Sonntag, 5. Dezember 2021
Mittwoch, 27. Oktober 2021

Durch Sitzenroda rollt wieder der Verkehr

von unserer Redakteurin Bärbel Schumann

Die Bauarbeiten sind vorfristig beendet. Die Arbeiter gaben das Beste, um vorzeitig den Verkehr wieder rollen zu lassen. Warum wurden die Restarbeiten verspätet durchgeführt?

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Sitzenroda?. Seit dem Wochenende ist die Staatsstraße S 24 in der Gemeinde Belgern-Schildau in der Ortslage Sitzenroda für den Verkehr voll gesperrt. Der Abschnitt wird weiträumig umgeleitet. Bis zum 30. Oktober gilt die verkehrsrechtliche Anordnung, so die Informationen auf der Belgern-Schildauer Internetseite. 

Doch an die vorübergehende Regelung hielten sich nicht alle Verkehrsteilnehmer, sie benutzten Schleichwege im Ort, um die Sperrung zu umfahren. Das stößt nicht nur auf Unmut bei den Anwohnern, sondern wegen der Sperrung auch auf den der Pendler, die dieses wichtige Nadelöhr zwischen der Kreisstadt Torgau und dem südlichen Teil des Landkreises Nordsachsen  sowie zur Bundesautobahn 14 fast täglich nutzen müssen. „Es ist schlimm, dass schon wieder die Staatsstraße gesperrt ist. Hätte man die Arbeiten nicht parallel zu den Baumaßnahmen, die vom vergangenen Herbst bis weit in dieses Jahr reichten, ausführen können?“, fragte ein TZ-Leser, der in Richtung Oschatz pendelt und aus beruflichen Gründen nicht genannt werden will, in unserer Redaktion an.

Fakt ist, dass im Rahmen des Breitbandausbaus aufgrund von Kabelverlegungen mit Fahrbahnquerungen in Sitzenroda im Bereich Hauptstraße zwischen Schildauer Straße und Gartenstraße die Maßnahme notwendig wurde. In der Folge führte das insbesondere in Ochsensaal und Frauwalde durch den Umleitungsverkehr auch zu größeren Einschränkungen im Verkehrsgeschehen. 

Eigentlich sollten die jetzt ausgeführten Arbeiten schon längst über die Bühne gegangen sein, war von Bauleiter Ralf Schuster von der Firma Altindal aus Weinheim am Dienstag zu erfahren. „Als wir Hausanschlüsse und andere Leitungen im Ort schon vor geraumer Zeit verlegten, waren diese Arbeiten für 16 Hausanschlüsse im Bereich der Hauptstraße eigentlich inbegriffen“, so Schuster. Doch es kam nicht dazu, da die Ausführung mittels einer Schießtechnik nicht umsetzbar war. Gasleitungen und andere Medien lagen nicht so tief wie allgemein üblich. Statt wie üblich in 1,20 Meter Tiefe waren die Medien in nur etwa 80 Zentimetern verlegt. 

Kurioses, so Schuster, zeigte sich ebenso, da manche Medien bis an die Gehwege reichten.  Damit konnte aus Sicherheitsgründen das ursprüngliche Verfahren nicht zur Anwendung kommen und die Straße musste geöffnet werden. Das hatte die Deutsche Telekom als Hauptauftragnehmer des Breitbandausbaus in unserem Landkreis so nicht geplant. Es bedurfte rund ein halbes Jahr, um eine Lösung zu finden. Zudem machte sich ein umfangreiches und zeitaufwendiges Genehmigungsverfahren notwendig. „Darauf hatten wir als Firma keinen Einfluss. Für uns ist Sicherheit wichtig“, unterstreicht der Bauleiter. 

Neben Sitzenroda haben die Weinheimer auch in Schildau und Taura Leitungen im Rahmen des Breitbandausbaus verlegt. Bauleiter Schuster lobt die gute Zusammenarbeit mit Bürgern und den Mitarbeitern der Belgern-Schildauer Stadtverwaltung. 

Man sei sich hier auf Augenhöhe, konstruktiv und zielführend begegnet. Eine Zusammenarbeit, die man nicht bei allen anderen Beteiligten vorgefunden hätte. Beeindruckt hätte die Arbeiter – vorrangig Bulgaren, die seit Jahren zur Belegschaft bei Altindal gehören – dass manche Einwohnern ihnen Getränke und manchmal auch Essen spendierten. 

Am vergangenen Wochenende wurde Sonnabend und Sonntag durch die Bauarbeiter durchgearbeitet, um so schnell wie nur möglich die Leitungen fachgerecht zu verlegen. 

„Ich denke, wir werden am Mittwoch fertig und haben dann alles wieder verschlossen“, erklärte Ralf Schuster am Dienstag. Bereits gestern Mittag waren aus Richtung Torgau alle Sperrschilder beseitigt worden. Nur im Bereich Dahlen wurden die Verkehrsteilnehmer noch umgeleitet und diese Sperrung angezeigt, obwohl doch schon alles offen war.

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