Montag, 27. Juni 2022
Dienstag, 12. April 2022

Überragender Zuspruch nach langer Corona-Zwangspause

Landrat Kai Emanuel, Matthias Schneider von der Firma Elbweiderind und Bürgermeister Holger Reinboth an der Markthalle, Landgut Neue Elbe in Pülswerda. (Foto: Gitta Martini)

von Nico Wendt

So ganz sicher waren sich die Organisatoren nicht, wie der erste Bauernmarkt nach langer Abstinenz von der Bevölkerung angenommen wird. Was die Händler zum neuen Konzept sagen, was besonders gefiel.

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Pülswerda Die Vorfreude war allen anzusehen. Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause sollte am Sonntag endlich mal wieder ein Bauernmarkt im ostelbischen Pülswerda über die Bühne gehen. Man spürte kurz vor Beginn die Aufregung bei den Mitgliedern des Org-Teams. Wie würde die Veranstaltung nach so langer Abstinenz von den Besuchern angenommen werden? Kurz vor 10 Uhr hatten die Händler ihre Stände fertig aufgebaut. Bürgermeister Holger Reinboth schaute noch etwas skeptisch gen Himmel. Denn die dunklen Wolken und der frische Wind passten nicht ganz so zu den ansonsten optimalen Bedingungen. "Damit muss man im April eben immer rechnen", zuckte das Oberhaupt mit den Schultern.

Lange Autoschlange

Aber schon eine halbe Stunde später waren alle Wetter-Sorgen vergessen, denn eine lange Autoschlange bahnte sich ihren Weg bis Pülswerda. Auf so viel Zuspruch hatten Händler und Organisatoren zwar inständig gehofft. Dass der erste Ostelbische Bauernmarkt im Jahr 2022 aber derart einschlägt, davon durfte man nicht automatisch ausgehen. Die 15 Anbieter und die zahlreichen Helfer wirkten glücklich, manche Waren gingen sofort weg wie warme Semmeln. Hannelore und Volker Umbreit aus Neusornzig - mit ihren Wildfruchtspezialitäten zum ersten Mal vor Ort- zeigten sich begeistert.

"Wir sind außerordentlich zufrieden, nicht nur was die geschäftliche Seite betrifft, sondern auch auf die gesamte Organisation bezogen. Das wurde sehr vernünftig durchdacht und umgesetzt." Man habe in Pülswerda nicht 30 Händler zusammen gepfercht, von denen vielleicht vier das gleiche anbieten und die sich in ihrem Konkurrenz-Verhalten selber die Kunden wegnehmen. Sondern es gab eine breite und ausgewogene Palette - von Spezialitäten über den Bäcker bis hin zu Produkten, die man in der ländlichen Gegend braucht. Zum Beispiel bot auch ein Korbmacher seine Waren an.

Nicht unter freiem Himmel

"Für uns war zudem außerordentlich passend, dass wir unsere Verkostung nicht unter freiem Himmel durchführen mussten. Die Räume im Neuen Landgut Elbe sind noch dazu stimmungsvoll dekoriert ", schwärmte Hannelore Umbreit. Die Besucher hetzten nicht von Stand zu Stand, sondern nahmen sich viel Zeit und zeigten sich wirklich interessiert.

"Wir sind nicht nur mit einheimischen Kunden ins Gespräch gekommen, sondern haben auch Besucher aus der Leipziger Region gesehen, die wir von früheren Veranstaltungen kennen. Der Bürgermeister und auch Herr Schneider von der Firma Elbweiderind kamen mehrfach und fragten, ob alles in Ordnung sei. Diese Zuwendung tat gut", schätzte die Neusornzigerin ein. Seit acht Jahren bewirtschaftet sie mit ihrem Mann eine Wildgehölzsammlung bei Mügeln. Die ergiebigen Ernten werden verarbeitet. So bot man am Sonntag 25 Sorten Fruchtaufstriche und auch Liköre und Brände an.

Ähnlich wie bei den anderen Händlern war schon gegen 14 Uhr vieles weggekauft. "Auch bei unseren Nachbarn, den Landfrauen und dem Bäcker, herrschte riesiger Andrang. Wir sind auf jeden Fall am 15. Mai wieder da", sagte Hannelore Umbreit. Auch Bürgermeister Holger Reinboth zog ein beeindruckendes Fazit. Über 1000 Besucher hatten den ersten Bauernmarkt 2022 besucht.

Das neue Konzept, einen Versorgungsteil am Standort Landgut Neue Elbe bei Matthias Schneider, Firma Elbweiderind, aufzubauen und bei der Gärtnerei Orlowski Stände der Direktvermarktung zu platzieren, ging auf. Hier konnten sich die Besucher bei einigen Regenschauern unterstellen. Parkplätze für über 50 Pkw standen auf dem Schlosshof zur Verfügung und entspannten die Parkplatzsituation. Übrigens war auch die Stadt Torgau mit einem LAGA-Stand mit beteiligt.

103. Auflage

Holger Reinboth, Vorsitzender des Ostelbien-Vereins: "Mit unseren Partnern haben wir viel in Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung investiert; wir sind deshalb sehr froh, dass der Markt auf große Resonanz stieß. Besucher kamen aus Ostelbien, dem Umland, aber auch aus Elbe-Elster, Wittenberg, Leipzig und sogar aus Stollberg." Sogar Nordsachsen- Landrat Kai Emanuel besuchte für zwei Stunden den Markt - und war begeistert von der 103. Auflage. Den nächsten Ostelbischen Bauernmarkt in Pülswerda gibt es am 15. Mai.

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