Donnerstag, 30. Juni 2022
Donnerstag, 23. Juni 2022

Trockenheit und Hitze wird für Landesgartenschau zum Problem

Wasser marsch: Von 4:30 bis 10 Uhr sind die Wasserwagen der Firma Ezel von Monatgs bis Freitags unterwegs , um die Pflanzen und Wege der Gartenschau zu bewässern. (Foto: Thomas Manthey)

von Laura Krugenberg

Der trockene Frühling und die Hitze gehen nicht spurlos an der Landesgartenschau vorbei. Sechs Firmen sind täglich auf dem Gelände im Einsatz, um Beete, Rasenflächen und Wege zu bewässern. Dabei fließen bis zu 120 000 Liter Wasser am Tag.

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Torgau Die erste Hitzewelle mit Temperaturen über 35 Grad liegt hinter der Region. Der darauffolgende Regen am Wochenanfang sorgte dann zu mindestens für eine kurze Abkühlung. Was aber bleibt ist das Problem mit der extremen Trockenheit. Denn selbst Starkregen hilft der Bodenfeuchtigkeit bei anhaltend heißen Temperaturen nicht, weil das meiste Wasser direkt wieder verdunstet. Das verschärft nicht nur die Situation auf den Feldern und Wäldern rund um Torgau, sondern auch auf dem größten Besuchermagnet der Stadt - der neunten sächsischen Landesgartenschau.

"Das Problem betrifft aktuell alle Bereiche der Landesgartenschau, in denen Pflanzen eine Rolle spielen", erklärt LAGA-Geschäftsführer Jochen Heinz. Insbesondere in den beiden Glacis-Abschnitte mit dem alten Baumbestand, aber auch auf der Eichwiese sowie die Wechselflorflächen müssen vermehrt gegossen und beregnet werden. Doch nicht nur die Pflanzen brauchen jetzt mehr Pflege: Aufgrund des fehlenden Niederschlages müssen auch die wassergebundenen Wege im Glacis und auf dem Konzertplatz regelmäßig gewässert werden.

Insgesamt sechs regionale Firmen hat die LAGA-Gesellschaft für die Pflege der verschiedenen Gartenschau-Abschnitte beauftragt. In unterschiedlichen Bereichen sind seit dem Start im April einzelne Trupps unterwegs, die die verschiedene Pflegeaufträge, wie pflanzen, jäten und gießen durchführen. Unter andrem auch das Bauunternehmen Ezel. "Wir fragen uns jeden Tag wo fängt man an und wo hört man auf. Am Ende ist das alles auch eine Kostenfrage", erklärt Bauunternehmer Ingbert Rabe.

Für die Bewässerung sind laut dem LAGA-Geschäftsführer Heinz in der Regel täglich ach bis 12 Mitarbeiter, sowie Wasserwagen und Rasensprinkler im Einsatz. "Wir schätzen, dass täglich etwa 80 bis 120 Kubikmeter, sprich 80 000 bis 120 000 Liter Wasser benötigt werden."

Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Jahre hat sich durch die äußerst niederschlagsarmen Frühlingsmonate noch verschärft. Experten sprechen inzwischen von einer historisch einmaligen Extremlage. Das bereits im Mai die regenarme Zeit einsetzt, damit hatte auch die LAGA-Gesellschaft nicht gerechnet. Seit Anfang Mai ist eine erhöhte Bewässrung notwendig. "Aus der Erfahrung der vergangenen Landesgartenschauen wurden für Wasser im Haushaltsplan eine Summe von 100 000 Euro angesetzt." Dabei wurde allerdings keine anhaltenden Trockenperioden einkalkuliert. Verbessert sich die Wetterlage nicht oder verschlimmert sich ist mit erheblichen Mehrkosten für Wasser und Arbeitsleistung zu rechnen. "Diese Thematik lässt sich nur in einem begrenzten Umfang planen und einkalkulieren."

In Vorbereitung auf die Gartenschau wurden aber bereits Maßnahmen getroffen, um eine ausreichende Bewässerung sowohl während als auch nach der LAGA möglich zu machen. Das geschah beispielsweise durch das Verlegen von Wasserleitungen in bestimmten Bereichen. Das betrifft die Staudenpflanzungen im Glacis, im Jungen Garten und in der Eichwiese. Nachdem Ende der Gartenschau wird die Lage auf dem Gelände laut Heinz wesentlich entspannter. Denn dann werden die pflegeintensiven Flächen der Wechselbepflanzung in Rasen- und Wiesenflächen umgebaut sowie die Stauden- und Gehölzflächen ausreichend angewachsen sein und müssen folglich nicht mehr so intensiv gewässert werden. "Es wird dann ein ähnlicher Aufwand betrieben, wie in den bestehenden öffentlichen Grünflächen."

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