Dienstag, 24. Mai 2022
Mittwoch, 11. Mai 2022

Debatte um Torgauer Skatepark geht in die zweite Runde

Torgauer Skater Florian Rößler freut sich über die neue Anlage auf dem Gartenschau-Gelände. Er hätte sich im Vorfeld des Protestes mehr Dialogbereitschaft gewünscht. (Foto: ) (Black Label Pictures)

von Laura Krugenberg

Großenhainer Skater protestieren gegen die Preispolitik der Gartenschau und wollen sich Unterstützung aus dem Bundestag holen. Das kritisiert die örtliche Skater-Szene scharf.

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Torgau Die Debatte um den Skatepark Torgau nimmt kein Ende. Ganz im Gegenteil - Die Fronten scheinen sich zu verhärten und die Diskussion, um die Preispolitik der Landesgartenschau, noch einmal Fahrt aufzunehmen. In einem Schreiben hat sich der Großenhainer Torsten Zieger nun an Torgaus Oberbürgermeisterin gewandt, um Vorschläge zu unterbreiten, wie man den Skatern von Außerhalb entgegenkommen könnte. Das verärgert jedoch die örtliche Szene, die hinter der Landesgartenschau und dem Skatepark stehen: "Es ist wie es ist und ich wünsche mir jetzt Ruhe damit. Ich freue mich einfach auf die Events. Da können alle kostenfrei rein, die zum Skatepark wollen", so Christina Gaudlitz vom Jugendteam Torgau.

Vergangene Woche sorgte eine kleine Gruppe von Skatern aus Riesa, Meißen und Großenhain für Aufsehen, weil sie vor dem Gelände der Landesgartenschau gegen die Eintrittspreise demonstrierten. Darunter auch der 50-Jähirge Zieger, der zuvor über die Sozialen Medien zum Protest aufgerufen hatte. Sein Vorwurf: Die Preispolitik der LAGA wäre nicht durchdacht und würde die Bedürfnisse der jungen Leute ausschließen, die für die Nutzung der Skateanlage vollen Eintritt zahlen müssen. Mehrere Stunden debattierte die Gruppe mit dem Jugendteam Torgau und Gartenschau-Geschäftsführerin Bettina Klein, bis man sich ohne Einigung wieder trennte.

Unzufrieden wendet sich Zieger nun direkt an Oberbürgermeisterin Romina Barth: "Wenn die Skater die Möglichkeit hätten, für einen fairen Eintritt den Park zu nutzen, wäre der Stadt glaube ich mehr geholfen. Die Rechnung mit der anteiligen Refinanzierung geht dann nicht mehr auf, wenn gar kein Skater kommt." Doch damit nicht genug. In einem Video kündigte er vor wenigen Tage an, sich mit dem sächsische FDP-Politiker Philipp Hartewig Unterstützung aus dem Bundestag zu holen. Inwieweit sich dieser aber in die Debatte einbringen wird, ist fraglich.

Die Torgauer Szene ist jedenfalls nicht sehr begeistert von den Aktionen von außen: "Einige Leute, denen dieses Projekt sehr am Herzen liegt, begannen mit der LAGA zu verhandeln. Nun ist es so weit, dass sich Leute von außerhalb einmischen, ohne jemals persönlich mit uns gesprochen zu haben. Diese Jungs kamen zu ihrer besagten Demo, erläuterten ihr Anliegen und mischten sich somit, leider zu unserem Nachteil, in das Geschehen ein", so BMX-Fahrer Maximilian Neumann. Das sieht auch der Torgauer Skater Florian Rößler so: "Wir hätten uns gemeinsam an einen Tisch setzen sollen, um die Probleme zu diskutieren. So hätte man sicherlich ein Kompromiss gefunden."

Doch eine Einigung scheint in die Ferne zu rücken, vor allem weil Zieger weiter Druck über die sozialen Medien macht. Auch die Antwort der Oberbürgermeisterin, die auf den den Mehrheitsbeschluss des Aufsichtsrates verweist und eine einfache und unkomplizierte Änderung der Preise nicht für möglich hält, verärgert Zieger weiter: "Das war für uns noch nicht das Ende."

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