Montag, 17. Januar 2022
Montag, 29. November 2021

Weihnachtszirkus im Reptilienzoo in Döbrichau

In Döbrichau gibt es beeindruckende Reptilien zu sehen. Eine Ausstellung lädt im Rahmen des Weihnachtszirkus' ein.Foto: privat

Marie-Luise Dreßen

Im Reptilienzoo in Döbrichau beginnt in den nächsten Tagen der Weihnachtszirkus. Geplant sind Aufführungen und eine Reptilienausstellung. 

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Döbrichau. In wenigen Wochen ist Weihnachten und die Vorfreude steigt. Auch bei Fernando Richter, dem Direktor des größten Reptilienzoos Europas, welcher direkt an der B 87 im beschaulichen Örtchen Döbrichau zu finden ist.
Auch in diesem Jahr plant der Familienbetrieb, einen großen Weihnachtszirkus zu veranstalten. Der eine oder andere Leser wird sich fragen, was denn Reptilien und Zirkus miteinander zu tun haben? Fernando Richter erklärt: „Meine Frau und ich stammen beide aus Zirkusfamilien. Mein Vater hatte immer Reptilien und viele andere Tiere, die er auch in die Zirkus-Shows mit eingebunden hat. Ich habe diese Leidenschaft geerbt.“

Der ausgebildete Tierpfleger Richter wird den Weihnachtszirkus moderieren. Seine drei talentierten Kinder, die neben der Schule schon kräftig bei der Arbeit im Zoo mit anpacken, haben sich verschiedene akrobatische Nummern antrainiert, die zur Vorführung kommen werden. Ihre Mutter, Sandra Richter, wird das Publikum mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgen, die traditionell auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen dürfen. 

Der Weihnachtszirkus wird ab 4. Dezember an jedem Wochenende im Dezember und zwischen dem 25. Dezember und dem 2. Januar jeden Tag stattfinden. Einlass ist bereits 15 Uhr, damit die Zuschauer vor der Aufführung noch die Reptilienausstellung besuchen können. „Bei uns gilt die 3-G-Regel. Wir halten uns an alle Vorgaben, an ausreichend Abstände und können auch eine Belüftung vorhalten“, ließ Richter gestern mit Blick auf die Corona-Lage wissen.

In den letzten Monaten ist viel passiert im Zoo. Das komplette Krokodilhaus wurde renoviert und die hellere Atmosphäre erlaubt einen besseren Blick auf die zahlreichen, beeindruckenden Alligatoren und Krokodile. Auch Samson, der mit 70 Jahren das älteste Krokodil Deutschlands ist und von Familie Richter vor dem Einschläfern gerettet wurde, fühlt sich sichtlich wohl in seinem renovierten Gehege. Die seltenen Albinokrokodile, von denen drei Exemplare in Döbrichau leben, sind aus nächster Nähe ein besonderer Blickfang. Trotz der pandemiebedingten Schließungen hatte der Reptilienzoo in diesem Jahr so viele Besucher wie noch nie und auch dank vieler Spenden von Bauunternehmern aus ganz Deutschland konnte Fernando Richter die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen durchführen. 

Aber der Winter steht vor der Tür und die steigenden Gaspreise bereiten dem Tierliebhaber große Sorgen. Da die Tiere wechselwarm sind, muss die Temperatur im Krokodilhaus bei 32 Grad Celsius und die der Wasserbecken permanent bei 29 Grad Celsius gehalten werden – das sind enorme Kosten, die der expandierende Betrieb zu stemmen hat. Die Pläne für die Zukunft sind ambitioniert: Fernando Richter möchte gerne seine Reptilien-Auffangstation wesentlich vergrößern, denn der Bedarf danach ist groß. 

Während des Gesprächs ereilt ihn ein Anruf aus Oschatz. Eine Frau hat eine herrenlose Schildkröte auf dem Fahrradweg gefunden. Schnell werden via Whatsapp Bilder ausgetauscht – und das Tier als europäische Sumpfschildkröte identifiziert. Diese leben in Deutschland in freier Wildbahn, sollten aber zu dieser Jahreszeit längst Winterschlaf halten. Fernando Richter gibt der Anruferin wertvolle Tipps, wie die Schildkröte am besten zu transportieren ist und wird nun das Tier über den Winter im Reptilienzoo beherbergen und im Frühling wieder in die freie Wildbahn entlassen.

Es gibt immer sehr viel zu tun im Zoo, es gilt ständig Material und Futter zu organisieren, alles instand zu halten und den Tieren ein so angenehmes Dasein wie möglich zu bieten, denn das liegt Familie Richter besonders am Herzen. Natürlich ist auch die Vorbereitung für den Weihnachtszirkus mit viel zusätzlicher Arbeit verbunden. „Aber“,  erzählt der motivierte Zoodirektor, „wir haben alle den Zirkus im Blut. Und auch wenn ich das Herumreisen in meinen Zeiten beim Zirkus nicht vermisse, habe ich doch viele schöne Erinnerungen und freue mich sehr auf unseren Weihnachtszirkus.“ 

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