Sonntag, 5. Dezember 2021
Mittwoch, 10. November 2021

Zwei Trauerhallen vor dem Abriss?

von unserem Redakteur Christian Wendt

Mockrehna. Schöna und Audenhain könnten auf der Kippe stehen. Unterdessen ist Klitzschens Friedhof künftig wieder in der Hand der Gemeinde.

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Flapsig dahergesagt oder nicht – eine Überspitzung von Gemeinderat Bernd Haubus (CDU) verlieh der Diskussion über den Fortbestand so manch einer Trauerhalle im Gemeindegebiet Mockrehna noch einmal mächtig Nachdruck: Während die Nutzung im Ortsteil Strelln laut Gebührensatzung nur mit 80 Euro zu Buche schlägt, werden  in Mockrehna und Gräfendorf noch einmal 20 Euro obendrauf gesattelt. Jener Unterschied, der in der jeweiligen Kostenkalkulation begründet liegt, sorgte bei Haubus am Dienstag im Langenreichenbacher Heidelbachsaal trotzdem noch einmal für Verwunderung. Dabei öffnete sich die Diskussion in Richtung Grundsatzfrage, wie mit kaum noch genutzten Trauerhallen der Kommune  umgegangen wird. Als Beispiel benannte  der Schönaer Lars Goldammer (CDU) sein eigenes Objekt sowie jenes in Audenhain. In beiden habe in den vergangenen fünf Jahren nicht eine Trauerfeier stattgefunden, weil hierfür die Kirchen genutzt würden. Nachdem Audenhains Ortsvorsteher Lothar Haupt (FWG) vorschlug, die Abgabe der Audenhainer Halle an die Kirche prüfen zu lassen, kam der Bürgermeister mit einem zweiten Vorschlag um die Ecke: Abriss. „Aber  nur nach Absprache in den Ortschaftsräten“, sagte Peter Klepel, der damit  bei Kathrin Hasenbein (FWG) auf Unverständnis stieß. „Müssen wir denn immer gleich alles abreißen, wenn wir es nicht nutzen?“, stellte sie ihre Frage in den Raum. Doch auch ungenutzte Trauerhallen kosten nun einmal, hieß es von mehreren Gemeinderäten.

Bevor die Friedhofsgebührensatzung, die künftig auch für den Klitzschener Friedhof gelten wird und die unter anderem in Mockrehna und Strelln eine leichte Erhöhung der Erhaltungsgebühr beinhaltet, einstimmig beschlossen wurde, hob noch einmal der Wildenhainer Robert Schübel (CDU)  den Zeigefinger: Er erinnerte daran, dass der Bauhof nicht immer billiger arbeite als manch Firma. Als Beispiel nannte er den Bau eines Gießkannenhalters. Dem entgegnete Bürgermeister Klepel, dass Gemeindearbeiter, die mit der Grünflächenpflege ohnehin ausgelastet seien, auf den Friedhöfen  nichts zu suchen hätten. Bei dem angebrachten Beispiel sei etwas schiefgelaufen. So etwas komme nicht noch einmal vor.

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