Sonntag, 5. Dezember 2021
Dienstag, 9. November 2021

"Die Begeisterung im Unternehmen ist ansteckend"

Dr. Dirk BrischwitzFoto: Kirsten Nijhof

von unserem Redakteur Christian Wendt

Torgau. Dr. Dirk Brinschwitz ist neuer technischer Geschäftsführer der Fernwasser Elbaue-Ostharz GmbH. Mit ihm kam die TZ ins Gespräch.

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Zum 1. September übernahm Dr. Dirk Brinschwitz die Aufgaben des technischen Geschäftsführers der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz (die TZ berichtete). Der promovierte Hydrogeologe ist Nachfolger des bereits im vergangenen Dezember in den Ruhestand getretenen Dr. Peter Michalik, der diese Position  dreizehn Jahre lang innehatte. Brinschwitz stammt aus Torgau und war lange Zeit  Geschäftsführer der FUGRO mit Hauptsitz in Berlin. Mit ihm, der nach zwei Monaten Eingewöhnung längst im Stoff steht, sprach nun die Torgauer Zeitung.

Dr. Brinschwitz, warum der Wechsel von der Hauptstadt in die Kreisstadt?

Ich kenne die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz gut und durfte vor einigen Jahren im Rahmen meiner damaligen Tätigkeit bei FUGRO verschiedene Bauvorhaben begleiten. Seit dieser Zeit habe ich die Entwicklung des Unternehmens mit Interesse verfolgt. Als die Position des technischen Geschäftsführers vakant wurde, habe ich die Chance ergriffen und mich beworben. Alles Weitere lief dann so ähnlich wie in einer guten Ehe: Mann wird ausgewählt. Schon vor meinem ersten Arbeitstag in Torgau durfte ich  eine ganze Anzahl an Mitarbeitern kennenlernen. Ich spürte eine Begeisterung, die ansteckend war. Das Motto „Kein Tag ohne Wasser“ wird nicht als irgendein bedeutungsloser Spruch abgetan, sondern als persönliche Verantwortung angenommen,  die Trinkwasserversorgung von zweieinhalb Millionen Menschen abzusichern. 

Was zeichnet die Fernwasserversorgung innerhalb der Wasserbranche aus?

Auffällig ist  mit der Nutzung von Oberflächenwasser aus der Rappbodetalsperre sowie Grund- und Uferfiltratwasser in der Elbaue die Vielfalt der Resource Wasser. Entsprechend haben wir es im Rahmen des Ressourcenschutzes mit einer großen Bandbreite an Themen zu tun. Die überregionale Verteilung des Trinkwassers innerhalb dreier Bundesländer ist die nächste Herausforderung, bei der wir uns auf eine länderübergreifend funktionierende Mitwirkung der genehmigenden Behörden stützen  können. 

Was wird Ihre Hauptaufgabe als neuer technischer Geschäftsführer?

Meine Aufgabe besteht  darin, die Langfristigkeit im Denken konsequent fortzusetzen und dazu  die Strategie zur weiterhin nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Ressourcen weiterzuentwickeln. Damit ist beispielsweise die Anpassung unserer Gewinnungs-, Aufbereitungs- und Verteilungsstrukturen an mögliche Folgen des Klimawandels gemeint. 

Welche Handlungsfelder ergeben sich konkret für die kommenden Jahre?

Einen Schwerpunkt stellen für mich die Themen Personal und Digitalisierung dar – zwei Prozesse, die ich sehr eng verknüpft sehe. Beim Thema Wasserressourcen liegt der Fokus darin, unsere Versorgungsbasis durch die Umsetzung des geplanten Ersatzneubaus des Wasserwerks Sachau zu erweitern. Angaben zum Zeitplan und den Kosten sind aber noch nicht möglich, da der Planungs- und Genehmigungsprozess noch nicht abgeschlossen ist. In weiser Voraussicht war das Wasserwerk 2011 nicht aufgegeben, sondern nur in Reserve gestellt worden. Inzwischen ist die Vorzugsvariante für die Wiederinbetriebnahme des Werks ein Ersatzneubau. Zudem wird es wichtig sein, die Widerstandskraft unserer Anlagen bei Spitzenlastbetrieb über mehrere Tage oder gar Wochen zu verstärken. Optionen dafür sind beispielsweise eine Intensivierung des Brunnenerneuerungsprogramms in der Elbaue und die Stärkung der Aufbereitungskapazitäten der Wasserwerke. 

Drei Dinge, auf die Sie sich in Ihrem Arbeitsalltag  freuen?

Am meisten freue ich mich über motivierte Mitarbeiter, zweitens auf  spannende Aufgaben ausschließlich im Wassersektor. Zuletzt war ich stark eingebunden in nationale und internationale Projekte, die zwar eng mit Wasserthemen verknüpft waren, aber viele weitere Bereiche tangierten. Drittens freut es mich  nach dreizehn Jahren in Berlin und der Projektarbeit auf vier Kontinenten wieder mehr Zeit mit Freunden und Bekannten in meiner Heimatstadt Torgau verbringen zu können.

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