Freitag, 29. April 2022

Wahlkampf bis jetzt auf Sparflamme

von Nico Wendt

Am 12. Juni wird in Dommitzsch ein neuer Bürgermeister gewählt. Vier Kandidaten stehen bereit. Doch aktuell ist von Wahlkampf kaum etwas zu merken. Selbst Plakate hängen nicht. TZ sprach mit der Stadt und mit den Bewerbern über Hintergründe.

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Dommitzsch Nur noch sechs Wochen, dann wählen die Dommitzscher einen neuen Bürgermeister. Am 12. Juni werden die Stimmzettel gefaltet. Aber von heißem Wahlkampf ist momentan noch nichts zu spüren in der Gänsebrunnenstadt. Es herrscht Ruhe. Ruhe vor dem Sturm? TZ forschte nach.

"Wahlplakate dürfen nur in der Zeit vom 1. Mai bis 10. Juli aufgehängt werden. Zugelassen sind zehn Stück je Kandidat - und zwar jeweils zwei in der Torgauer Straße, Pretzscher Straße und Leipziger Straße in Dommitzsch sowie jeweils eines in Proschwitz und Greudnitz sowie zwei in Wörblitz", ging Anja Kasner, Mitarbeiterin der Stadt, auf diesen Punkt ein. Nach jüngster Absprache sei auch je ein Plakat in Commende und in Mahlitzsch zulässig, wenn dafür die Zahl in Dommitzsch reduziert wird. Der Juli-Termin berücksichtigt einen möglichen zweiten Wahlgang. Die Plakate dürfen nur maximal eine Größe von 59 mal 84 Zentimeter aufweisen, was A1 entspricht. Wahlbenachrichtigungen will die Stadt im Mai an alle rund 2100 Personen verschicken. ?Bei der Auflistung der Kandidaten sei generell der über die Parteien nominierte Bewerber an erster Stelle zu setzen. Alle übrigen Anwärter folgen in alphabetischer Reihe. Doch wie sehen die Aktivitäten der Bürgermeister-Bewerber im Einzelnen aus?

Bernd Schlobach (wurde von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE nominiert, wird von der CDU unterstützt) hat seit letzte Woche eine Internetseite freigeschaltet (www.bernd-schlobach.de). Hier stellt er sich und seine Ziele für Dommitzsch vor. "Ich habe 2000 Flyer drucken lassen, die an alle Haushalte gehen", sagt Schlobach. Natürlich werde er auch Wahlplakate aufhängen. "Schon allein durch den Brandschutz habe ich einen engen Kontakt zu Firmen und Einrichtungen in der Stadt. Zudem bin ich Ur-Dommitzscher und muss mich nicht extra durch Info-Veranstaltungen vorstellen. "Wichtig war mir, dass die Parteien hinter meiner Bewerbung stehen", so der 59-Jährige, der beim Landkreis als Brandschutzbeauftragter angestellt ist und als Wehrleiter und Vize-Bürgermeister agiert.

Steffen Hache (Einzelkandidat) steckt, wie er sagt, gerade in den Vorbereitungen. "Ich bin dabei, einen Flyer erstellen zu lassen, wo meine umfangreichen Gedanken und Visionen einfließen. Außerdem habe ich einen Fototermin unter anderem für die Wahlplakate", so der 52-Jährige, der Vorstandsmitglied des Dommitzscher SV sowie Mitglied des Schulfördervereins ist. Auf eine Internet-Präsenz verzichtet er. Derzeit überlegt Hache noch, der mit seiner Firma "Kopier Torgau" selbständig ist, ob er eine separate Infoveranstaltung in Dommitzsch organisiert, um mit interessierten Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Frank Hartleb (Einzelkandidat) hat für sich entschieden, keine Wahlplakate aufzuhängen, weil er wenig Sinn darin sieht. Durch seine Firma für Elektroinstallation und Steuerungstechnik und durch den Sportbootverein kenne man ihn in der Region. Stattdessen konzentriert er sich auf seinen Internetauftritt (www.hartleb-dommitzsch.de) und auf das Verteilen von 2000 Flyern an alle Haushalte. "Mein wichtigstes und oberstes Ziel ist es, wieder eine Mittelschule in Dommitzsch zu etablieren", betont der 52-Jährige. Das könne über das Kultusministerium oder über einen freien Träger funktionieren. Ansonsten könne man ihn auch jederzeit auf der Straße ansprechen, wenn es Fragen gibt.

Felix Jüngling (Einzelkandidat) lehnt es ab, erst sechs Wochen vorher mit einem Wahlkampf zu beginnen. Seit 2019 sei er Mitglied im Kreistag und im Stadtrat Dommitzsch und somit nah dran an kommunalen Themen. Er wolle ganzjährig Bürger-Präsenz zeigen. Darüber hinaus habe er trotzdem Flugblätter verteilt und auch im Internet (Felix-Juengling.de) sind seine geplanten Vorhaben und deren Umsetzung einzusehen. "Ich habe eine Bürgermeisterschulung in Bischofswerda und vielerlei andere kommunalpolitische Schulungen besucht, um mich auf das Amt des Bürgermeisters vorzubereiten", so der 32-Jährige. Damit könne er sich von den anderen Bewerbern absetzen. Natürlich werde er auch Wahlplakate anbringen und er plane noch weitere Aktivitäten, die Jüngling aus taktischen Gründen jetzt noch nicht preisgeben will.

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