Dienstag, 31. Mai 2022

Der Wassersport wurde frühzeitig wichtiger Teil in seinem Leben

Frank Hartleb liebt den Bootssport und ist engagierter Rettungsschwimmer. Er gilt als Gründungsmitglied des 1. Sportbootvereins Dommitzsch Elbe und ist bis heute dessen Vorsitzender. (Nico Wendt)

von Nico Wendt

Frank Hartleb (parteilos) ist Rettungsschwimmer und Vereinschef in Dommitzsch und möchte gerne auch im Rathaus das Steuer in die Hand nehmen

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Dommitzsch Frank Hartleb kennt es von den Erzählungen seiner Eltern. Er war wohl kaum vier Jahre alt, als er im Hallenbecken schon emsig mit dem Tauchen begann und unter Wasser ambitionierte Schwimmbewegungen vollführte. Sein Vater sah es mit Stolz, denn es zeigte sich, dass der Filius genau in die selben Fußstapfen tritt. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Bundesweit aktiv

Frank Hartleb liebt das dritte Element, ist begnadeter Rettungsschwimmer und engagiert sich für das Bootswesen sogar bundesweit. In Dresden wirkt er für die Wasserwacht als Anleiter für andere Ausbilder. Er ist Vize-Präsident des Sächsischen Motor- und Wassersportverbandes, hat nicht nur in dieser Funktion mittlerweile ein großes Netzwerk. Als vor einiger Zeit eine Urkunde des DRK eintraf, musste der Dommitzscher mal kurz staunen. Seit nunmehr 44 Jahren gehört er bereits der Wasserwacht an. "Wenn man bedenkt, dass ich erst 52 bin, dürfte das schon beachtlich sein", muss der Bürgermeisterkandidat schmunzeln.

Hartleb schwärmt für die Ostsee. "Das Fischland Darß...Dierhagen...der unverwechselbare Bodden...dahinter das offene Meer: etwas Schöneres gibt es nicht", sagt der Familienvater, der mit dieser Begeisterung auch seine Ehefrau Mandy angesteckt hat. Als Rettungsschwimmer und Wachführer bei der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) verbringt Hartleb jeden Sommer 14 Tage an der Ostsee und fährt auch zwischendurch schnell mal hin.

Zweites Hobby

Den 1. Sportbootverein Dommitzsch Elbe hat er 1998 zusammen mit Gleichgesinnten gegründet. Doch der Vater eines erwachsenen Sohns (28) - übrigens auch Rettungsschwimmer und in Dresden lebend - entdeckte vor einiger Zeit noch eine zweite Passion für sich: die Jägerei. Bereits vor zehn Jahren ging er mit Freunden auf Pirsch, seit vergangenen Herbst besitzt er nun selbst den Jagdschein. "Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich gerne koche, am liebsten Reh- oder Wildschweinbraten. Wahrscheinlich habe ich das von meinem Opa, der Fleischer war, geerbt", lächelt der Einzelkandidat. Gerne dürfen bei einem schönen Essen die Großfamilie oder Freunde dabei sein. Und nach einem anstrengenden Schichtdienst ist seine Frau als Krankenschwester nicht böse, wenn ihr die Arbeit am Herd erspart bleibt. Auf den Tisch kommen viele Sachen aus eigenem Anbau. Frank Hartleb lässt es sich nicht nehmen, persönlich mit dem Traktor das Feld der Eltern zu bestellen und freut sich über Kartoffeln oder Gemüse aus dem Garten. Sogar ein Stück Wald bewirtschaftet der Ur-Dommitzscher mit seiner Technik.

Firmenchef

Dabei ist es nicht so, dass der 52-Jährige als Selbständiger wenig ausgelastet wäre. Im Gegenteil: Die Firma Elektro Hartleb übernahm er 2002 vom Vater. In punkto Automatisierungs- und Steuerungstechnik gibt es für den Chef und die drei Mitarbeiter immer wieder anspruchsvolle Aufträge, oft in der Region, manchmal aber auch in Berlin, Rostock und Hamburg. Beispielsweise, wenn für ein Getreidesilo die gesamte Elektrik zu steuern ist oder wenn eine Schießhalle der Bundeswehr nach exakten Vorgaben ausgeleuchtet werden muss.

Klare Vorstellung

"Nach dem Abitur wollte ich Automatisierungstechnik und Kernenergietechnik studieren, habe dann aber abgebrochen", sagt Frank Hartleb. Elektrik habe ihn schon immer interessiert. "Es macht mir viel Spaß, immer etwas bewegen zu können und freue mich, wenn es klappt", so der Bürgermeisterkandidat, der für das Amt im Rathaus genauso viel Engagement aufbringen will. Er findet, dass Dommitzsch wieder mehr Bürgernähe braucht und dass man den Zusammenhalt fördern muss, auch bei den Vereinen. Er habe sich damals vergeblich gegen den Fährhaus-Abriss gestemmt und will verhindern, dass noch mehr Infrastruktur zum Beispiel durch Hochwasserschutz verloren geht. Die Stadt braucht dringend wieder eine Oberschule. "Ich will ein Dommitzscher für Dommitzscher sein", rührt Hartleb kräftig die Werbetrommel mit Blick auf den Wahltag am 12. Juni.

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