Mittwoch, 29. Dezember 2021

Abriss mit vielen Helfern

Mit schwerem Gerät wurden in diesem Jahr alte Betongaragen abgerissen. Die Kameraden hoffen, dass hier bald ein neuer Container aufgebaut werden wird.Foto: privat

von unserem Redakteur Christian Wendt

Kobershain. Keine Scheu vor schwerer Arbeit hatten in diesem Jahr die Kameraden der Kobershainer Feuerwehr.

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Mächtig rangeklotzt haben die Kameraden der Kobershainer Feuerwehr. Mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Helfer haben sie ein altes Garagenareal eingeebnet. Hier soll ein neuer Container zur Heimstatt werden. Die Torgauer Zeitung sprach darüber mit Ortswehrleiter Kevin Bieß.

Wie weit ist das Bauvorhaben vorangeschritten?

Der Abriss  ist geschafft. Alles andere ist in Vorbereitung.

Haben Sie geglaubt, dass es mit dem Containerbau schneller geht?

Zumindest habe ich gehofft, dass es schneller geht. Große Mühlen mahlen nunmal bekanntlich langsam. So war es zugegeben recht schwer, unseren Tatendrang  mit dem  Verwaltungsaufwand, den solch ein öffentlicher Bau mit sich bringt, unter einen Hut zu bekommen. Da wir vor allen Arbeiten erst einmal auf den Bescheid des Landratsamtes für die dringend benötigten Fördermittel warten mussten, konnten wir eben nicht gleich loslegen.

Haben womöglich auch Corona-Auflagen zum Verzug geführt?

In unserer Arbeit wurden wir im Großen und Ganzen nicht durch Corona gebremst. Sicherlich bremst uns das Virus ein Stück weit im Bauprozess. So wurden alle benötigten Medienanschlüsse beantragt. Trotzdem warten wir bisher immer noch auf den Wasser- und Abwasseranschluss. Ich könnte mir vorstellen, dass das mit den angespannten Personaldecken bei den zuständigen Firmen zu tun haben könnte.

Seit wann laufen die Bauarbeiten?

Wir haben am 15. September die alten Garagen, die unserem Containerbau im Weg standen, entkernt. In der Woche darauf wurde eine Dachdeckerfirma tätig, die das Asbestdach fachgerecht abtrug. Am Wochenende des Tag der Deutschen Einheit wurden dann schwere Geschütze aufgefahren: Mit einem großen Radbagger wurden die alten Garagen  dem Erdboden gleichgemacht.

Wer stand den Kameraden dabei hilfreich zur Seite?

Die Firma Ziesmann Baugeräte GmbH hat uns  die Technik zur Verfügung gestellt, die wir für den Abriss benötigten. So stellten sie uns zweimal einen großen Radbagger mit  Anbaugeräten, einen Minibagger mit Anbaugeräten und auch kleinere Arbeitsmittel wie eine Rüttelplatte oder große Stemmhämmer. Von der Firma Kafril Service GmbH wurde uns Mutterboden zur Verfügung gestellt, um die Baugrube wieder aufzufüllen, die durch den Abriss der Fundamente entstanden ist. In dem Atemzug wurde uns auch ein kompletter Container Bauschutt abgenommen. Und auch die Firma GIS Trans  stellte uns an zwei Samstagen einen Lkw-Fahrer, der mit einem gemieteten 4-Achs-Lkw Bauschutt  zur Deponie nach Puschwitz fuhr. In diesem Rahmen möchte ich mich nochmals  bei den Verantwortlichen bedanken, denn ohne sie wären wir bei weitem noch nicht so weit, wie wir jetzt sind.

Wie kam der Kontakt zu den Helfern zustande?

Das ist relativ simpel. Aus unserer Feuerwehr arbeitet jeweils ein Kamerad bei der Firma Ziesmann und einer bei Kafril. Der Kontakt zur Firma GIS Trans besteht durch unseren zukünftigen Bürgermeister Ingolf Gläser, der an einem Tag selbst mit angepackte und den Lkw fuhr.

Auch wenn vom neuen Container nichts zu sehen ist – gibt es möglicherweise schon einen Einzugstermin?

Soweit sind wir leider noch nicht. Wir müssen jetzt abwarten, wie es weiter geht. Das liegt nicht in unserer Hand. Inzwischen sind wir im Winter angekommen und die Tiefbauarbeiten, die noch erledigt werden müssen, sind stark wetterabhängig.

In Kobershain fährt Belgern-Schildaus ältestes Einsatzfahrzeug. Wie lange hält der Unimog noch durch?

Das ist eine gute Frage. In diesem Sommer wurde er noch einmal richtig instandgesetzt. Aber bei einem Fahrzeug, das 56 Jahre alt ist, können natürlich immer wieder Sachen kaputtgehen, für die es vielleicht schon keine Ersatzteile mehr gibt. Wir geben unser Bestes, dass er noch eine Weile durchhält.

Ist für den Unimog Ersatz in Aussicht?

Ein fabrikneues Fahrzeug wird es nicht geben. Aber da gibt es ja ein in diesem Jahr angeschafftes gebrauchtes Fahrzeug, das  im Gerätehaus der Staritzer Kameraden Einzug hielt. Wenn die Beschaffung für ein neues Staritzer Fahrzeug durch ist, könnte die jetzt für Staritz beschaffte Notlösung eventuell nach Kobershain umziehen soll. Das wäre für unseren Fahrzeugbestand eine Verjüngungskur um stolze 31 Jahre.

Corona-Bestimmungen lassen derzeit keine Ausbildungsstunden zu. Gleichzeitig setzen Feuerwehrleute im Einsatz stets das eigene Leben aufs Spiel. Wie passt das zusammen?

Da sind wir uns in Belgern-Schildau einig. Der Stadtfeuerwehrausschuss und die Stadtverwaltung haben sich dazu entschieden, den Dienstbetrieb in den Feuerwehren aufrecht zu erhalten. Natürlich alle unter Vorbehalt, alle Kameraden testen sich im 4-Augen-Prinzip vor den Ausbildungsdiensten selbst und natürlich halten wir uns nach Möglichkeit an die AHA-Regeln.

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