Montag, 27. Juni 2022
Donnerstag, 17. März 2022

Jeweils zwei Apfelbäume für Kitas und Schulen in ganz Sachsen 

Kita-Leiterin Ute Höhne, Umweltminister Wolfram Günther und Bürgermeister Holger Reinboth.Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Arzberg. Der sächsische Umweltminister Wolfram Günther kam am Donnerstagvormittag nach Arzberg, um für eine landesweite Initiative zu werben. Kita-Grundstücke und Schulhöfe sollen grüner werden. 

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Hohen Besuch ist man in der Gemeinde Arzberg schon gewöhnt. Am Donnerstag war es Umweltminister Wolfram Günther, der persönlich in die Kindertagesstätte „Kastanienkids“ kam, um dort die landesweite Initiative „Apfelbäumchen für Sachsens Schulen und Kitas“ zu eröffnen und beim Pflanzen selbst mit Hand anzulegen. 

Eigentlich hatte die Aktion schon im vergangenen Herbst begonnen, sagte Christina Kretzschmar, Geschäftsführerin des DVL-Landesverbandes (Deutscher Verband für Landschaftspflege). Weil aber alles recht kurzfristig anlief, fand man erst jetzt Gelegenheit für einen passenden offiziellen Rahmen. Immerhin konnte  schon ein recht positives Zwischenfazit gezogen werden. Für die Herbstpflanzung 2021 und für die Frühjahrspflanzung 2022 gingen insgesamt 340 Bewerbungen von Kitas und Schulen aus dem Freistaat ein. Im Normalfall sollen in jeder Einrichtung zwei Apfelbäume gepflanzt werden, was auch mit der Befruchtung zu tun hat. Weil das in einem Fall nicht klappte, fanden bislang insgesamt 679 Anpflanzungen statt. 

Die Initiative wird bis zum Frühjahr 2023 fortgesetzt. Somit können sich noch rund 600 Kitas und Schulen für jeweils zwei Apfelbäume bewerben, die dann ab Herbst ausgeliefert werden. Dass gerade jenes Obst in den Fokus rückte, sei kein Zufall gewesen. „Apfelbäume stehen als ein Hoffnungszeichen des Lebens“, erklärte Christina Kretzschmar. Und gerade in diesen Tagen käme diesem Thema eine ganz besondere Bedeutung zu. „Wir möchten es mit der Hoffnung auf Frieden verbinden“, spielte die Geschäftsführerin auf den Krieg in der Ukraine an und ließ es sich später nicht nehmen, eine blau-gelbe Flagge in eines der frisch gepflanzten Bäumchen zu hängen. 

Über 30 Schulen und Kitas aus dem Landkreis Nordsachsen nehmen an der sächsischen Initiative teil. Am Donnerstag konnten zwei Delegationen von Kitas aus Mockrehna und Oschatz begrüßt werden. Arzbergs Bürgermeister Holger Reinboth sprach bei seiner Begrüßung von einem ganz besonderen Projekt. 160 000 Euro habe der sächsische Landtag eigens dafür in den Doppelhaushalt eingestellt. „Das Geld ist sehr gut angelegt“, so der Gemeindechef. In Arzberg sei man schon lange bestrebt, frühkindliche Bildung mit Ökologie zu verbinden und die Kinder an die Natur heranzuführen. Der Landschaftspflegeverband Torgau-Oschatz war schon mehrfach in der Kita zu Gast und auch am Donnerstag durfte das Team um Geschäftsstellenleiterin Cordula Volkmer nicht fehlen. So wurden in der Vergangenheit beispielsweise schon eine prächtige Streuobstwiese und eine Benjeshecke angelegt. „Wir beziehen auch die landwirtschaftlichen Betriebe der Region, die Agrargenossenschaft Arzberg und das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch mit ein, um den Kindern Natur, Umwelt und  Landwirtschaft näher zu bringen, damit sie wissen, wie ein Strohballen riecht und dass eine Kuh nicht lila ist“, so Reinboth.

Zwölf Erzieherinnen kümmern sich unter Leitung von Ute Höhne um das Wohl der 120 Mädchen und Jungen in Arzberg. Diese wiederum dürfen nun mit Spannung verfolgen, wie die kleinen Bäumchen demnächst Blätter ansetzen und Blüten treiben, wie sie Früchte entwickeln und später unzählige Insekten und Kleintiere anlocken. Sie werden erfahren, wie wichtig es ist, die Pflanzen regelmäßig zu gießen und sie dürfen sich jetzt schon auf eine hoffentlich gute Ernte freuen. Dann wiederum werden die Verarbeitung der Äpfel und eine gesunde Ernährung in den Mittelpunkt rücken. Sophie von Eichborn, ebenfalls Mitarbeiterin des DVL-Landesverbandes, betonte, dass bei der Anschaffung regionale Baumschulen ins Boot geholt wurden. Ebenfalls   brachte sie ihre Freude über die positive Resonanz zum Ausdruck. 

Damit sprach sie zugleich Umweltminister Wolfram Günther aus dem Herzen, der sich in seiner Rede kurz fasste. Er sei überaus dankbar, dass die finanziellen Mittel in den sächsischen Haushalt eingestellt wurden und man dürfe nicht aus den Augen verlieren, dass es mit dem Pflanzen allein nicht getan ist. Eine permanente Pflege sei  wichtig. Aus diesem Grunde konnten sich für alle Standorte Baumpaten melden, die sich um die nötigen Arbeiten kümmern. In Arzberg  wurde nach Angabe von Holger Reinboth Gemeinderätin Tanja Grabein ausgewählt. Die Kita-Kinder helfen ebenfalls beim Wässern. 

Wählen konnten die sächsischen Einrichtungen, ob sie niederstämmige, halbstämmige oder hochstämmige Bäume wünschen. In der Kita „Kastanienkids“ entschied man sich für Hochstamm der Sorte Goldparmäne. Wurzel-, Stammschutz und Befestigungsmaterial wurden mitgeliefert. Die Initiative läuft  im Rahmen einer Kooperation zwischen Deutschem Verband für Landschaftspflege (DVL) Landesverband Sachsen und dem Bund Deutscher Baumschulen (BdB)  Landesverband Sachsen. 

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