Donnerstag, 20. Januar 2022
Donnerstag, 13. Januar 2022

Johannes Ecke: "Macher mit Haltung und Herz"

Bürgermeisterkandidat Johannes Ecke. Foto: PR

Von M&M I Maikirschen & Marketing e.K.

Amtierender Bürgermeister Johannes Ecke tritt zur Wahl 2022 erneut an

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Mügeln. „Ich bin in der Stadt und in der Region tief verwurzelt“, sagt Johannes Ecke. Der amtierende Mügelner Bürgermeister ist hier geboren und aufgewachsen. Sesshaft wurde er schließlich in Schweta, wo er sein Haus baute und heute glücklich mit Ehefrau Anett lebt. Warum er 2022 eine weitere Amtszeit als Bürgermeister in Mügeln anstrebt, erklärt Johannes Ecke im Gespräch am Sonntag.

 

SWB: Was veranlasste Sie, sich kommunalpolitisch zu engagieren?
Johannes Ecke:
1990 entschied ich mich für die Mitarbeit im Gemeinderat in Schweta, um die Geschicke der Gemeinde nach der Wende zu lenken.


Seit 2015 gestalten Sie die Entwicklung Mügelns und seiner Ortsteile in leitender Funktion? Wie begegnen Ihnen die Bürgerinnen und Bürger seither?
Zu den Einwohnern besteht eine enge, persönliche Beziehung. Viele kennen mich aus meinen früheren Arbeitstätigkeiten. Wo immer die Menschen mich treffen, sprechen sie mich an: bei Veranstaltungen, in Ortsteilen, bei Radtouren, beim Spazierengehen oder bei Besuchen im Rathaus. Ich verberge mich nicht hinter Dingen oder Terminen. Die Türen zum Sekretariat und Bürgermeisterzimmer stehen offen. Bürgernähe ist keine Worthülse, sondern Basis meiner Arbeit. Meine Maxime lautet: Politik wird mit den Menschen gemacht.


Wie gehen Sie mit Kritik um?
Kritische Äußerungen sind willkommen. Ich nehme die Probleme der Bürger ernst, höre geduldig zu und versuche, gemeinsam zur Vernunft zurückzukehren. Unfehlbar bin ich dabei nicht und auch nicht der Fußabtreter der Nation. Statt Beschimpfung gilt Augenhöhe. Ich halte es für wichtig, die Sichtweise des Gegenübers kennenzulernen und, wo es vertretbar ist, mit dem Herzen zu entscheiden.


Worauf sind Sie besonders stolz?
Es gibt eine Vielzahl an Erfolgen und Projekten, die seit Beginn meiner Amtszeit auf den Weg gebracht oder umgesetzt wurden. Vor allem für die Ortswehren wurde mit der Sanierung von Gerätehäusern, einem neuen Tanklöschfahrzeug, erneuerten Stellplätzen und moderner Ausrüstung und der Aktivierung von Löschwasserzisternen Positives bewirkt. In nächster Zeit kommt noch ein Einsatzleitfahrzeug hinzu. Zu meinen Herzensprojekten gehört unter anderem die Stadtsanierung. Ein ganz wichtiges Thema.


Was wurde hierbei bisher erreicht?
Bei der Umgestaltung der Durchfahrtsstraße in Mügeln waren die Bürger abzuholen und der Mehrwert zu vermitteln. Es hat sich vieles positiv verändert, die Fassaden sind chic geworden. Mit einer „Strahlkraft bis Dresden“ ist der Mügelner Bahnhof inklusive Geoportal ein überregionales Schmuckstück geworden ...


..., das inzwischen Touristen auch von weither anlockt.
Ja. Es ist unfassbar, was hier passiert ist. Die Kleinbahn konnte sich etablieren und die Besucherzahlen und prominenten Gäste adeln das Konzept bis heute. Den Grundsatzbeschluss zur Sanierung hatte ich seinerzeit noch als Stadtrat mitgetragen.


Mindestens ebenso stolz sind die Mügelner auf ihr Freibad.
Dabei handelt es sich um ein weiteres Objekt mit besonderer Außenwirkung und ein Symbol für die gelungene Kooperation zwischen Bürgern und Verwaltung. Der Zustand des Bades war extrem schlecht, die Schließung drohte. Es ging darum, Fördermittel ranzuholen, Eigenmittel einzustellen und die Kräfte zu bündeln. Die Bereitschaft der Mügelner, etwas für ihr Bad zu tun, war einzigartig. So reinigten engagierte Bürger tagelang alte Pflastersteine, die an zwei Wochenenden mithilfe der Bürger und des Bauhofs zur Gestaltung des Außengeländes erneut gesetzt wurden. Das sparte Kosten ein.


Gibt es weitere Beispiele, die zeigen, dass sich die Mügelner auf beispielgebende Weise für ihre Heimatstadt stark machen?
Das war 2019 sehr eindrucksvoll zu erleben. Bei der MDR-Aktion „Frühlingserwachen“ schafften es die Mügelner, eine Menge Leute zu mobilisieren und das „grüne Klassenzimmer“ umzusetzen. Ich war überwältigt, wie Menschen sich für ihre Stadt einsetzen. Vereinsmitglieder oder Privatpersonen, jeder brachte sich ein – auch wenn es nur darum ging, weiteres Werkzeug zu organisieren. Diesen Zusammenhalt wünsche ich mir weiterhin, auch, wenn das Fernsehen nicht dabei ist.


Mit welchen Themen sind Sie aktuell befasst?
Es gibt Rufe nach Spielplätzen und Treffpunkten für Jugendliche. Herausforderungen sind Abstimmungen, Integration der Bürgerwünsche, tatsächliche Bedarfe, die Finanzierung und eine gesunde Gewichtung zwischen den einzelnen Ortslagen. Ich bin nicht der Das-wird-nichts-Typ, sondern überlege, wie ist etwas zu tun. Alles beginnt mit einer Idee. Und da gibt es gleich mehrere. So steht eine Mehrzweckhalle auf der Agenda, auch die Entwicklung weiterer Eigenheimstandorte und die Sicherung des Schulstandortes sind Themen für die Zukunft. Mügeln darf keine reine Wohnstadt sein. Es geht auch darum, Unternehmen anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen ...


... oder vor der Insolvenz zu retten, wie die Firma Ruka Ofenkeramik. Wie kam es dazu?
Ich fahre leidenschaftlich gern Rad und war auf dem Donauradweg unterwegs, in Nähe eines potenziellen Investors. Ich entschloss mich kurzerhand, ihn zu besuchen und ein Gespräch zu führen. Einen Tag Urlaub investiert. Ein Mügelner Unternehmen gerettet. Das macht mich schon stolz, zählt für mich aber auch zum selbstverständlichen Engagement, das zum täglichen Business gehört.
Sicherlich rückt auch sonst hin und wieder der Feierabend in weite Ferne, ist eine 50- bis 60-Stunden-Woche eher die Regel als die Ausnahme.

Warum bewerben Sie sich trotz des enormen Arbeitspensums für eine weitere Amtszeit?
Den eingeschlagenen Weg möchte ich in der nächsten Amtsperiode als Bürgermeister fortführen. Mügeln soll sich weiterhin zu einer freundlichen, liebenswerten Kleinstadt mausern. Mit den Menschen im Gespräch bleiben und noch mehr Verbundenheit untereinander etablieren, sind weitere Ziele. Ich möchte für Mügeln immer auf der Überholspur und viel in den 28 Ortsteilen unterwegs sein. Ich schaue, was die Bürger bewegt und worauf die Mehrheit Wert legt. Ich möchte nicht, dass es heißt: „Ihr in der Stadt." Wir müssen begreifen – alle sind die Stadt.         

 

 

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