegenüber  aufgeschlossen.

Firmenvertreter gaben am Mittwochabend im Volkshaus einen ersten Ausblick auf das aktuell mit 9,3 Megawatt konzipierte Projekt. Dabei wurde betont, dass man frühzeitig die Bürger über das Vorhaben informiert wolle – nicht so, wie es noch 2020 der Fall gewesen sei, als ein Wettbewerber wohl seine Hausaufgaben nicht gemacht habe, hieß es. Mit der Anlagengröße könnten rechnerisch  2500 Haushalte mit Strom versorgt werden. Die Stadt profitiere, in dem sie einen Teil der fälligen Gewerbesteuer erhalte. Darüber hinaus stellte der Investor eine Bürgerbeteiligung sowie die Unterstützung eines sozialen Projekts in Aussicht. Letzteres könnte in etwa in der Größenordnung            15 000 bis 20 000 Euro liegen und beispielsweise die Beteiligung an einem Spielplatzbau umfassen. Die Nutzung zweier Flurstücke  von insgesamt 10 Hektar Größe habe man sich bereits sichern können. 

Dass die Wahl ausgerechnet auf das Acker- beziehungsweise Grünland an der Klitzschener Straße fiel, hat den Hintergrund, dass fortan in Sachsen Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf benachteiligten Flächen – im vorliegenden Fall liegt die durchschnittliche Bodenwertzahl nach Angabe von Prowind Solar unter 40 – möglich sind. Sachsen folgt mit dieser Regelung den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland.

Der für die CDU im Stadtrat sitzende Dr. Wolfgang Ender kommentierte die Projektvorstellung am Mittwoch als wesentlich informativer, als es noch 2020 der Fall gewesen sei. Zwar habe er persönlich mit dem Vorhaben keine Probleme, doch müsse allen klar sein, dass noch mehr Anbieter kommen könnten. Der Belgeraner gab zu bedenken, dass man als Kommune deswegen auch abwarten könne, um eine bessere Verhandlungsposition zu haben. Dies sei marktwirtschaftlich, sagte Ender. Man müsse nicht gleich die erstbeste Hose kaufen.

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