Donnerstag, 20. Januar 2022
Dienstag, 4. Januar 2022

Mehr als zwei Millionen Euro für Instandhaltung und Modernisierung  

Ein neues Giebelbild von Graffiti-Künstler Christian Weiße am Süptitzer Weg, bei dem nicht nur Torgauer schmunzeln dürften. Die humorvollen Zeichnungen sind inzwischen zu einer Art Markenzeichen der WBG Torgau geworden. Foto: WBG Torgau

von unserer Redakteurin Nadine Huber

Torgau. Die Wohnungsbaugenossenschaft Torgau eG investierte auch 2021 in verschiedene Umbaumaßnahmen. Zum Teil wurde die Organisation der Bauabläufe jedoch durch Material- und Personalmangel erschwert. 

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?Im gerade erst vergangenen Jahr 2021 hat sich bei der Wohnungsbaugenossenschaft Torgau eG wieder einiges getan und verschiedene Maßnahmen zur Modernisierung und Instandhaltung wurden durchgeführt. Dabei waren mitunter etwas ungewöhnliche Vorgehensweisen gefragt – wie zum Beispiel beim Balkonanbau im Süptitzer Weg 1-3. Auch das mittlerweile allgemein bekannte Problem der Lieferengpässe bei Baumaterialien ging an der WBG nicht spurlos vorbei und beeinträchtigte das Voranschreiten der Baumaßnahmen. Axel Klobe, Vorstand der WBG Torgau eG, über kreative Lösungen, Terminprobleme und die Ergebnisse der Vertreterwahl. 

Balkonanbau mal anders

In diesem Jahr erhielten die Mieter im Süptitzer Weg 1-3 einen modernen und barrierefreien Balkon. „Die Besonderheit bei diesem Projekt war, dass die Balkone aufgrund der Lage des Hauses nur auf der Hauseingangsseite angebaut werden konnten. Aus diesem Grund erfolgt der Zugang über die Küchen, was zum Teil eine kreative Lösung für die Öffnungsrichtung der Balkontür erforderte“, erklärt Vorstand Axel Klobe. So sei es ebenfalls möglich gewesen, die Tür nach außen öffnend zu bestellen, wenn die Küchenmöblierung keine andere Möglichkeit bot. Zudem hätten auch die Raumaufteilung auf dieser Hausseite sowie die Anordnung der Fenster einen Kompromiss verlangt. Das Ergebnis: Die Balkone am Süptitzer Weg seien nochmal etwas größer ausgefallen als üblich. Insgesamt 12 Wohnungen wurden auf diese Weise schließlich durch einen großzügigen Freiluft-Essbereich aufgewertet sowie mit seitlichem Wind- und Blickschutz und die Fenster und Türen mit Rollladen ausgestattet. Im Vorfeld der Arbeiten erfolgte die Erneuerung der Abdichtung der Außenwand im Kellerbereich und mit den Balkonen erhielt auch die Fassade einen farbenfrohen Anstrich. Höhepunkt der Fassadengestaltung war zweifellos das neue Giebelbild mit dem Motiv des Bärengrabens am Schloss Torgau, welches im September von Graffiti-Künstler Christian Weiße verwirklicht wurde.

Wartezeiten und Materialknappheit

Schwieriger als in den Vorjahren habe sich jedoch die Organisation der Bauabläufe gestaltet. Volle Terminbücher und angespannte Personalsituationen bei allen Firmen, lange Wartezeiten bei Materialbestellungen und lange Planungs- sowie Genehmigungsprozesse haben in einer sich verstärkenden Wechselwirkung zu teilweise erheblichen Verzögerungen geführt, wie Klobe berichtet. Diese Umstände führten dazu, dass „trotz größter Anstrengungen aller Beteiligten die geplanten ergänzenden Balkonanbauten an den Wohnungen der Eilenburger Straße 24 und der Bärwinkelstraße 6 noch nicht realisiert werden konnten. Dies wird natürlich so bald wie möglich nachgeholt“, wobei derzeit auch das Wetter als Faktor  berücksichtigt werden müsse. Glücklicherweise habe man die Arbeiten in den Wohnungen selbst in kurzen Zeiträumen realisieren können. „Dafür danken wir den beteiligten Firmen und Mitarbeitern ausdrücklich.“

Grundrissveränderungen oder die grundhafte Modernisierung von Wohnungen wurden unter anderem in der Ludwig- Feuerbach-Straße 8, der Fritz-Schmenkel-Straße 18 und der Eilenburger Straße 24 durchgeführt.

Wie bereits in den Vorjahren wurden auf Anträge der Mieter oder bei Umzügen etwa 40 bodengleiche Duschen eingebaut. „Hierbei war die Nachfrage wieder so groß, dass auch 2021 nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten“, so Klobe. Die Möglichkeiten, Maßnahmen durchzuführen, wurden 2021 ebenfalls deutlich durch stark gestiegene Material- und Baukosten beeinflusst. Die geplanten Erneuerungen von Flachdächern, Einzelheizungen in Wohnungen und Heizungsanlagen konnten jedoch ebenso realisiert werden wie die Instandsetzung von Treppenhäusern sowie das weitere Aufstellen von Fahrradboxen und verkörpern den größten Anteil des mehr als 1,5 Millionen Euro großen Budgets. Mit dem Balkonanbau komme die WBG 2021 auf insgesamt mehr als zwei Millionen Euro für alle Maßnahmen zur Modernisierung und Instandhaltung. 

Auf der organisatorischen Ebene konnten sowohl die alle fünf Jahre stattfindende Vertreterwahl als auch die Vertreterversammlung im Juni unter Corona-Bedingungen durchgeführt werden. 

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