Donnerstag, 2. Dezember 2021
Mittwoch, 20. Oktober 2021

Verlängerung in Debatte um Schallschutz

von unserem Redakteur Christian Wendt

Dreiheide. Schallemissionen von HIT Holz: Dreiheider Gemeinderäte sehen noch Klärungsbedarf, Torgaus Räte nicht.

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Obgleich Christian Pospiech am Morgen danach sehr um einen sachlichen Kommentar  bemüht war, merkte man dem Geschäftsführer von HIT Holz Torgau deutlich an, dass das, was am Dienstagabend im Dreiheider Gemeinderat eben nicht beschlossen wurde, mächtig in ihm brodelte.

Grünes Licht in Torgau

Zur Abstimmung sollte nämlich ein Vertragswerk kommen, zu dem bereits die Torgauer Ausschussmitglieder zuletzt in nichtöffentlicher Sitzung ihre volle Zustimmung gaben und das am 3. November im Stadtrat verabschiedet werden soll. Doch zur öffentlichen Dreiheider Gemeinderatssitzung in Weidenhain machte sich am Dienstag Skepsis breit. Skepsis, die bereits einen Tag zuvor zur Süptitzer Ortschaftsratssitzung aufflammte. Skepsis, mit der Dreiheides Bürgermeisterin Karsta Niejaki so nicht gerechnet hatte.

Es geht wieder einmal um Lärm oder besser gesagt um Maßnahmen, wie Lärm künftig noch besser reduziert werden kann. Dazu hatte HIT-Holz eine entsprechende Übergangslösung vorgelegt, die nach Angabe Pospiechs wiederum die rechtliche Grundlage sowohl fürs Unternehmen als auch für die Genehmigungsbehörden ist. In diesem Zusammenhang verwies er im Gespräch mit der Torgauer Zeitung unter anderem auf Rahmenbedingungen zum Bau einer neuen Abluftreinigungsanlage. 

Dass jener Vertrag  noch nicht von Dreiheide besiegelt werden konnte, bezeichnete Pospiech für das Unternehmen wegen des Zeitdrucks sowie auch für Dreiheide als unglücklich. Werde der Vertrag nicht geschlossen, werfe es alle Beteiligten im Ringen um eine einvernehmliche Lösung um Lichtjahre zurück, meinte Pospiech, der hofft, bei einem weiteren Gespräch am kommenden Montag in der Gemeindeverwaltung etwaige Unsicherheiten zum Vertragswerk ausräumen zu können. In diesem sind nach Ansicht Pospiechs Schallschutzmaßnahmen festgeschrieben, die den Bürgern bereits mehrfach detailliert vorgestellt worden seien. Werden alle Fragezeichen ausgeräumt, wäre der Weg frei, dass Dreiheide möglicherweise noch im November zustimmen könnte.

Statt 40 45 dB

Im Kern besagt der vorliegende Vertrag, dass das Unternehmen trotz anstehender Investitionen keine höheren Schallemissionen verursacht. Im Gegenteil. „Wir tun alles mögliche, um beispielsweise auch für den angrenzenden Eigenheimstandort in Süptitz die Belastung zu senken“, sagte Pospiech. Problem dabei: Obwohl im überwiegenden Teil der Ortslage  45 dB erlaubt sind, sind im B-Plan für den Eigenheimstandort 40 dB festgeschrieben. Angeregt wird nun eine langfristige Änderung des B-Plans und eine Vereinheitlichung der Schallbelastung. Dabei scheinen jene 40 dB aber auch mit enormen technischem und finanziellen Aufwand derzeit  unrealistisch.

Dreiheides Bürgermeisterin Karsta Niejaki betonte mehrfach, dass man weiter an einer gemeinsamen Lösung festhalte. „Wir wollen dem Unternehmen keine Steine in den Weg legen. Alle wollen eigentlich diese Übergangslösung“, sagte sie gestern. 

Grund für die Skepsis in Dreiheide sind Formulierungen, die nach Ansicht des Gemeinderats nicht konkret genug sind. Der Wunsch daher lautet Nachjustieren. Doch dies ist nach Ansicht Christian Pospiechs so gar nicht notwendig, handelt es sich doch lediglich um eine Übergangsphase, bis tatsächlich ein langfristiger Vertrag geschlossen wird, dessen Basis wiederum die Änderung des B-Plans für den Eigenheimstandort beinhaltet. Ohnehin sei man bereits sehr stark auf die Belange der Bürger eingegangen.

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