Dienstag, 18. Januar 2022
Sonntag, 28. November 2021

Seit 72 Jahren organisierter  Fußball im Kastanienpark

Das heute aktuelle Vereinslogo des SV Arzberg Foto: Repro/TZ

Arzberg. Der SV Arzberg ging aus der 1949 gegründeten Betriebssportgemeinschaft Traktor Arzberg hervor. Die Geschichte der Arzberger Fußballer (Teil 1). 

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?Im Juni 1949 gegründet, wurde die BSG MAS Nichtewitz, später dann BSG Traktor Arzberg, aus der der in der heutigen Form bestehende SV Arzberg hervorging in diesem Jahr 72 Jahre. Erich Bader und  danach Hartmut Krieg waren jahrelang die Vereinsvorsitzenden der BSG Traktor, bei der neben Fußball auch Tischtennis gespielt wurde, später kamen dann noch die Abteilungen Volleyball, Kampfsport, Bogensport, die Tanzgruppe, Gymnastik und die Kindersportgruppe und weitere Sportangebote hinzu.  Die Arzberger Fußballer wurden vom VEG Köllitzsch, der Agrargenossenschaft Arzberg und dem Arzberger Straßenbau unterstützt. In Arzberg gab es drei Fußballplätze. Hauptspielort der Arzberger ist der Kastanienpark am Kindergarten.    

Von 1974 bis 1976 gab es Baumaßnahmen am Kastanienpark und da fanden die Spiele am Ortsausgang an der Fleischerei statt. In den Jahren 1995/96 wurde ein weiterer Sportplatz am Reiterturm mit Flutlicht errichtet. Nachwuchsmannschaften aus Arzberg trugen auch zeitweise ihre Heimspiele im benachbarten Blumberg aus. Heute gibt es nur noch den Sportplatz am Kastanienpark. In den 1950er Jahren spielte Traktor Arzberg in der Kreisklasse Torgau. Lehrer Beyer und Otto Hellwig waren die Fußballmacher in dieser Zeit. Von Ende der 1950er Jahre bis 1965 spielten die Arzberger Fußballer unter den Namen BSG Traktor Köllitzsch. Das Spieljahr 1960 werden die Arzberger so schnell nicht vergessen: In der 2. Kreisklasse hatte Traktor Köllitzsch die Saison mit 18 Spielen 26:10 Punkten und 77:33 Toren als Tabellenerster beendet. Der Tabellenzweite Traktor Trossin hatte noch ein Nachholespiel bei Dynamo Torgau II zu bestreiten. Arzberg hatte zwei Punkte Vorsprung auf Trossin. Durch ein ungewöhnliches Ergebnis von 22:0 für Trossin wurde Arzberg nur Vizemeister. Alle Beschwerden halfen nichts und der Arzberger Fußballsport erlitt einen enormen Schaden. Es waren bittere Zeiten für Heinz Stosiek, Rolf Lehmann, Theo Gericke, Heinz Baumann, Wolfgang Rettich, Kurt Hilpert und Martin Lorenz. Im Spieljahr 1961 wurden 3 Serien gespielt und Arzberg stand nach 34 Spielen mit 72:49 Toren und 49:17 Punkten auf Platz 3. Kreismeister wurde die Traktor-Elf aus Seydewitz.  

Mit dem Neuzugang von Klaus Schulze nahm der Arzberger Fußball in kürzester Zeit einen enormen Aufschwung. Klaus Schulze spielte bei der Bezirksliga-Mannschaft von Chemie Torgau. 1968 wurde die Mannschaft von Traktor Arzberg Kreismeister. Zum Team von Betreuer Kurt Fischer und Spielertrainer Klaus Schuze gehörten Torhüter Gerhard Köhler, Gerd Zuchel, Fritz Kern, Heinz Baumann, Eugen Reitmajer, Edgar Stieler, Reiner Göbel, Rolf Jülke, Martin Lorenz, Achim Ruben, Dieter Ruben und Torjäger Wolfgang Sonnemann. In der Spielunion Torgau/Eilenburg kamen die Arzberger im Spieljahr 1967/68 als beste Mannschaft des Kreises Torgau auf Platz 3 ein. 30 Spiele, 90:50 Tore und 43:17 Punkte waren die Ausbeute. Die ASG Vorwärts Eilenburg und Traktor Pehritzsch kamen noch vor den Arzbergern ein. Durch einen 3:0 Sieg über die SG Süptitz wurden die in gelb-blau spielender Ostelbier 1968 zum ersten Mal Kreispokalsieger des Kreises Torgau. 

Die Arzberger waren eine gefürchtete Pokalmannschaft und gewann 1971 gegen die zweite Mannschaft von Chemie Torgau mit 2:1 Toren. 1985 gewann Traktor Arzberg zum letzten Mal das Pokalfinale und dies gegen den Nachbarn von Traktor Beilrode. 

Das große Prestigederby im Torgauer Ernst-Thälmann-Stadion gewann Traktor Arzberg gegen den Favoriten aus Beilrode. Dank einer starken Mannschaftsleistung und einem überragenden Andreas Cyranek wurde Traktor Beilrode mit 3:1 in die Knie gezwungen. Mit diesem Pokalsieg gingen die glorreichen Arzberger Fußballzeiten zu Ende.  Ab dem Spieljahr 1994/95 wurde die Kreisliga Torgau/Oschatz gebildet. Mit der politischen Wende wurde die BSG Traktor Arzberg in SV Arzberg umbenannt. Die erste Arzberger Herrenmannschaft kam in der neuen Kreisliga größtenteils im hinteren Mittelfeld ein. In den Jahren 1997 bis 1999 spielte der SV Arzberg sogar in der Kreisklasse. Die gefürchtete Arzberger Heimstärke mit vielen Zuschauern war Geschichte. 2006 erreichten die Arzberger erneut das Pokalfinale. Gegen den SV Roland Belgern unterlagen sie dann mit 1:3 Toren. Ein weiterer Tiefschlag im Arzberger Fußball war das Spieljahr 2010/11. (Teil 2 folgt)

Otfried Kahl

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