Montag, 27. Juni 2022
Montag, 13. Juni 2022

Kaum im Urlaub und schon zum Bürgermeister gewählt

Am Sonntag kurz vor 18 Uhr lässt auch der Dommitzscher Maik Seidel seine Stimme im Wahllokal. (Foto: Kristin Engel)

von Christian Wendt

Dommitzsch. Bernd Schlobach wird neuer Bürgermeister in Dommitzsch. Das deutliche Wahlergebnis überraschte vor allem seine Konkurrenz.

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Dommitzsch Da konnte Bernd Schlobach (60) beim Abendspaziergang über die Seebrücke Ahlbeck zufrieden über die Ostsee strahlen: Mit 52,4 Prozent holte sich der gemeinsame Kandidat von SPD, Linke und B90/Grüne am Sonntag gleich im ersten Wahlgang die Eintrittskarte fürs Dommitzscher Rathaus. Dort tritt er ab dem 1. August die Nachfolge von Bürgermeisterin Heike Karau an, die sich in den Ruhestand verabschiedet.

Zahlreiche Gratulanten

Nach Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Wahlergebnisses gegen 20.45 Uhr (der Gemeindewahlausschuss traf gestern Nachmittag, 15 Uhr, zusammen) stand Schlobachs Telefon nicht mehr still - ob Anrufe, Anrufversuche oder persönliche Nachrichten. Da habe er den Überblick verloren. "Gefühlt waren es Tausende Glückwünsche", sagte Schlobach am Montagmorgen im Gespräch mit der Torgauer Zeitung. Der Dommitzscher, der am Sonntagvormittag zur Wahlurne geschritten war, dankte allen Wählern und sprach von einem eindeutigen Votum. Jenes große Vertrauen habe er sich in vielen Jahren erarbeitet.

Noch im Jahre 2015 hatte Schlobach den Kampf um den Chefposten im Rathaus im zweiten Wahlgang gegen Heike Karau verloren. Um so größer das Erstaunen bei den beiden Einzelbewerbern Frank Hartleb (52) und Steffen Hache (52) über Schlobachs nun direkten Durchmarsch. "Dass Bernd gewonnen hat, überrascht mich nicht", sagte Hache anerkennend. Immerhin habe er als haushoher Favorit gegolten. Dass Schlobach aber im ersten Wahlgang ein so klares Ergebnis erzielt habe, verwunderte Hache, der selbst auf 13 Prozent der Stimmen kam. Ein wenig Trost bot da schon im Privaten der fußballerische Erfolg von Sohnemann Steven, der mit dem SV Radefeld am Sonntagnachmittag den Aufstieg festklopfte.

Auch Frank Hartleb hatte zumindest auf eine Stichwahl gesetzt. "Ich weiß nicht, warum die Weichen so gestellt worden sind", sagte er und haderte dabei ein wenig mit seinem Abschneiden von 15,9 Prozent. Dass unter anderem die von ihm angestrebte Etablierung einer Oberschule in Dommitzsch offensichtlich niemanden so recht begeistern konnte, enttäusche ihn. Hartleb dankte trotzdem allen Unterstützern. Das Wahlergebnis war ihm über Dritte zugetragen worden.

Vierter im Dommitzscher Kandidatenbund war der Einzelbewerber Felix Jüngling, den die Torgauer Zeitung am Montag jedoch vergeblich telefonisch zu kontaktieren versuchte. Auf ihn entfielen 18,8 Prozent der Stimmen.

Dienstbeginn im August

Bernd Schlobach wird bis zum 31. Juli im nordsächsischen Landratsamt als Brandschutzbeauftragter seinen Dienst verrichten. Bis zu seinem Dienstantritt in der Gänsebrunnenstadt werde er mit der scheidenden Bürgermeisterin eine geordnete Übergabe in die Wege leiten.

Als seine beiden wohl größten Herausforderungen als Bürgermeister bezeichnete der noch amtierende Vize-Bürgermeister mit Blick auf die heimische Wirtschaft und die steigenden Energiepreise, den Druck von der Basis in Richtung politischer Entscheidungsträger aufrecht zu erhalten.

Ebenso werde ihm das Managen der Corona-Krise viel Kraft abfordern.

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