Sonntag, 27. November 2022
Mittwoch, 6. April 2022

Vier möchten gerne auf den Bürgermeisterstuhl 

Die vier Bewerber für das Bürgermeisteramt in Dommitzsch. Foto: Repro TZ

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. Am Donnerstagabend, dem 7. April, endet die Frist: Bernd Schlobach, Felix Jüngling, Frank Hartleb und Steffen Hache hoffen darauf, als Kandidaten zugelassen zu werden. 

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Die Bürgermeisterwahl in Dommitzsch verspricht sehr spannend zu werden. Nach jetzigem Stand haben vier Personen Interesse bekundet, am 12. Juni auf Stimmenfang zu gehen. Amtsinhaberin Heike Karau ist nicht darunter. Sie hat schon zu Jahresbeginn ihren Abschied verkündet. Noch sind einige Stunden Zeit. Erst am heutigen Donnerstag, dem 7. April, 18 Uhr, endet die Frist für die Einreichung der Wahlvorschläge.

Mit Prüfung aller Voraussetzungen steht fest, wer dann tatsächlich als Kandidat um die Gunst der Wähler buhlen darf. Einzelkandidaten benötigen 40 Unterstützungsunterschriften. Alle übrigen Bewerber können sich über eine zugelassene Partei aufstellen lassen. Vier Namen sind derzeit im Gespräch. TZ stellt ihnen die Personen kurz vor, die ihre Ambitionen offiziell bestätigt haben: 

Bernd Schlobach 

Der 59-Jährige wurde von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE nominiert und wird von der CDU unterstützt. Der Dommitzscher bestreitet bereits seine zweite Amtsperiode im Stadtrat und ist 1. Stellvertreter für Bürgermeisterin Heike Karau. Bernd Schlobach arbeitet hauptberuflich als Brandschutzbeauftragter beim Landkreis Nordsachsen und ist auch ehrenamtlich als Stadtwehrleiter von Dommitzsch seit vielen Jahren in der freiwilligen Feuerwehr sehr engagiert. Er war 2015 schon mal als Bürgermeisterkandidat angetreten und hofft nun, das Vertrauen der rund 2100 Bewohner in Dommitzsch, Mahlitzsch, Greudnitz, Proschwitz und Wörblitz erringen zu können. 

Felix Jüngling 

Der Dommitzscher sammelt derzeit fleißig Unterschriften, um als Einzelkandidat ins Rennen gehen zu können. Das sorgte ein bisschen für Verwunderung, da er seit 2019 für die AfD im Stadtrat sitzt. „Ich möchte mich nicht von einer Partei abhängig machen“, erklärte der 31-Jährige auf TZ-Nachfrage den Hintergrund. Schon seit zwei Jahren habe er den Gedanken, als Bürgermeister in Dommitzsch antreten zu wollen. Die endgültige Entscheidung sei dann zu Jahresbeginn gefallen. Felix Jüngling ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag und arbeitet für René Bochmann, AfD-Bundestagsabgeordneter, als Wahlkreisverantwortlicher in Nordsachsen – ist also in der Region tätig. 

Frank Hartleb 

Der 52-Jährige hat – wie er sagt – auch schon länger überlegt, es in Dommitzsch bei der Bürgermeisterwahl zu versuchen. Derzeit sammelt er Unterschriften. Oder besser gesagt, er will Einwohner mobilisieren, ins Einwohnermeldeamt der Stadt zu gehen, um dort für ihn zu stimmen. Denn selber mit einer Liste loszuziehen, sei nicht gestattet –was Frank Hartleb als Hindernis sieht. Seine Familie wohnt seit Generationen in Dommitzsch und sein Herz hängt sowohl an der Stadt als auch an den Vereinen. Er war noch nie in einer Partei, hat auch noch nicht im Stadtrat gesessen. „Ich möchte komplett unabhängig sein“, begründet er seine Einzelkandidatur. Offene Stadtratssitzungen habe er aber oft als Zuschauer verfolgt und dort auch kritische Äußerungen getätigt. Hartleb ist als Elektroinstallateur/Steuerungstechnik selbstständig und Vorsitzender des                    1. Sportbootvereins Dommitzsch/Elbe. 

Steffen Hache 

Der Name Hache ist in der Gänsebrunnenstadt sehr bekannt.  Vater Horst (†) war vor der Wende insgesamt 20 Jahre Bürgermeister in Dommitzsch. Sohn Steffen will als Einzelkandidat für diese Wahl antreten und hofft dabei auf die ausreichenden Unterstützungsunterschriften. „Die Leute sollen mich als Person wählen, ich möchte mich an niemanden binden“, erklärte der 52-Jährige die Entscheidung. Steffen Hache ist ehrenamtlich auf Vereinsebene stark engagiert, wirkt als Vorstandsmitglied des Dommitzscher SV sowie  als aktives Mitglied  im Kita- und Schulförderverein „Groß stärkt klein“. Er ist seit 15 Jahren selbstständig als Einzelhandelskaufmann und Techniker der Firma „Kopier Torgau“ und vertreibt bzw. repariert  Druck-, Kopier- und Scan-Technik. 

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