Mittwoch, 25. Mai 2022
Montag, 24. Januar 2022

Bestatter begrüßen Änderung des Bestattungsgesetzes

Torgau. Die sächsische Regierung beabsichtigt das Bestattungsgesetz zu Novellieren. Was sagen Bestatter aus der Region zur Absicht der Gesetzesänderung?

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Die sächsische Landesregierung beabsichtigt das Bestattungsgesetz zu modernisieren. Derzeit wird ein Gesetzesentwurf zur Novellierung des Gesetzes vorbereitet.

Möglich wären dann für Angehörige des muslimischen Glaubens auch Bestattungen in Tüchern. Überführungen der Verstorbenen müssen aber weiter in geschlossenen Särgen erfolgen. Eine Regelung zum Verstreuen der Asche auf dem eigenen Grundstück ist dabei jedoch nicht vorgesehen, dies könnte aber in absehbarer Zukunft dann auf Friedhöfen möglich sein. Auch die Beigabe der Asche eines Haustiers als Grabbeilage bei der Bestattung eines Menschen soll durch das neue sächsische Bestattungsgesetz  im Interesse der Hinterbliebenen reglementiert, sprich möglich sein. Für die Öffnung der Bestattungsformen für alle Religionen und Weltanschauungen muss demnach auch der Sargzwang gelockert werden. Ein erster Gesetzentwurf soll im zweiten Quartal dem Kabinett vorgelegt werden, über das eingebrachte Papier entscheidet dann der Sächsische Landtag. 

„Ich bin auf jeden Fall für eine Novellierung, also für eine Modernisierung des Bestattungsgesetzes in Sachsen. Es geht doch vordergründig darum, berechtigte Wünsche und Vorstellungen der Hinterbliebenen zu bedienen. Meiner Meinung nach, muss auch die Gestaltung und die Möglichkeiten der Art und Weise der Trauerfeiern modernisiert und der Zeit angepasst werden. Wenngleich es da große Unterschiede zwischen Wunsch und Machbarkeit gibt“, so Claus Höfner (67 Jahre), Geschäftsführer der Höfner Bestattungen in Torgau. Doch die Thematik, die gesetzlich neu geregelt werden soll, ist viel komplexer und tiefgründiger. So geht es in dem Entwurf auch um Regelungen zu alternativen Bestattungsmöglichkeiten, die Verbesserung der ärztlichen Leichenschau, die Digitalisierung der Kommunikation und die Erleichterung des bürokratischen Aufwandes zwischen den Behörden, sowie Neuregelungen, so etwa was die Bestattungsfristen anbelangt. 

In der heutigen Zeit wählen immer mehr Bürger alternative Möglichkeiten, um Verstorbene zu bestatten. Statt der klassischen Form wie der Erdbestattung auf dem Friedhof, werden immer mehr die Möglichkeiten wie beispielsweise der Beisetzung im Friedwald oder der Seebestattung genutzt.

Für Hinterbliebene ein ganz wichtiges Thema ist die Thematik Ruhezeit: Nach dem derzeitigen Bestattungsgesetz umfasst diese 25 Jahre. Schon eine Verkürzung um fünf Jahre auf 20 Jahre würde den Hinterbliebenen bei der Grabpflege Erleichterung schaffen. 

„Beim sächsischen Bestattungsgesetz muss sich was unbedingt was ändern. Auch was die Jahre der Grabstätten anbelangt. Ich plädiere  für eine Ruhezeit von nur zehn bis fünfzehn Jahren. Wenngleich es ein heikles Thema ist – auch bei der Friedhofsordnung muss sich was ändern“, so Siegfried Böhme (Inh. Bestattungshaus Böhme/Torgau).

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