Montag, 25. April 2022

Spielkurs startet in Torgau neu durch

Beim Spielkurs kann man das Spiel der Drehleier erlernen. Gemeinsam macht das Lernen und Musizieren, auch wenn man erst anfängt, doppelt Spaß. (Fotos: Verein Spielkurs)

von Bärbel Schumann

Das Festival "Spielkurs" startet nach 25 Jahren in Torgau neu durch. Fünf Tage lang kann man dabei das Instrumentenspiel auf traditionellen Instrumenten nach Gehör erlernen.

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Torgau Dem Dudelsackspiel zu lauschen ist faszinierend. Aber noch viel interessanter ist, wie Finger und das Mundspiel harmonieren müssen, um Melodien zu erzeugen, die zum Tanzen oder zum spontanen Mitklatschen animieren. Dann kann man sich schon mal die Frage stellen: Wo und wie kann ich das erlernen? In Torgau bietet die Volkshochschule Nordsachsen Dudelsackkurse bei der Musikdozentin Andrea Hotzko an. Eine andere Möglichkeit: Die Teilnahme am Festival von "Spielkurs". Das erlebt am Wochenende vom 28. April bis zum 2. Mai in Torgau seine Premiere, obwohl es bereits 1998 aus der Taufe gehoben wurde.

Die interessante Veranstaltung aus einem Mix von Kursen, gemeinsamen Spielen und Tanzen, öffentlichen Veranstaltungen mit Kostproben der traditionellen Musik, die man eigentlich als Volksmusik bezeichnen muss, gibt es bereits seit 1998. Damals begann Angela Hotzko gemeinsam mit dem Dahlenberger Dudelsackbauer Bodo Schulz den ersten Spielkurs für Dudelsack und Drehleier auf Gut Dahlenberg in der Dübener Heide zu organisieren. Unterstützung erhielten sie von einer Reihe von Referenten.

Bereits der erste Spielkurs hatte eine so große Resonanz, die die Organisatoren ermutigte, weitere Kurse zu veranstalten. Schon im April 1999 fand der nächste Spielkurs statt. Um die Angebotspalette zu erweitern und auch andere Instrumente, die in der traditionellen Musik häufiger anzutreffen sind, zu berücksichtigen, wurden schon beim zweiten Spielkurs neue spezielle Kurse ins Programm aufgenommen. Dazu zählen beispielsweise Maultrommel, Mandola oder Harfe. Seitdem fanden die "Spielkurse" regelmäßig im Mai statt. Diese sind nicht nur für Musiker, sondern besonders für Laien gedacht, die praktisch nach Gehör das Spiel erlernen und bereits nach kurzer Zeit mit anderen gemeinsam musizieren können.

2003 zog man ins Nachbardorf Trossin um, wo bis 2014 das Festival, wie die Veranstaltung inzwischen anerkennend bezeichnet wird, stattfand. Bis 2020 wurde dann im KulturGut Radis gelernt, musiziert und getanzt. Im vergangenen Jahr musste durch Corona pausiert werden, nun geht es in Torgau weiter. "Ich denke, Spielkurs passt hervorragend zum geschichtsträchtigen Torgau. In der Stadt spielte Musik schon immer eine Rolle", meint Andrea Hotzko. Gut kann sie sich vorstellen, dass die mehrtägige Veranstaltung sich in der Stadt etablieren. Gut wäre das für Torgau, denn die teilnehmenden Musiker, Laien und Dozenten laden zu öffentlichen Veranstaltungen ein. Die kann man am Wochenende zum Beispiel im Kulturhaus erleben.

Das inzwischen auch international anerkannte "Festival" nach Torgau zu bringen ist nicht zufällig. Hotzko lebt inzwischen in Berlin und in Torgau, hat sich in die Stadt verliebt. Klassisch erhielt sie eine musikalische Ausbildung an der Klarinette. Sie spielt ebenso viele andere Instrumente, wie Dudelsack. Ihr Wissen und Können gibt sie in Kursen und Unterrichtsstunden besonders am Dudelsack weiter.

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