Dienstag, 19. Oktober 2021
Montag, 11. Oktober 2021

"Welche Schreibmaschine klingt wie eine Krankheit?"

Gar nicht so einfach, mit einer Schreibmaschine fehlerfrei zu schreiben.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Belgern. Die Fünfer der Evangelischen Oberschule Belgern-Schildau waren kürzlich auf dem Weg in die „Eisenzeit“.

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Texte schreiben ist für die Schüler der drei neuen fünften Klassen der Evangelischen Oberschule Belgern-Schildau schon längst kein Problem mehr. Power-on-Knopf am Computer oder Tablet gedrückt, Textverarbeitungsprogramm angeklickt und Sendeauftrag an den Drucker geschickt. 

Doch jene Maschinen, mit denen es die Jungen und Mädchen kürzlich im Belgeraner Museum zu tun bekamen, schienen wie aus der Steinzeit. Wobei es „Eisenzeit“ eigentlich weit besser trifft. Das Betätigen eines Drehknopfs, um die Papierseite einzuspannen, Wirbelnde Typenhebel, ?ein Klingeln, wenn das Ende der Schreibzeile erreicht wird und der stets zurückzuführende Schreibwagen waren für die Schüler spannend und anstrengend zugleich. Textkorreckturrrr? Fehlanzeige!

Novum

Im Juni dieses Jahres sorgte der Dahlener Hartmut Finger für ein Novum im Belgeraner Stadtmuseum. Schleppte er doch 60 seiner über viele Jahre gesammelte Schreibmaschinen in die Ausstellungsräume. Ob schwergewichtige S6001 des einstigen DDR-Aushängeschilds Robotron oder  das Leichtgewicht „Kolibri“ von GROMA, das einst Markersdorfer Industriegeschichte geschrieben hat – Finger sammelte alles, was er in selbige bekommen konnte. Dass sich nun die Belgeraner Oberschüler mit seinen Fundstücken auseinandersetzten, dürfte ihn mindestens genauso gefreut haben, wie  Cindy Müller-Wittig. 

Geschärfte Sinne

Die Mitarbeiterin der Belgeraner Bibliothek beziehungsweise des Stadtmuseums nutzte Fingers Fundstücke nur allzu gern, um die Sinne der Schüler auch bei einem Frage- und Antwortspiel zu schärfen. „Welche Schreibmaschine klingt wie eine Krankheit?“ „Corona“, schallte es nach suchenden Blicken durchs Museum. Kombiniert mit einem Einführungsvortrag in den Räumen der Bibliothek ergab sich somit für die drei Fünfer ein ausgesprochen abwechslungsreicher Vormittag. Müller-Wittig warb bei den jungen Lesern mit einem umfangreichen Angebot an vorrätiger Literatur, die vor allem im Bereich Sachbücher auch eine tolle Fundgrube für die Suche nach Unterrichtsmaterialien sei. 

Im kommenden Monat wird das Haus übrigens in vorweihnachtliches Flair gehüllt. So sorgt Michael Rosche vom Oschatzer Tor für reichlich Märchenzauber. Der Umzug der Weihnachtsausstellung vom Oschatzer Tor ins Museum liegt an der erneuten Absage des Advents in den Höfen. Die Schreibmaschinenausstellung in Belgern wird dann Geschichte sein. Sie ist noch bis zum Ende des Monats für Besucher geöffnet. Weitere Infos unter Telefon 03422 444021.

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