Montag, 27. Juni 2022
Montag, 20. Juni 2022

Bundespolitikerin besucht Torgauer Pilzfabrik

Albana Telati (M.) erläutert der Bundestagsabgeordneten Paula Piechotta (2. v. l.) die Pilzproduktion. (Foto: Thomas Manthey)

von Thomas Manthey

Besuch aus Berlin, genauer gesagt aus der Bundesregierung in der Torgauer Mushroom Park GmbH. Donglak Lee, Werksleiter der Pilzfabrik, nutzte die Gelegenheit und warb eingedenk der stetig steigenden Energiepreise um ein politisches Handeln.

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Torgau Derartiger Besuch war für Mushroom-Park-Werksleiter Donglak Lee neu: Die Bundestagsabgeordnete Paula Piechotta (B90/Die Grünen) machte auf ihrer Tour durch mittelständische Unternehmen im Osten der Republik in Torgau Station. Torgaus Pilzfabrik sei ihr ein Besuch wert, da es sich bei ihr um ein Unternehmen mit Investoren aus Südkorea und China handelt und weil in dem Werk 92 Mitarbeiter verschiedener Nationen arbeiten. Diese Konstellation weckte bei der studierten Human- sowie Molekularmedizinerin Interesse.

Piechotta ist vom aus Südkorea mitgebrachten Know-how angetan und ebenso, wie dieses von den deutschen und ausländischen Arbeitskräften inzwischen perfekt gehandhabt wird. Die Politikerin interessierte die Abläufe in der Produktion, das Miteinander der Angestellten und insbesondere die kostenintensiven energetischen Zusammenhänge.

Werksleiter Lee stellte die Unterschiede zwischen einer Pilzproduktion in Südkorea und in Torgau dar wie auch, was die hohen Energiepreise in Deutschland anbelangen. Lee macht deutlich, dass er den Kräuterseitling aus Torgau zu einer Marke auf dem europäischen Markt etablieren möchte. Er führt die wachsende Nachfrage nach der asiatischen Pilzspezialität auf den Gütegarant "Made in Germany" zurück und machte deutlich, dass die Investoren nach wie vor die Absicht haben, den Standort Torgau um eine zweite und vielleicht dritte Fabrik zu erweitern.

Die steigenden Energiekosten sind für die 35-Jährige ein besonderes Thema. Von Regierungsseite her sollen, so Piechotta, mittelständische Unternehmen bezüglich der explosionsartigen Verteuerung der Energie entlastet werden. "Unser Werk ist bei den Torgauer Stadtwerken Kunde. Wir verbrauchen bei 100 Prozent Produktionsauslastung rund 3000 Mega-Wattstunden pro Jahr. Produzieren wir mehr sind es gleich zwischen 3200 und 3500. Zum Vergleich: 2021 waren es an die 2500 Mega-Wattstunden. Mehr Produktion bedeutet mehr Verbrauch und das bei den enorm gestiegenen Energiepreisen. Die Verteuerung können wir aber nicht so einfach auf das Produkt umlegen", erklärt Enrico Müller vom Qualitätsmanagement. Hier ist politisches Handeln gefragt.

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