Donnerstag, 20. Januar 2022
Montag, 27. Dezember 2021

Torgauer Funker im Vizeweltmeister-Team

von unserer Redakteurin Bärbel Schumann

Thomas Freimann nahm an der Weltmeisterschaft teil. Dabei stand er in Kontakt mit Funkern aus der ganzen Welt.

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Was für ein Jahr, was für ein magisches Datum für die Amateurfunker: Vom 10. Juli , 12 Uhr, bis 11. Juli, 12 Uhr, fand die Amateurfunkweltmeisterschaft statt. Es galt, den Weltmeistertitel von 2020 zu verteidigen. Da einige Funkamateure aus verschiedenen Gründen nicht verfügbar waren, wurden für die einzelnen Standorte in Deutschland nach Operatoren für den Tastfunk und Sprechfunk gesucht. „Normalerweise bin ich ja in Jessen aktiv, aber wieder hatten Funkfreunde in Horschlitt SOS gefunkt.  So begab ich mich bereits am Freitag nach Thüringen. Wir hatten im Team DA0HQ die Aufgabe, auf den 160 Meter Band in der Betriebsart Tastfunk so viele Funkverbindungen wie möglich in den 24 Stunden herzustellen“, berichtet Thomas Freimann. 

Wie jedes Jahr mussten eine Reihe von  Langdrahtantennen aufgebaut werden, um während der Dunkelheit interkontinentale Funkstationen zu hören. Diese Antennen haben eine Länge von 200 bis 300 Metern und werden in die Richtungen aufgebaut, aus der man die leisen Stationen hören will. Das ist immer  spannend. 

Aber auch jeder Wettkampf bietet neue Überraschungen. „Vor dem Start des Wettkampfs hatte ein Teammitglied ein Windows-Update gemacht und auf einmal funktionierte unser Netzwerk nicht mehr. Dieses Problem bekamen wir nur durch den Tausch von Geräten in den Griff und waren genau drei Minuten vor dem Start wieder bereit“, berichtet der Torgauer. 

Gefunkt wurde in Schichten zu je sechs Stunden.  „Am Ende hatten wir zum Endergebnis von DA0HQ 950 Funkkontakte beigesteuert, was auf diesem Amateurband ein prima Ergebnis ist. Es gelangen Funkkontakte mit allen Kontinenten. Das Ergebnis der Mannschaft wurde dann in die USA zur ARRL geschickt. Langes  Warten auf die Platzierung begann“, so der Funkamateur.  

Die Auswertung dauert in der Regel fast ein halbes Jahr, da die Kontrolle sehr aufwendig ist. Jeder Hörfehler wird mit Punktabzug bestraft und bei der großen Anzahl Teilnehmer weltweit, braucht man dafür  Zeit. Umso erfreulicher das Ergebnis. „Wir hatten den Vizeweltmeistertitel errungen. Sieger wurde wie erwartet, das Team TM0HQ aus Frankreich“, berichtet Freimann. Es habe sich zudem gezeigt, dass in vielen Ländern die Amateurfunker technisch aufgerüstet haben.  Dadurch seien die Abstände zwischen den Team kleiner geworden.

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