Mittwoch, 25. Mai 2022
Mittwoch, 4. Mai 2022

Torgaus Beleghebammen und ihre Arbeit am Krankenhaus

Das Team der Beleghebammen mit Eva-Maria Seider, Gabi Feiste, Evelyn Sonntag, Elke Wehe, Petra Ziegler und Katrin Koch (v.l.n.r.) am Torgauer Krankenhaus hat im vergangenen Jahr rund 400 Mal dazu beigetragen, damit ein neuer Erdenbürger das Licht der Welt erblicken kionnte. (Foto: ) (privat)

von Bärbel Schumann

Der Internationale Tag der Hebammen wird am 5. Mai begangen. Sieben Beleghebammen helfen am Torgauer Kentmann-Krankenhaus, damit Babys gesund auf die Welt kommen können, sie und Mütter gut betreut werden.

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Torgau Heute ist der Welttag der Hebammen. Seit 1991 wird er am 5. Mai begangen. Jährlich kommen in Deutschland rund 780 000 Kinder zur Welt. Rund 98 Prozent im Kreißsaal einer Klinik. Dass Hebammen hier deshalb eine zentrale Rolle zukommt, liegt auf der Hand. Sie übernehmen einen wichtigen Part, wenn es darum geht, die Versorgung vor, während und nach der Geburt sicherzustellen.

Ein Traumberuf? "Ja, es ist mein Traumberuf. Deshalb mache ich das schon seit 1979, als ich mit der Ausbildung begann", sagt Evelyn Sonntag, eine der dienstältesten Hebammen in Torgau und der Region. Etwas anderes zu tun könne sie sich nicht vorstellen. Für diesen Beruf benötigt man die unterschiedlichsten Dinge: Medizinisches Fachwissen, Erfahrung, Fürsorge, Einsatzbereitschaft und Liebe zum Beruf. All dieses zusammen - das macht das Besondere daran aus.

Der Beruf habe sich aber in den Jahren gewandelt. Kaum noch seien Hebammen an einer Klinik angestellt, fast überall, wie in Torgau, arbeiten Hebammen als Beleghebammen an einem Krankenhaus. Dann sind sie zwölf oder 24 Stunden im Dienst, helfen den künftigen Erdenbürgern gemeinsam mit Ärzten und Schwestern ans Licht der Welt. Hebammen sind somit selbstständig, arbeiten ansonsten frei in Praxen. Ihr Einzugsgebiet umfasst einen Umkreis von 25 Kilometern. Aber meist, so erzählen die Fachfrauen, gehen die Fahrten zur Betreuung der Mütter, nachdem sie wieder zu Hause sind, noch weiter. Denn die Arbeit im Krankenhaus ist nur ein Teil der Aufgaben und ihrer Angebote rund um die Betreuung von Schwangeren vor, während und nach der Geburt.

"Am Torgauer Kreiskrankenhaus sind wir derzeit sieben Hebammen, die als Beleghebammen tätig sind. Wir begreifen die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett als einen natürlichen Prozess, den wir kompetent begleiten - gemeinsam mit den Ärzten und dem anderen medizinischen Personal", erklärt Eva-Maria Seider, die seit 2017 hier arbeitet. Dazu gehöre auch, dass ein Kinderarzt in Torgau stets verfügbar sei.

In Torgau stehen zur Betreuung der Schwangeren zwei freundliche und technisch modern ausgestattete Kreißsäle, ein Wehenzimmer sowie eine moderne Wanne für Entspannungsbäder und Wassergeburten zur Verfügung. Sie schaffen die räumlichen Voraussetzungen für eine Betreuung nach den Wünschen der Frauen und ihrer Familien. Auch Kurse oder ein Kennenlernen des Kreißsaales werden angeboten. "In Torgau bietet unser Krankenhaus jeden 3. Mittwoch im Monat ab 18 Uhr die Möglichkeit, sich im Kreißsaal und den anderen Räumen umzuschauen", erklärt Eva-Maria Seider. Auch sie kann sich keinen schöneren Beruf vorstellen. Immerhin gehört er zu den ältesten Berufen. Schon im Alten Testament fand er Anerkennung.

Es sei nicht leicht, als Hebamme den Beruf so auszuüben, wie man es mit Herzblut, Verantwortung für Mutter und Kind übernehmend, immer wieder tut. Deshalb werde der Welttag der Hebammen genutzt, um auf Versorgungsdefizite, auf hohe Haftpflichtversicherungskosten, schließende Kreißsäle, steigende Bürokratie oder den wachsenden Hebammenmangel aufmerksam zu machen, so Seider. Für sie auch ein Grund, sich im Sächsischen Hebammenverband - sie ist Vorsitzende des Kreisverbandes Torgau-Eilenburg - zu engagieren.

Das Einzugsgebiet für Gebärende des Torgauer Krankenhauses umfasst das Gebiet Torgau, Oschatz, Eilenburg, Prettin und Kemberg. "Wir schätzen uns glücklich, dass wir noch einen solchen Bereich haben", sagt Oberärztin Daniela Jarvers. Das sei nicht überall so. Eine Reihe von geburtshilflichen Abteilungen an Klinikien wie in Oschatz oder Leisnig wurden in den letzten Jahren geschlossen.

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