Mittwoch, 25. Mai 2022
Montag, 9. Mai 2022

Kaputte Umgehungsstraße: Kommt jetzt die Reparatur?

Auch dieser Durchlass musste während der inoffiziellen Umleitung Federn lassen. (Christian Wendt)

von Christian Wendt

Staritz. Die inoffizielle Umleitungsstrecke während der Brückenarbeiten auf der B 182 in Staritz gilt als Totalsanierungsfall. Nun präsentierte Bürgermeister Ingolf Gläser eine recht erfreuliche Meldung.

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Staritz/Seydewitz Der Verkehr über die neue Brücke auf der Bundesstraße 182 in Staritz rollt längst wieder in gewohnten Bahnen. Der Ärger über den Zustand der ehemals inoffiziellen Umleitungsstrecke zwischen Staritz und Burkhardshof ist indes noch längst nicht verklungen.

Allerdings haben sich die Wogen nach einem neuerlichen Gesprächstermin im Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) deutlich geglättet. Zu diesem Fazit kommt Belgern-Schildaus Bürgermeister Ingolf Gläser (CDU), dem für seine Stellungnahme in den vergangenen Wochen ein kleiner elektronischer Helfer beiseite stand.

Vom 21. März bis zum 31. April hatte die Stadtverwaltung unter Mithilfe des Unternehmens enviaM an der Strecke eine Geschwindigkeitstafel errichtet, die ganz nebenbei auch die Verkehrsdichte auf der kommunalen Straße messen konnte. Und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, zumindest für eine solch ansonsten kaum befahrenen Ortsverbindung.

Demnach rauschten im Untersuchungszeitraum 6619 Fahrzeuge auf dem nur wenige Meter breiten Straßenabschnitt entlang. Das entspricht einer Anzahl von 322 pro Tag. Spitzenreiter war ein Kraftfahrer, der mit 90 km/h in die Ortschaft raste. Ein Viertel aller Verkehrsteilnehmer fuhr mit mehr als 50 km/h an der Messstelle vorbei.

Vor allem der Begegnungsverkehr zwischen Staritz und der Siedlung Burkhardshof sorgte dafür, dass die für eine solche Belastung nicht ausgelegte Verbindung seitlich regelrecht heruntergefahren worden ist. Schon mehrfach war im Stadtrat die Problematik angesprochen worden .

Lange Zeit hatte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr eine Mitschuld an dem ramponierten Straßenkörper mit der Begründung von sich gewiesen, dass ja eine korrekte Umleitung ausgeschildert sei. Jedoch hielten sich viele Verkehrsteilnehmer nicht daran und kürzten munter ab.

Dabei versuchten ortskundige Kraftfahrer sogar über Radwege wie den internationalen Elberadweg noch weiter abzukürzen. Problem der Stadtverwaltung ist, dass deren Mitarbeiter nicht in den fließenden Verkehr eingreifen können, um Fehlverhalten von Kraftfahrern zu ahnden. Polizeikontrollen hatte es gegeben.

Doch mittlerweile bewege sich das Landesamt auf die Stadt zu. "Wir werden hier eine Lösung finden", sagte Bürgermeister Gläser. Immerhin gilt die Straße längst als Totalsanierungsfall. Für den kommunalen Haushalt wäre ein Reparatur ohne finanzielle Beteiligung des Freistaats unter den derzeitigen Voraussetzung wohl nicht darstellbar.

Der für die CDU im Stadtrat sitzende Peter Stracke hatte im gleichen Atemzug eine verstärkte illegale Nutzung der Radwege durch Autofahrer kritisiert. "Das ist kein Kavaliersdelikt. Wir als Stadt müssen hier aufpassen!", mahnte der Belgeraner. Der ehemals für Liebersee und drei weitere Ortsteile zuständige Ortsteilbeauftragte Uwe Lindner konnte indes kein verstärktes Autoaufkommen auf den Radwegen feststellen.

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