Sonntag, 27. November 2022
Dienstag, 17. Mai 2022

Schulgemeinschaft Niederlausitz steuert auf Abitur-Angebot in Belgern zu

Die evangelische Schulgemeinschaft will künftig neben der Oberschule auch eine Grundschule und ein Gymnasium in Belgern etablieren. (Christian Wendt)

von Christian Wendt

Belgern. Die Oberschule ist in Belgern längst ein Renner. In diesem Jahr geht es mit der Grundschule los - die Schulgemeinschaft Niederlausitz hat nun sogar ein eigenes Gymnasium im Blick.

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Belgern Nach der Etablierung der Oberschule und den Aufbau eines Grundschulangebots hat die Evangelische Schulgemeinschaft Niederlausitz am Standort in Belgern nun auch den Bau eines eigenen Gymnasiums im Blick. Doch während Grundschüler bereits ab dem kommenden Schuljahr unterrichtet werden können, müssen künftige Gymnasiasten noch ein wenig ausharren. "Ich gehe davon aus, dass wir mit dem Bau erst 2025/26 in den Startlöchern sein werden, so dass im Schuljahr 27/28 der Unterricht anlaufen kann", betonte Stefan Branig, der Geschäftsführer der Schulgemeinschaft, in dieser Woche im Gespräch mit der Torgauer Zeitung.

Stefan Branig (Sebastian Stöber)

Nachdem das Vorhalten eines gymnasialen Angebots schon längst kein Geheimnis war, war es jedoch erst eine Bauvoranfrage im jüngsten Belgern-Schildauer Stadtrat, die diesem Vorhaben nun auch nach außen hin Kontur verlieh. Mit großer Mehrheit hatte sich der Stadtrat daraufhin für das Vorhaben ausgesprochen. Eine kurze Diskussion brannte nur dahingehend auf, als der Sitzenrodaer FWG-Vertreter Martin Schneider das für das geplante Gymnasium notwendige Areal mit der Suche nach einem Standort für ein Feuerwehrgerätehaus in Verbindung brachte.

Doch die zu geringe Größe und die leicht kurvige Lage direkt an der Bundesstraße B 182 ließen eine solche Diskussion auch aus Sicht von Stadtwehrleiter und "Freunde der Feuerwehr"-Stadtrat Jochen Werner erst gar nicht erst zu. Werner hatte kurz vor der Stadtratssitzung gemeinsam mit Belgerns Ortswehrleiter Maik Reitor zur Besichtigung des alten Gerätehauses geladen. Dabei wurde deutlich, dass eine Modernisierung des Hauses der Stadt am Ende teurer kommen würde, als auf einem noch zu findenden Grundstück neu zu bauen (die TZ berichtete).

Der Neubau des Gymnasiums soll in direkter Nachbarschaft der Evangelischen Oberschule Belgern-Schildau hochgezogen werden. Die Kaufverhandlungen für das Grundstück sind nach Angabe Stefan Branigs bereits weit fortgeschritten. Doch trotz des Großvorhabens lege die Schulgemeinschaft aktuell das Augenmerk erst einmal auf die Inbetriebnahme der oberen Etage in der Oberschule. Hier mussten mit Blick auf die im kommenden Schuljahr erneute Dreizügigkeit der fünften Klassenstufe sowie den vorübergehenden Einzug der ersten Grundschulklasse weitere Unterrichtsräume hergerichtet werden. Von außen erinnert daran lediglich eine im vergangenen Jahr angebaute stählerne Fluchttreppe.

Hinsichtlich der Leitung der im Aufbau befindliche Grundschule hatte es zuletzt einen Personalwechsel gegeben: Nachdem zunächst die an der örtlichen staatlichen Grundschule lehrende Uta Schneider für den Posten in Frage kommen sollte, ist nun Karoline Krusch dafür vorgesehen. "Mit Frau Krusch haben wir eine erfahrene Pädagogin, die bereits länger als zehn Jahre bei unserer Schulgemeinschaft angestellt ist", erläuterte Branig. Uta Schneider hatte einst gemeinsam mit Ex-Bürgermeisterin Eike Petzold in Belgern den Anstoß für die Etablierung der Evangelischen Oberschule gegeben. Für Schneiders großes Engagement bedankte sich Branig.

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