Donnerstag, 2. Dezember 2021
Dienstag, 16. November 2021

Ein Dankeschön per Stricknadel

Ina Baumann-Kahlo beim Bestricken des RollstuhlsFoto: privat

von unserem Redakteur Christian Wendt

Ostelbien/Torgau. Ina Baumann-Kahlo will in Zeiten von Corona Pflegepersonal Mut machen.

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Es gibt nicht gerade wenige Kunden, denen dieser Tage im Torgauer Sanitätshaus Seifert ein wärmendwollig eingepackter Rollstuhl  ins Auge fällt: In einem der Schaufenster kommt dieser bunt angezogenen Bewegungshilfe ein Alleinstellungsmerkmal zu. Dafür verantwortlich zeichnet Ina Baumann-Kahlo. Die gebürtige Torgauerin, die in der Gemeinde Arzberg lebt, ist nicht nur begeisterter Strickfan. Mit der Rollstuhlaktion hat sie in Zeiten von Corona vor allem dem berufstätigen Pflegepersonal und allen Ehrenamtlichen ein nicht zu übersehendes Dankeschön gestrickt.

Von wegen altmodisch! Stricken ist längst schon wieder in. Selbst in Großstädten erhalten hier und da triste Laternenpfähle oder einsame Fahrradständer ein Wollkleid. Schick anzuschauen. Kann so doch  der anonymen Kälte des Großstadtgeflechts punktuell ein Schnippchen geschlagen werden. Wie groß das Interesse am Stricken ist, wurde in diesem Jahr erneut beim Fanø Strickfestival in Süddänemark deutlich. Mitte September hatte es auch Ina Baumann-Kahlo dorthin verschlagen. Aus der ganzen Welt holen sich hier Festivalteilnehmer und mehr als 10000 Besucher Anregungen für neue Strickmuster und haben gemeinsam Spaß. Mittlerweile ist das Festival, das in Sønderho und Nordby veranstaltet wird, seit 15 Jahren ein touristischer Anziehungspunkt.

Ina Baumann-Kahlo nutzte das Festival, um eben jenem aktuell im Sanitätshaus Seifert ausgestellten Rollstuhl ein freundliches Aussehen zu verpassen. Mitten auf einer Parkbank sitzend genoß sie unter freiem Himmel das Stricken inmitten  neugieriger Besucherscharen. „Das war für mich zweifelsohne ein tolles Erlebnis“, sagt die 55-Jährige, die seit ihren Kindertagen den Umgang mit Stricknadeln und Wollfaden beherrscht. „Den Grundstein dafür legte Oma Grete. Danach kamen die Nadelarbeitsstunden in der Schule“, erinnert sich die Sozialpädagogin. Ihre Begeisterung für das Hobby hält bis heute an. So verwundert es auch nicht, dass die Ostelbierin längst nicht nur Socken, Pullover und Schals fürs Weihnachtsfest fertigt. Auch bei ihr hat das Bestricken von Gegenständen längst ein dekoratives Eigenleben entwickelt. Ob Gießkannen, Zaunpfeiler, Stühle oder Sträucher – es gibt nicht mehr allzu viel, was von ihr noch kein Wollmützchen oder -mäntelchen übergezogen bekam. Selbst Einweckgläser werden mit einem geschickt verknoteten „Geduldsfaden“ versehen und eignen sich so bestens als Geschenk mit persönlicher Note.

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