Dienstag, 19. Oktober 2021
Donnerstag, 14. Oktober 2021

Keine Hosen, kein Sägen

Dank Onlinehändler nehmen die Kameraden aus Langenreichenbach ab sofort wenigstens eine Säge wieder mit zum Einsatz. Foto: TZ/C. Wendt (Symbolfoto)

von unserem Redakteur Christian Wendt

Langenreichenbach. Lieferprobleme bei Schnittschutzhosen sorgen bei den Langenreichenbacher Feuerwehrleuten für Frust.

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Eigentlich ist doch alles ganz einfach: Droht wegen eines umgestürzten Baums im öffentlichen oder privaten Raum Gefahr, ist zumeist die Feuerwehr der schnellste Helfer. In Langenreichenbach stand dieses allseits bewährte Prinzip immerhin bis vorgestern auf der Kippe. Denn dort mussten zuletzt die beiden Kettensägen von einem Einsatzfahrzeug genommen werden, weil ein Umgang mit diesen das Vorhandensein einer besonderen Form von Schnittschutzhosen voraussetzt – Hosen mit einem „Form C“-Zusatz. Diese bieten einen Rundumschutz, weil neben der Vorderseite der Beine auch die Rückseite geschützt wird. „Form C“ soll von Personen benutzt werden, die normalerweise nicht oder nur in Ausnahmesituationen mit der Motorsäge tätig werden (Feuerwehren oder beispielsweise auch das THW). Im Gegensatz dazu gilt für professionelle und geschulte Motorsägenführer bei normalen Holzerntearbeiten die Schnittschutzform A als ausreichend.

Wären die Langenreichenbacher Kameraden also zum Freischneiden gerufen worden, hätte man sich wegen zu alter Hosen wohl oder übel mit der Absicherung zufriedengeben und weitere Feuerwehren nachalarmieren müssen. Jerome Bölke hatte bereits zur nachgeholten Jahreshauptversammlung der Langenreichenbacher Kameraden auf die Problematik aufmerksam gemacht. Der frischgebackene Hauptfeuerwehrmann sowie FWG-Gemeinderat Dominik Moritz schob die Sache noch einmal während der jüngsten Mockrehnaer Gemeinderatssitzung am Dienstagabend im Heidelbach an. Moritz wie zuvor auch schon Wehrleiter Dino Bölke sprachen von enormen Schwierigkeiten, die bereits bezahlten Hosen vom Fachhandel auch geliefert zu bekommen.

Weil jener Zustand so dem Bürger aber nicht mehr vermittelt werden könne, sei nun zumindest eine Hose über eine Onlineplattform bestellt worden, bei der es keinerlei Lieferschwierigkeiten gegeben habe. Folge ist, dass jetzt wenigstens eine Kettensäge wieder mit aufs Einsatzfahrzeug gepackt werden kann. Liefertermin beim Fachhändler für die zweite Hose ist nach Angabe des Wehrleiters erst im März des kommenden Jahres. 

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