Montag, 27. Juni 2022
Donnerstag, 2. Juni 2022

David Schmidt: "Mutmacher und Mitgestalter"

David Schmidt kandidiert für das Oschatzer Oberbürgermeisteramt.Foto: PR/cleografie by schleychwerbung?

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David Schmidt kandidiert für das Amt des Oschatzer Oberbürgermeisters

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Oschatz  Sieben Jahre lang steuerte er erfolgreich als Bürgermeister die Gemeinde Liebschützberg durch bewegte Zeiten. Nun möchte David Schmidt mit seinem Wissen und den Erfahrungen, die er in der kommunalen Verwaltung sammelte, die Zukunft der benachbarten Großen Kreisstadt mitgestalten. Am 12. Juni kandidiert der 39-Jährige für das Amt des Oschatzer Oberbürgermeisters.

 

SWB: Wenn Sie vom Liebschützberger Gemeindeamt ins Oschatzer Rathaus wechselten – was würden Sie beibehalten?

David Schmidt: eine Überzeugung, dass es keine Probleme gibt und Lösungen gefunden werden. Ein Plan B gehört immer dazu. Mit Kommunikationsgeschick erläutere ich beispielsweise einem Gesprächspartner, warum etwas wie zu tun ist. Gegenseitiges Verständnis hilft, dem gemeinsamen Ziel näherzukommen.

Gilt dies auch im Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung?

Selbstverständlich habe ich auch für sie ein offenes Ohr. Wir gestalten alles transparent und bewältigten so auch Corona – mit gutem Personal und guter Kommunikation.

Was waren besonders herausfordernde Momente in Ihrer Liebschützer Amtszeit?

Das Thema Ortswehr. Von neun Ortswehren im Gemeindegebiet bestehen noch sechs. Jede Ortswehr hat ihre eigene Dynamik. Einige waren ohne Perspektive. Andere konnten wir stärken. Und ich musste erst die Sprache der Kameraden erlernen. Heute wird mir bestätigt: „Du verstehst uns.“

Was braucht es, um an der Spitze einer Verwaltung erfolgreich zu sein?

Entscheidungsstärke ist wichtig, und nicht zuletzt Flexibilität. Als zum Beispiel im Mai 2017 ein Wolkenbruch eines unserer Dörfer unter Wasser setzte und die Ortsfeuerwehren um Versorgung baten, bin ich losgefahren. Da zögerte ich gar nicht lange. Keine Frage, das macht man so. Es war schon spät und die Geschäfte hatten geschlossen. Ich kaufte die Brötchen also in Tankstellen, organisierte aus dem Auto heraus das Kaffeekochen im Rathaus und einen bekannten Fleischer, der Würstchen brachte.

Wenn Sie auf Ihre Amtszeit in Liebschützberg zurückblicken – worauf sind Sie besonders stolz?

Als Bürgermeister konnte ich zahlreiche Projekte auf den Weg bringen, unter anderem den Neubau des Gerätehauses der Ortswehr in Bornitz. Dazu gehören auch die Beschaffung von Fahrzeugen, die Anlage von Zisternen und natürlich der flächendeckende Breitbandausbau in Kooperation mit dem Landkreis. Besonders stolz bin ich, dass jedes Kind in der Gemeinde einen Kindergartenplatz hat und dass nun die Sanierung des Rathauses beginnt.          Um derartige Projekte anzuschieben, bedarf es der Mitarbeit eines motivierten Teams, das effizient arbeitet und am selben Strang zieht ...

Dem stimme ich zu. Deswegen war es mir auch so wichtig, dass der Generationenwechsel im Rathaus gelingt. Neben der Einstellung neuer Mitarbeiter habe ich Strukturen und Rahmenbedingungen geschaffen, die bei Bedarf die Ausbildung eigener Fachkräfte erlaubt. Eine erste Auszubildende, die ihre Lehre erfolgreich abschloss, wurde übernommen und ist heute noch im Dienst.

Bevor Sie Bürgermeister wurden – wie sah Ihr beruflicher Werdegang aus?

Ich habe einen Abschluss als Diplom-Sozialarbeiter (FH) und bildete mich in Systemischer Therapie weiter. Zudem absolvierte ich ein berufsbegleitendes Verwaltungsmanagement-Studium mit Master-Abschluss an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Meißen. Das war eine weitere Herausforderung, die ich meisterte. Wenn ich mich für eine Sache entscheide, ziehe ich es durch. Zu dieser Einstellung gelangte ich während meiner Zeit als Zivildienstleistender in der Pflege. Bei mir ist das Glas immer halb voll.

Gilt das auch fürs kommunalpolitische Tagesgeschäft?

Politik ist für mich zum großen Teil ein Kompromiss. Früher war ich mehr schwarz-weiß. Heute sind Verhandeln und Kommunikation Kunst. Als Bürgermeister setze ich mich immer, manchmal trotz anderer persönlicher Meinung, für das Wohl der Stadt oder Gemeinde ein. Und das 24 Stunden am Tag, beim Einkaufen, beim Spazierengehen, im Urlaub. Weil es ums Große und Ganze geht.

Nun möchten Sie die Veränderung ...

Es bietet sich nicht jeden Tag die Möglichkeit auf ein neues Betätigungsfeld, zumal in meiner Geburtsstadt. In der Gemeinde Liebschützberg ist das Feld bestellt. Ernten darf jetzt jemand anderes. Ich habe Lust auf die neue Herausforderung und auf ein größeres Amt mit mehr Komplexität. Andreas Kretschmar hinterlässt sehr große Schuhe. Davor habe ich Respekt, und doch bin ich Gestalter, unterstützt von einem breiten Bündnis. Ich bin gewappnet und traue mir zu, Oschatz als schöne, lebenswerte Zukunftsstadt mit hohem Potenzial weiterzuentwickeln.

Der Countdown im Wahlkampf um das Amt des Oschatzer Oberbürgermeisters läuft. Den 12. Juni vor Augen – welche Gedanken bewegen Sie?

Für die bevorstehende OBM-Wahl wünsche ich mir eine möglichst hohe Wahlbeteiligung. Ich hoffe, dass sich die Bürger mit der OBM-Wahl beschäftigen und verstehen, wie essenziell diese als Richtungswahl ist. Und natürlich erwarte ich einen konstruktiven Umgang miteinander.

Entschieden sich die Wählerinnen und Wähler mehrheitlich für Sie – mit welcher Vision würden Sie ins Oschatzer Rathaus einziehen?

Meine Ziele wären, Positives fortzuführen und gesundes Wachstum bei altersgerechter Infrastruktur sowie Oschatzer Initiativen voranzutreiben. Ich möchte den Schatz aus Oschatz heben. Das ist meine Herzensangelegenheit. Außerdem mag ich den Begriff des lebenslangen Lernens. Es braucht weitere Angebote und Motivation, dass sich die Bürger ausprobieren können und beispielsweise die Innenstadthändler neue Konzepte wagen – denn jeder ist sein eigener Spezialist.

Wie lautet Ihr persönliches Credo?

Fest steht: das Leben ist endlich. Man muss das Beste daraus machen und die Zeit so schön wie möglich gemeinsam gestalten. 

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