Mittwoch, 25. Mai 2022
Donnerstag, 5. Mai 2022

Skater protestieren vor Gelände und kritisieren Preispolitik der Gartenschau

Die kleine Gruppe Skater um den Grossenhainer Torsten Zieger demonstrierte am Mittwochabend gegen die Preispolitik der Landesgartenschau Torgau (Nico Wendt)

von Laura Krugenberg

Eine Gruppe von jungen Sportlern aus ganz Sachen protestierte am Mittwochabend vor dem Skatepark und startete den Dialog mit Geschäftsführerin Bettina Klein und dem Torgauer Jugendteam.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

Torgau 18 Euro für eine Skateanlage zahlen? - Das ist dem Großenhainer Torsten Zieger zu viel: "Das zahlt man nirgendwo anders, um einen Skatepark oder -Halle benutzen zu können." Der 50-Jährige Unternehmer mit einer eigenen Skateboardfirma hatte über die sozialen Medien zu einem Flashmob am Mittwochabend, also einer spontanen Versammlung, vor dem Landesgartenschaugelände auf der Höhe des Torgauer Skateparks aufgerufen. Der Anlass: Er und sein junges Team aus Skatern sind mit der "unüberlegten Preispolitik" der Gartenschau ziemlich unzufrieden, sprechen sogar von Wucher. "18 oder 14 Euro kann sich keiner der jungen Menschen leisten, um hier den Skatepark zu nutzen. Die kommen teilweise von weit her, nicht um sich Blümchen anzugucken, sondern um auf dem echt tollen neuen Park zu fahren und dafür sind die Preise echt zu hoch", begründet Zieger die Protestaktion.

Mit zehn Skatern aus seinem Team reiste der Gründer von Skateback an, um friedlich vor dem LAGA-Gelände auf die Anliegen der Szene aufmerksam zu machen. Bereits zum Eröffnungswochenende kamen die jungen Fahrer aus Dresden, Meißen und Riesa in die Elbstadt. "Meine Jungs waren sehr begeistert von der Anlage und den Angeboten. Als sie aber eine Woche später wieder anreisten, waren alle sauer, dass auf einmal Eintrittspreise verlangt wurden. " Für Außenstehende seien die Kosten nicht ersichtlich und zudem zu hoch, wenn man nur den Park, nicht die restlichen Attraktionen nutzen möchte, so die Argumentation der Gruppe weiter.

Empfangen wurden sie am Mittwoch unter anderem von Christina Gaudlitz vom Jugendteam und Bettina Klein, Geschäftsführerin der LAGA. "Wir sind dankbar, dass solch ein Zukunftsprojekt hier in der Region geschaffen wurde. Viele Jahre profitieren Kinder, Jugendliche und Junggebliebene davon. Dies wäre ohne Förderung nie möglich gewesen. Solch ein großes Event kostet unheimlich viel Geld, denn davon muss Security, Shuttle, Gagen und so weiter bestritten werden", erklärt Gaudlitz und zeigt damit Verständnis für die Preise. Durch den Zaun, der die kleine Protest-Gruppe von ihren Gesprächspartnern trennte, erklärte Bettina Klein, dass es Aufgabe der LAGA gGmbH und der Stadt sei, die Gartenschau zu refinanzieren. Dabei könne man nicht auf jede Gruppe und jedes Anliegen Rücksicht nehmen. Zudem sei der Skatepark nach dem Ende der Gartenschau ab Oktober für jeden unentgeltlich nutzbar. Dem pflichtete auch das Jugendteam bei, welches nicht nur verschiedene Veranstaltungen wie das Pipefest am 6. August auf der Anlage organisiert und betreut, sondern bereits für das kommende Jahr plant. Mit dieser Erklärung gaben sich die Skater aber nicht zufrieden. Laut Zieger wollen die Skater nun ein weiteres Schreiben an die Stadt aufsetzen, welches weitere Dialoge anregen soll.

Am Ende gab es jedoch eine Annährung beider Parteien. Das Jugendteam hat die Gruppe eingeladen, kostenfrei am Pipefest und dem Contest teilzunehmen.

Sie interessieren sich für das Neueste aus Torgau und der Region? Dann bestellen Sie den Newsletter "Darüber wird morgen gesprochen"! Der kommt jeden Abend per E-Mail und bringt die wichtigsten Themen des nächsten Tages mit. >> Hier können Sie ihn bestellen.


Jetzt kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
 

Aktuelle Bildergalerien

Wirtschaftsmagazin

Probeabo

Abenteuer Tiefschnee

Torgau Druck

AKTIONEN

Newsletter

Festtagsmagazins

Torgau-Plus

Riesenmagazin

Oschatz-Magazin

Azubi-Expo-Digital

INFOS & EMPFEHLUNGEN

laga