Donnerstag, 20. Januar 2022
Mittwoch, 5. Januar 2022

291 Unterschriften gegen Gassen-Verkauf

Harry Liebmann, Udo Schmidtke und Michael Thul (v.l.n.r.)Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Audenhain/Mockrehna. Der große Ärger über den im Dezember erfolgten Verkauf der Kleinen Kirchgasse in Audenhain ist über den Jahreswechsel nicht abgeklungen.

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Am Dienstagnachmittag überreichten Harry Liebmann und Udo Schmidtke an Mockrehnas Hauptamtsleiter Michael Thul eine Unterschriftenliste, auf der sich 291 Einwohner des Ortsteils für den Verbleib der „Schluppe“ in kommunaler Hand aussprechen. Die beiden Audenhainer sehen in einer fehlenden Information der Bevölkerung den Hauptgrund für einen ihrer Meinung nach nicht rechtens zustande gekommenen Verkaufsbeschluss. Dabei gehen die beiden vor allem mit ihrem Ortschaftsrat hart ins Gericht. 

„Wir sind aus allen Wolken gefallen, als wir etwas von dem Verkauf etwas mitbekamen“, sagte Liebmann. So gehe es jedenfalls nicht, blickte er dabei in Richtung Michael Thul. Wer seine Bürger nicht informiere, betreibe keine gute Politik. Liebmann und Schmidtke stießen sich dabei unter anderem an einer reinen Flurstücksbezeichnung, die auf der Tagesordnung des Gemeinderats veröffentlicht war. Niemand habe damit die Kirchgasse in Verbindung gebracht. Seitens des Ortschaftsrats habe es noch nicht einmal eine solche Info gegeben. Wie Liebmann erklärte, gab es für den Verkauf zudem keinerlei Terminzwang, sodass noch ausreichend Zeit gewesen wäre, im Vorfeld die Bürger dazu zu befragen.

Gleich mehrfach kritisierten die beiden Männer aus Audenhain die Öffentlichkeitsarbeit des Ortschaftsrats. Nicht nur, dass keine Informationen zum geplanten Verkauf bekanntgemacht worden waren. Auf direkte Nachfrage habe Ortsvorsteher Lothar Haupt (FWG) sogar mitgeteilt, dass der Kauf erst im März über die Bühne gehe. „Es ist naheliegend, dass hier persönliche Interessen in den Vordergrund gerückt wurden“, sagte Liebmann, der gemeinsam mit Schmidtke und den  Unterzeichnern der Unterschriftenliste die Aufhebung des Verkaufsbeschlusses fordert – ein Anliegen, das angesichts eines bereits erfolgten Notartermins bei Hauptamtsleiter Thul erst einmal die Stirn in Falten legte.

Thul kündigte  an, die Problematik umgehend mit der Kommunalaufsicht des Landkreises zu erörtern. Dabei müsse auch geklärt werden, welches Gewicht die Unterschriften aus Audenhain überhaupt haben. Schließlich sei der Verkaufsbeschluss nicht im Ortschafts- sondern im Gemeinderat gefasst worden und die Gemeinde Mockrehna habe 5000 Einwohner.

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