Donnerstag, 20. Januar 2022
Mittwoch, 29. Dezember 2021

Ausnahme-Jahr für Torgaus Kultur

Alles muss raus! Hier werden die alten Stühle aus dem KAP-Kino getragen, welches komplett neu bestuhlt wurde. Die alten Sitze wurden erfolgreich an verschiedene private Interessenten verkauft. Foto: Wolfgang Sens

von unserer Redakteurin Nadine Huber

Torgau. Corona, abgesagte Veranstaltungen, weniger Besucher: Die Kulturbetriebe in Torgau, wie die Kulturbastion und der Kentmann-Verein, haben das zweite Pandemie-Jahr für Umbauarbeiten und die Entwicklung neuer Angebote genutzt.

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Das Jahr 2021 war für Kulturbetriebe eine echte Herausforderung. Trotzdem oder gerade deshalb haben einige die schwierige Zeit genutzt, um Neuerungen einzuführen, sich für die Kultur einzusetzen und an ihrer Weiterentwicklung zu arbeiten. Wie es beim Torgauer Kunst- und Kulturverein „Johann Kentmann“ und in der Kulturbastion aussieht – die TZ hat sich unter den Kulturschaffenden in der Stadt umgehört.

Am Sitz des Kentmann-Vereins in der Pfarrstraße 3 in Torgau wurde zunächst in enger Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Landesgartenschau 2022 der Hofgarten mit neuen Pflanzen bestückt. In Kooperation mit Fördervereinsmitglied Dr. Harald Alex wurde zudem die Verkörperung des historischen Ehepaars Magdalena Sporer und Johann Kentmann durch die beiden Kentmann-Vereins-Mitglieder Sandra Theile und Steffen Rolle initiiert. Das Paar präsentierte sich zum Stadtfest „Torgau leuchtet“ 2021 erstmals der Öffentlichkeit und wird zur LAGA 2022 wieder zu sehen sein.  

Für den touristischen Bereich entstand eine Hausbroschüre mit wissenswerten historischen Fakten über das Freihaus, den Sitz des Kentmann-Vereins, welche zugleich in die Arbeit des Vereins sowie der Kleinen Galerie Torgau einführt. Die Broschüre kann beispielsweise in der Kleinen Galerie und im Torgau-Informations-Center erworben werden. Nicht zuletzt wurde die Dauerausstellung rund um Samuel Hahnemann und Johann Kentmann im Erdgeschoss des Vereinsgebäudes neu ausgerichtet und bestückt. „Der gesamte Verein freut sich nun auf die Landesgartenschau 2022“, erklärt Mitglied René Kanzler. 

„Das Jahr 2021 war für das Team der Kulturbastion und den Verein KAP Torgau kein leichtes Jahr. Wie bereits 2020 bestimmten die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen im Kulturbereich das Geschehen. Unsere Hoffnung auf ein Ende der Pandemie hat sich leider nicht erfüllt“, fasst Geschäftsführer Uwe Narkunat zusammen. 

Im März initiierte das KAP die Plakataktion „Ohne uns wird es still“ für Nordsachsen. Gemeinsam mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen Akteuren der Kultur wurde auf die Pandemie bedingt prekäre Situation dieser Branche aufmerksam gemacht. Diese Botschaft sei laut Narkunat auch angekommen. „Staatliche Stellen von Land, Bund sowie der Kulturraum haben uns in der Pandemie bisher gut unterstützt. Durch entsprechende Förderprogramme konnten so die Arbeit und der Betrieb der Kulturbastion aufrechterhalten werden. Danke auch an unser Team, denn es hat den Optimismus nie verloren und die Krise sehr gut gemanagt. So konnten wir einige Aktivitäten und Projekte erfolgreich umsetzen.“

Das Jugendzentrum in der Kulturbastion war unter Beachtung der gültigen Hygieneregeln das ganze Jahr über geöffnet und seine Angebote konnten trotz Pandemie umgesetzt werden. „Das war uns sehr wichtig, da Kinder und Jugendliche besonders stark unter der Pandemie gelitten haben“, so Narkunat. Auch die Workshops der Theatergruppe sowie das Urban Sketching Projekt konnten wie geplant weiterarbeiten. 

Im Veranstaltungsbereich gab es keinen regelmäßigen Spielbetrieb. So mussten viele Kinovorstellungen, Kleinkunstveranstaltungen und Konzerte ausfallen oder verschoben werden. Mit einer hohen Anzahl an Open-Air-Veranstaltungen konnte das KAP in den Sommermonaten dennoch Kultur anbieten und den Ausfall etwas kompensieren. „Auch für die Künstler war es wunderbar, wieder vor Publikum zu stehen“, betont er. Das Ausweichen auf zunehmend mehr Open-Air-Varianten und -Veranstaltungen wie 2021 wird sich 2022 sicherlich fortsetzen“, vermutet der Geschäftsführer. Die entstandenen Ausfallzeiten hat das KAP-Team sinnvoll genutzt. So wurden größere und kleinere Umbauten vorgenommen. Das Kino hat eine neue Bestuhlung mit 15 zusätzlichen Plätzen erhalten. Der Fußboden sowie der Verkaufsraum wurden zudem komplett erneuert. Dazu kommen viele weitere kleinere und größere Investitionen und Renovierungsarbeiten.

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