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Am Freitag schaute das Team der Heimatzeitung mit zahlreichen Besuchern bei den Langenreichenbacher Schalmeien vorbei. Die Besucher konnten sich über ein umfangreiches musikalisches Angebot freuen. Unter anderem warteten die jüngsten Musiker mit einer Kazoo-Darbietung auf. (Christian Wendt)

von Christian Wendt

Langenreichenbach. In dieser Stippvisite der TZ-Frühlingstour bei den Langenreichenbacher Schalmeien steckte eine Menge Musik. Und das im doppelten Sinn.

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Langenreichenbach Vom eingeschossigen Leichtbau bis hin zum massiven Zweigeschosser - rund ums Vereinsdomizil der Langenreichenbacher Schalmeien hat sich über die Jahre hinweg mächtig was verändert. Nur zwei Dinge sind gleich geblieben: Die Liebe an der Musik und das starke Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Etwa 150 neugierige Besucher waren am Freitag nach Langenreichenbach gekommen, um einen Blick ins Vereinsleben der Musiker zu erhalten. Sogar aus Ostelbien lockte es die Besucher in das Dorf am Heidelbach, wo ein insgesamt quirliges Vereinsleben immer wieder Garant für gute Platzierungen beim Dorfwettbewerb ist. Ein Puzzlesteinchen dabei sind die Schalmeien unter Leitung von Sylvia Saalbach. Mit aktuell etwa 90 Mitgliedern sorgen sie nicht nur im Heimatort regelmäßig für gute Stimmung.

Anerkennende Blicke im Flur des Obergeschosses. Dort dokumentierten Fotos den enormen Wandlungsprozess des Vereinsheims. Mittendrin Sylvia Saalbach und Ortsvorsteher Detlef Bölke, die jeweils eine Besuchergruppe durchs Haus führten. Nach einer zuvor zweistündigen musikalischen Darbietung im neuen grünen Orchestersaal kam dieses sich die Beine vertreten gerade recht. Auch für Andreas Quednau, dessen Erinnerung sofort ins Jahr 1997 katapultiert wurde - jenem Jahr, als die Schalmeien auf der Fifth Avenue in New York City in der Steuben-Parade mitliefen.

Quednau war zu jener Zeit Großer König der Torgauer Geharnischten, die es parallel dazu nach Big Apple gezogen hatte. Erinnerungen über die Begegnung beider deutscher Vereine in Großstadtdschungel von New York klangen wie das nachbarschaftliche Aufeinandertreffen bei irgendeinem Schützenfest. Andreas Quednau nutzte die TZ-Frühlingstour gemeinsam mit Partnerin Ramona Einert, um das zu erkunden, was beide immer wieder gerne hören: das Ertönen der Schalmeien; zuletzt auch schon beim Spielleutetreffen im Torgauer PEP.

Wiedersehensfreude mit der ehemaligen Klassenleiterin: Die Musiker Jeremy und Leni freuen sich nach drei Jahren, Andrea Herre wiederzusehen. (Christian Wendt)

Den Schalmeien passte die TZ-Frühlingstour perfekt in den Stundenplan: Ohnehin immer freitags ab 18 Uhr zur Probe anwesend, warteten sie im Nachgang auch noch mit einem öffentlichen Tanz in den Mai auf. Schwerstarbeit unter anderem für Ellen Saalbach am Grill. Körperlich zur Sache ging es aber auch für Schwägerin Martina Saalbach, einer der Übungsleiterinnen der Schalmeien. Mit ganzem Körpereinsatz huschte die 22-Jährige beim Auftritt von Rasselbande und jungen Bläsern über die Bühne, um jedem Kind beim genauen Einsatz beiseite zu stehen.

Martina steht dabei in Sachen Einsatz ihrer Mutter Sylvia in nichts nach. "Ich habe viel von ihr in die Wiege gelegt bekommen", rollten dann auch schon ein paar Tränchen, als Ortsvorsteher Bölke ein kleines Geheimnis lüftete. Denn für Martina geht es am 23. Juni nach Zwickau, wo sie für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem Erich-Glowatzky-Preis ausgezeichnet wird - einem Preis, der alljährlich an junge Sachsen bis 30 Jahre, die durch herausragende Leistungen im sozialen Engagement zu Vorbildern für junge Menschen geworden sind, verliehen wird.

Genau diese Begeisterung überträgt sich immer wieder auf die nachrückenden jungen Leute, die es auch dank der Ganztagsangebote am Schulzentrum Mockrehna sowie am Johann-Walter-Gymnasiums Torgau zu den Schalmeien zieht. Allerdings können so schon mal Instrumente schnell rar werden. Deswegen sind auch die Langenreichenbacher vielfach auf Spenden angewiesen, um den Musikern die Freude am Umgang mit den Schalmeien zu bewahren. Denn eines ist für Vereinschefin Sylvia Saalbach klar: Gemeinsames Musizieren mach nicht nur Spaß, sondern stärkt auch im sozialen Gruppengefüge des Selbstbewusstsein.

Gestärkt werden wird demnächst auch noch etwas ganz anderes - nämlich die Kondition: Am kommenden Freitag, 16 Uhr, beginnen die Langenreichenbacher auf dem Gelände mit dem Aufbau eines Trimm-Dich-Parcours. Am Sonntag (10 Uhr) und am Montag soll es damit weitergehen. Der Parcours schlägt mit etwa 25000 Euro zu Buche - viel Geld, für das die Langenreichenbacher dank Leader-Förderung nur 5000 Euro selbst aufbringen müssen.

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