Donnerstag, 2. Dezember 2021
Dienstag, 9. November 2021

Spielplatz-Schaden: Video gibt Hinweise

von unserer Redakteurin Bärbel Schumann

Torgaus Oberbürgermeisterin meldet sich zum Spielplatz-Schaden auf dem LAGA-Gelände zu Wort. Polizei ermittelt gezielt.

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Torgau. Zur mutmaßlichen Beschädigung des frisch aufgebrachten Spezialbelages auf dem Spielplatz im Bereich der Jungen Gärten auf dem Landesgartenschaugelände hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Der entstandene Schaden liegt im sechsstelligen Bereich (TZ berichtete bereits gestern ausführlich).

Inzwischen, so berichtete der MDR, ist durch das Auslösen der Überwachungskamera gegen 8.30 Uhr am Sonnabend bekannt, dass eine weibliche Person im Regencape und mit einem Vierbeiner sich mutwillig Zugang verschafft haben muss und das Gebiet beschritt. Mutwillig deshalb, weil  das zirka einen Zentimeter tiefe Einsacken beim Betreten durch die Person nicht unbemerkt bleiben konnte. 

Am Montag war auch Oberbürgermeisterin Romina Barth vor Ort, um sich ein Bild vom entstandenen Schaden zu machen: „Ich bin sehr enttäuscht über diesen Vorfall und kann nicht verstehen, wie Bürger so gleichgültig mit dem umgehen können, was wir hier für alle Torgauer schaffen. Noch am Freitag hat das Spezialunternehmen alles daran gesetzt, die Arbeit abzuschließen, um dem Belag genug Zeit zum Aushärten zu geben. Und nur Stunden später ist alles zunichte gemacht. Ich hoffe, dass es ein Versehen war, allein mir fehlt der Glaube. Nachdem ich mir die Sache vor Ort angesehen und den Boden berührt habe, bin ich mir sicher, dass der- oder diejenige gemerkt haben muss, dass der Boden zum einen nachgibt und zum anderen klebt. In diesem Fall läuft man doch nicht weiter. Das ist für mich absolut unverständlich. Ich hoffe, dass wir die Sache aufklären können, sich der oder die Verursacher/in vielleicht auch selbst zu erkennen gibt, damit der Schaden beseitigt werden kann.“

Der finanzielle Schaden, so LAGA-Pressesprecherin Julia Sachsen auf Anfrage der TZ, wird zur Zeit noch ermittelt, da geklärt werden muss, wie dieser keinesfalls einfache materielle Schaden behoben werden kann. Eine Ausbesserung würde in jedem Fall farbliche Unterschiede im Vergleich zum anliegenden unversehrten Untergrund aufweisen.

Ob der Schaden über eine Versicherung abgedeckt werden kann, wird derzeit geprüft. Eine Anfrage von der Landesgartenschau gGmbH ist an die Versicherung gestellt worden und wird nun ihrerseits geprüft, so Julia Sachse.

Der Vorfall wird wahrscheinlich nicht ohne Folgen auf das Baugeschehen haben. „Es wird sicher zu einer geringen Verzögerung kommen, da direkt angrenzende Maßnahmen derzeit nicht durchgeführt werden können. Nach der dreiwöchigen Aushärtungsphase sollten eigentlich weitere Spielgeräte montiert werden. Dies muss nun bedauerlicherweise warten“, heißt es in der Presseinformation der LAGA.

„Wir hoffen, dass es sich bei dem Vorfall um ein Versehen handelt, wenngleich das Betreten des Geländes bereits unbefugt stattfand. Darum hoffen wir, dass die auf dem der Polizei vorliegendem Videomaterial erkennbare Person sich freiwillig meldet, bevor ihre Identität nach Auswertung der aufgenommenen Beweise festgestellt wird.

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