Mittwoch, 15. Dezember 2021

Süptitzer Kita-Kinder ziehen um

von unserer Redakteurin Bärbel Schumann

Bis zum 3. Januar sollen die Sanierungsarbeiten an der Süptitzer Kita "Kinderparadies" abgeschlossen sein. Denn sollen die Mädchen und Jungen in ihrem alten neuen Haus wieder betreut werden. 

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Vor der Süptitzer Kindertagesstätte stehen die Fahrzeuge einer Klempner- und einer Malerfirma. Halterungen, wie sie für den Transport von Fenstern gebraucht werden, warten auf den Rücktransport. Sie sorgen dafür, dass man neugierig seinen Blick auf das Kita-Gebäude richtet. Das hat in den vergangenen Wochen nicht nur neue Fenster erhalten. Die Gemeinde Dreiheide investiert 448 000 Euro, um das „Kinderparadies“ mit seinen rund 45 Plätzen umfassend zu sanieren. Davon sind rund 206 000 Euro Fördergelder, der Rest kommt aus der Gemeindekasse.

In diesen Tagen geben sich die letzten Handwerker die Klinke in die Hand. Denn: Am 3. Januar sollen die Mädchen und Jungen, die einen Platz im Süptitzer „Kinderparadies“ haben, dort wieder betreut werden. Dieses erfolgte über die gesamte Sanierungszeit mit einer Ausnahmegenehmigung in den  anderen Kindertagesstätten der Gemeinde.

Derzeit wird alles für den Neustart vorbereitet: Technische Kräfte und Mitarbeiter putzen die Zimmer, räumen ein, gestalten die Gruppenräume so, damit am 3. Januar der Alltag wieder in der Kita beginnen kann. „Wir freuen uns alle darauf, dann wieder hier zu sein“, sagt Kristin Merkel, eine der Erzieherinnen der Vorschulgruppe, die mit Katharina Mahler den Raum der Vorschüler einrichtet. Unterstützung gibt es  von den Bauhofmitarbeitern. 

„Wir können mit der Umsetzung der Maßnahme zufrieden sein. Auch finanziell“, sagt Bürgermeisterin Karsta Niejaki. Bisher liegen wir,  einschließlich der noch ausstehenden Schlussrechnungen, bei rund 410 000 Euro. Hinzugekommen ist die Erneuerung des Daches. Das war  nicht geplant. Aufgrund von festgestellten Undichtheiten und stark verwitterter Ziegel haben wir uns für die Erneuerung entschieden. Trotz der Mehrkosten in Höhe von rund 40 000 Euro reichen die veranschlagten Mittel aus“, so die Bürgermeisterin. Zudem hätte das alte Betondach Probleme beim Aufbau der Photovoltaikanlage bereitet. Für die hatte man sich entschieden, um die Kita autark hinsichtlich des Energieverbrauches zu betreiben. „Wir sehen das als Investition in die Zukunft. Aber auch als Investition, um die Betriebskosten gering zu halten“, sagt Karsta Niejaki. „Mit der Sonnenenergie der Photovoltaik-Anlage erhalten wir den für das Haus notwendigen Strom und betreiben die Luftwärmepumpe. Sollte die Energie einmal nicht reichen, können wir zusätzlich die Anlage mit Gas versorgen.“ Die Wirtschaftlichkeit habe auch eine Rolle gespielt, um teilweise Fußbodenheizung zu installieren und, wo das nicht möglich war, große Heizkörper einzubauen. Hinsichtlich des Energieverbrauchs werde sich auch der Einbau neuer Fenster bemerkbar machen. Der Gemeinde ging es hier hauptsächlich um die energetische Sanierung des Gebäudes. Das heißt, dass es sich nicht um eine Komplettsanierung handelt, sondern um die Erneuerung wichtiger Bestandteile, um auf lange Zeit effizienter wirtschaften zu können.

Insgesamt waren zehn verschiedene Gewerke in der Kita  im Einsatz. Froh ist Karsta Niejaki, dass fast alle Ausschreibungen zugunsten von Firmen aus dem Gemeindegebiet gingen. Das stärke regionale Kreisläufe. 

Die Sanierung ist ein Projekt, dass so vor Jahren noch nicht geplant war. Hier sollten zusätzliche Betreuungsplätze über den Ausbau des Dachgeschosses entstehen. Aufgrund stark angestiegener Baukosten wurde diese Variante verworfen, da die hohen Eigenmittel nicht mehr im Verhältnis standen. Um bereits bestätigte Fördermittel nicht zurück geben zu müssen, richtete man sich in Dreiheide neu aus. Aus der Erweiterung wurde eine Sanierung. Für zusätzliche Betreuungsplätze – die ja mit der Sanierung nicht geschaffen wurden – ist bereits eine Planung für ein separates Gebäude erfolgt und eine Förderung beantragt. „Es bleibt abzuwarten, ob wir berücksichtigt werden“, so Karsta Niejaki. „Auf jeden Fall werden die Unterlagen eingereicht.“

„Auch wenn ab Januar die Kinder wieder in Süptitz die Kita besuchen können, werden wir später noch an der Gestaltung der Außenanlagen arbeiten. Wir werden die Einfahrt den aktuellen Forderungen des Brandschutzes anpassen: sie wird verbreitert. Positiver Nebeneffekt: Es entstehen mehr Parkplätze an der Kita“, so das Gemeindeoberhaupt. 

Der Dank von Karsta Niejaki geht an dieser Stelle an alle Mitarbeiter der Kitas, die mit der Betreuung der Süptitzer Kinder in Großwig und Weidenhain unproblematisch die Zeit der Bauarbeiten überbrückten. Dank aber auch an alle Eltern, die kooperativ und geduldig waren,  zum Teil längere Wege von und zur Kita in Kauf nahmen. Nun fiebern alle dem Neubeginn am 3. Januar entgegen.  

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