Mittwoch, 25. Mai 2022
Sonntag, 13. Februar 2022

Tulpen-Ernte bei Blumen-Sachse in Süptitz angelaufen

Die Tulpenernte 2022 hat begonnen – es gibt viel zu tun in den Gewächshäusern für Melanie Sachse, Doreen Kuschel, Manja Solarek und Chef Manfred Sachse (hinten). Thomas Manthey

Süptitz. Unternehmer Manfred Sachse reduzierte wegen gestiegener Preise die Menge an Tulpen / Blumengeschäft fortan sonntags geöffnet

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Bei Blumen-Sachse in Süptitz ist jetzt Tulpen-Zeit. Erntezeit! An den zurückliegenden Tagen sind aus den Zwiebeln fragile Tulpen herangewachsen. Zwar haben sie ihre bunten Köpfe noch im Grün versteckt, doch man sieht sie schon blitzen.

Manfred Sachse (63) ist der Tulpen-König Nordsachsens. Seine Tulpen sind begeht und beliebt. Schon seit Mitte Januar fragt die Kundschaft im an der Hauptstraße gelegenen Blumengeschäft nach Tulpen aus eigenem Anbau. Bislang musste „Mani“ und seine drei Mitarbeiterinnen im Ladengeschäft sie immer mit einem „Mitte Februar erst!“ vertrösten. Doch seit vergangener Woche wird nun fleißig geerntet.

Zurzeit sind es zehn früh treibenden Tulpensorten, die geerntet und verkauft werden, so etwa im hofeigenen Geschäft, an diverse Blumenläden und Floristen oder aber dienstags und freitags auf dem Wochenmarkt am Leipziger Rathaus. „Insgesamt haben wir knapp 30 Sorten. Davon treiben welche bereits im Januar und Februar, andere wiederum dann später – im März, April“, umschreibt Manfred Sachse die Sortenvielfalt an Tulpen, die in den Gewächshäusern hinter der Scheune gezogen werden und prächtig gedeihen. Die Tulpenzeit in Süptitz geht von Januar bis Ostern und endet am letzten April-Wochenende (je nach Wetterlage und Außentemperatur) mit dem „großen Finale“, wenn das Tulpen-Feld von Manfred Sachse im Süptitzer Weg in unzähligen Farben aufblüht und geradezu explodiert. Das gezüchtete Naturschauspiel zieht alljährlich zahlreiche Schaulustige aus ganz Nordsachsen und Teilen Brandenburgs an.

In den letzten zwei Jahren musste der 63-jährige Süptitzer die Tulpenproduktion herunterfahren. Aus Kostengründen. „Alles ist teurer geworden. Nicht nur die Energiekosten sind geradezu explodiert, sondern auch die Preis für Tulpenzwiebeln, die wir zukaufen müssen, die Blumentöpfe, das Substrat und und und“, erklärt Sachse. Waren es noch vor wenigen Jahren rund 500 000 Tulpenzwiebeln, aus denen dann Tulpenblüten aller Farben und Arten „entsprangen“, sind es nunmehr nur noch 250 000. „Was für meine sieben Mitarbeiter und für mich als mitarbeitender Chef aber nicht bedeutet, dass wir weniger Arbeit haben“, so der 63-Jährige. Denn neben den Tulpen werden bei Tulpen-Sachse, sprich Blumen-Sachse auch noch Freesien, Ranunkeln, Freiland-Sonnenblumen, Lilien und seit Neuestem Chrysanthemen angebaut und gezüchtet, plus Gemüsesorten wie Gurken, Tomaten und Paprika.

Übrigens, das Geschäft mit den diesjährigen Sachse-Tulpen ist gut angelaufen, ganz zur Freude der treuen Kundschaft. Dabei ergänzt Manfred Sachse: „Wir haben seit vergangener Woche unser Ladengeschäft auch wieder sonntags auf – in der Zeit von 10 bis 12 Uhr. Bis Ende Juni.“

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