Sonntag, 5. Dezember 2021
Dienstag, 2. November 2021

Der Ambulante Hospizdienst in Torgau feiert 15-jähriges Bestehen

Sabine Rohringer (hinten 2. v. li.) und Maria Tübing-Schlottmann (hinten re.), David Schmidt (hinten 2. v. re.), Geschäftsführer St. Josef GmbH und Hans-Otto Schlottmann hinten 2. v. li.) mit Ehrenamtlichen des Ambulanten Hospizdienstes St. Josef gGmbH Torgau zur Verleihung der Ehrennadel im Kloster Marienstern in Mühlberg.Foto: Privat

von unserer Redakteurin Nadine Huber

Torgau. Schwerstkranke sowie ihre Zu- und Angehörigen auf ihrem letzten Weg begleiten und neben der medizinischen Versorgung auch Raum schaffen für ihre Bedürfnisse und Wünsche, ihnen ein offenes Ohr bieten – das ist es, was einen Hospizdienst ausmacht.

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Schwerstkranke sowie ihre Zu- und Angehörigen auf ihrem letzten Weg begleiten und neben der medizinischen Versorgung auch Raum schaffen für ihre Bedürfnisse und Wünsche, ihnen ein offenes Ohr bieten – das ist es, was einen Hospizdienst ausmacht. Nicht immer eine leichte Aufgabe. Umso wichtiger ist es, engagierte Menschen zu finden, die sich tagtäglich dieser Herausforderung stellen und mit vollem Einsatz dabei sind. Gerade im sozialen Bereich wird diese Aufgabe häufig zu einem nicht geringen Anteil von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen. So auch beim Ambulanten Hospizdienst der St. Josef Hospiz Torgau gGmbH. 

Dieses feiert in diesem Jahr bereits sein 15-jähriges Bestehen. Das 15 -jährige Jubiläum wurde in zwei Etappen begangen. Den ersten Teil bildete eine Feierlichkeit zur Ehrung der ehrenamtlichen Mitarbeiter am 21. August im Kloster "Marienstern" in Mühlberg. Zu dieser Veranstaltung erhielten die Helfer die Ehrennadel des Fördervereins für Hospizarbeit Nordsachsen. „Rund 35 Ehrenamtliche aus verschiedenen Altersgruppen sind im Moment bei uns beschäftigt. Von 30 his 80 Jahren ist alles vertreten“, erklärt Maria Tübing-Schlotmann, welche neben Sabine Rohringer eine der beiden festangestellten Mitarbeiterinnen und ebenso wie sie Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes ist. Allein diese Zahl an ehrenamtlichen Helfern zeigt bereits, welch große Rolle diese spielen: Mit dieser Auszeichnung sollten unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter gewürdigt werden, die mit ihrer Arbeit den Hospizdienst in den 15 Jahren seines Bestehens wesentlich mitgetragen haben. Hospizarbeit lebt von Ehrenamtlichen“, führt Tübing-Schlotmann weiter aus. 

Der zweite Teil der Feier des 15-Jährigen Jubiläums wurde nun am 24. Oktober in der Marienkirche Torgau gefeiert. Hier fand an jenem Sonntag die Lesung „Stefan Weiller SOLO – Letzte Lieder“ statt. In einer Mischung aus Lesung, freiem Vortrag und musikalischen Einspielungen vom Band brachte der Redner dem Publikum näher, was die Wünsche und Bedürfnisse schwerstkranker Menschen sind, die er bei seinen Besuchen in Hospizen, Privaträumen, Kinderhospizen, stationären Einrichtungen oder Altersheimen in Deutschland, Schweden und der Schweiz kennengelernt hatte. Wie der Titel seines Programms bereits sagt, spielte in den Gesprächen vor allem eine große Rolle, was die Musik ihres Lebens ist und welche Erinnerungen, sie damit verbinden. 

„Mit dieser Veranstaltung wollten wir sowohl ehrenamtlichen Helfer und Festangestellte als auch alle anderen Menschen im Publikum, die Interesse an dem Thema haben, erreichen“, so Maria Tübing-Schlotmann. „Ziel war es, diese Thematik einem breiten Publikum zugänglich  sowie unseren Hospizdienst und unsere Arbeit allgemein bekannter zu machen. 

„Wir haben uns sehr gefreut, dass es solch ein großes Interesse an der Veranstaltung gab und waren sehr zufrieden mit der Nachfrage. Es waren mehr als 100 Besucher da. Von vielen haben wir die Rückmeldung bekommen, dass es ein sehr schöner Abend war und dass es sehr viele Denkanstöße gab“, freut sich Koordinatorin Sabine Rohringer über die positive Resonanz. 

Eine erste Berührung mit der Arbeit des Autors Stefan Weiller, welcher unter anderem die Bücher „Letzte Lieder – Sterbende erzählen von der Musik ihres Lebens“ und „Letzte Liebeslieder – was Sterbende über das Leben und die Liebe denken“ veröffentlicht hat, kam durch ehrenamtliche Mitarbeiter des Ambulanten Hospizdienstes zustande. Diese hatten im Jahr 2019 auf ein Konzert Weillers in Chemnitz besucht. Seine Lesung „Letzte Lieder“ gibt es nämlich nicht nur als Solo-Veranstaltung wie beispielsweise in Torgau, sondern ebenfalls in größerem Rahmen mit ein paar Musikern oder einem ganzen Orchester. „In Chemnitz waren Schauspieler dabei, welche Texte vorgelesen haben“, berichtet Maria Tübing-Schlotmann. „Nachdem die Mitarbeiter das Konzert gesehen haben, waren sie angetan von der Thematik sowie der Herangehensweise des Autors an dieses Thema. Wir haben dann auch Stefan Weillers Bücher gelesen und TZ-Mitarbeiterin Angelika Geiler, die sich ebenfalls bei uns engagiert, hat den Kontakt zu ihm hergestellt.“

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