Donnerstag, 2. Dezember 2021
Freitag, 19. November 2021

"Unzumutbare Zustände"

Eckhard BaumbachFoto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Mockrehna. Eckhard Baumbach aus Klitzschen kritisiert lange Warteschlangen 

nicht nur beim Boostern.

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In Klitzschen hat Eckhard Baumbach mit großem Enthusiasmus und engagierten Mitstreitern dem Kampf um die Wiederinbetriebnahme des S-Bahnhalts neuen Schub verliehen. In Mockrehna stand er als Einzelkämpfer in dieser Woche jedoch im Kampf um eine Booster-Impfung auf verlorenem Posten. 

Drei Versuche

„Ich bin am Montag und Dienstag mit dem Versuch, mir die dritte Impfung setzen zu lassen, jeweils gescheitert. Einmal war der Impfstoff alle, das andere Mal waren zu viel Leute vor mir, als dass ich noch vor dem Impfende  17 Uhr an der Reihe gewesen wäre“, sagt der Senior. Am Donnerstag sei er deswegen nach Wermsdorf ausgewichen, sei sogar eine Stunde vor Impfbeginn im Begegnungszentrum Altes Jagdschloss gewesen und siehe da... diesmal pikste die Nadel. Zumindest bei ihm, denn hinter ihm wuchs bereits die Schlange an Impfwilligen. Geschätzt 50 Männer und Frauen hätten beim Anstehen in der Kälte ausharren müssen. Fast jeder augenscheinlich älter als er. Der streitbare Rentner spricht von unzumutbaren Zuständen in einem doch als modern geltenden Staat, in dem derzeit mächtig für die dritte Impfung die Werbetrommel gerührt werde. Doch Baumbach hat Zweifel, dass so das Impfziel erreicht werden kann.

Große Nachfrage

Was die unzumutbaren Zustände angeht, gibt ihm Anne Lissner vom DRK-Kreisverband Torgau-Oschatz Recht. Der Verband unterhält aktuell zwei mobile Impfteams, die der großen Nachfrage nach Impfungen derzeit gar nicht nachkommen können. In Wermsdorf beispielsweise sei am Donnerstag mit 266 Impfungen ein neuer Rekord erreicht worden. Dabei gehe es nach Angabe Lissners längst nicht mehr nur um die Booster-Impfung. Auch die Nachfrage nach Erst- und Zweitimpfungen steige stetig. So erklärten sich die mitunter langen Warteschlangen. Problem sei derzeit, dass dem DRK nicht genügend medizinisches Personal zur Verfügung stehe, sagte Lissner am Freitag. Hier sei die Kassenärztliche Vereinigung gefordert. Das DRK selbst stehe mit Personal in den Startlöchern.  Ob sich an der Personalknappheit tatsächlich zum 1. Dezember – so wie aus Dresden angedeutet – etwas ändern werde, müsse abgewartet werden. Doch auch durch ein zusätzliches mobiles Impfteam werde man es schwer haben, der Nachfrage Herr zu werden, so Lissner. Erschwerend kämen all die Impfdokumentationen hinzu, die eine Menge Zeit in Anspruch nehmen.  

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