Donnerstag, 26. Mai 2022
Freitag, 21. Januar 2022

Ärger über Torgauer Klimawette

Im Oktober versuchte der Verein "3 fuers Klima" Torgau mit einer Wette fuer den Klimaschutz zu gewinnen.Foto: Thomas Keil

von unserer Redakteurin Laura Krugenberg

Torgau. Grüne und Jugendforum werfen Barth Populismus vor und gründen neue Klimainitiative in Torgau.  

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Eine Wette sorgte in den vergangenen Tagen für viel Wirbel. Nachdem die TZ über die geplatzte Klimawette zwischen Stadt und dem Verein „3 fürs Klima” berichtete, wurden  verärgerte Stimmen laut, die die Aussagen der Oberbürgermeisterin und der Stadträte scharf kritisieren.

Im Oktober besuchte der Vereins die große Kreisstadt und bat Oberbürgermeisterin Romina Barth (CDU) bei der CO2-Wette mitzumachen. Das Ziel: Torgau sollte bis Jahresende eine Tonne Co2 einsparen und somit die Bürger für Klimaschutz im Alltag sensibilisieren. Die Stadt lehnte die Wette jedoch ab. Zum einen, weil das Thema coronabedingt im Stadtrat nicht besprochen werden konnte und zum anderen, weil man den Bürgern keinen Verzicht aufdiktieren wollte. „Dieses Thema wird eine Rolle spielen – langfristig und nachhaltig und ohne schnelle 8-Wochen-Wette“, erklärte Barth.  

Diese Begründung sorgt beim Jugendforum und den Grünen für Unverständnis: „Wir sind fassungslos (...). Individuelle Klimaschutzbemühungen damit gleichzusetzen, dass man den Bürgern „kalt duschen ... aufdiktieren“ würde, halten wir für verantwortungslosen Populismus”, heißt es in einem Brief von Claudia Kurzweg und Denis Korn (Bündnis 90/Die Grünen) sowie dem Torgauer Jugendforum. Auf der Website der Klimawette, so das Statement weiter, gibt es viele praktische Hinweise, wie sich CO² im Alltag reduzieren lässt. Kalt duschen ist nicht dabei. Die Grünen und das Jugendforum werfen Barth Desinteresse und Unwissen vor sowie die Problematik ins lächerliche zu ziehen: „CO² Reduktion ist eine ernst zu nehmende gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die von der Oberbürgermeisterin in ihrem Verantwortungsbereich bisher nicht im erforderlichen Umfang wahrgenommen wurde.” Dabei beziehen sie sich beispielsweise auf Fortschritte der Kommune in den Bereichen nachhaltigem Ressourcenmanagement, Mobilitätswende oder erneuerbaren Energien während Barths Amtszeit. „Ihre Behauptung, die Bemühungen der Kommune hin zu deutlich wachsender Klimaneutralität wenigstens zukünftig angehen zu wollen, erscheinen in diesem Zusammenhang wenig glaubwürdig.”

Weil der Unmut über das Thema so groß ist, fanden sich einige Torgauer in einer Klimainitiative zusammen. Laut dieser ist das Ziel, dem bisherigen Stillstand in der kommunalen Verantwortung für den Klimaschutz zukünftig konstruktiv entgegenzuwirken und konkrete Lösungswege aufzeigen. 

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