Freitag, 8. Juli 2022

"Genau das, was wir uns gewünscht haben"

Bürgermeister Herbert Schröder (r.) und Kita-Leiterin Stefanie Becker (daneben) geben den neuen öffentlichen Spielplatz frei. (Fotos: ) (Nico Wendt)

von Nico Wendt

Die Kinderzahlen sind gestiegen: Die Gemeinde Trossin reagiert auf den Trend. Warum vor allem die Kita vom neuen Spielplatz profitiert, lesen Sie hier.

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Trossin Die Kinder aus Trossin konnten es kaum erwarten. Schon in den vergangenen Tagen fragten sie immer wieder nach: "Wann dürfen wir endlich auf den neuen Spielplatz?" Neugierig beobachteten sie das emsige Treiben, die Bauarbeiter und die Technik. Die Firma Fred Reiche Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) aus Sitzenroda hatte von den Trossiner Gemeinderäten den Zuschlag erhalten und Mitte Juni mit dem Aufbau begonnen.

Vielfalt

Zügig nahm das Areal Gestalt an. Eventuelle Sorgen, dass es mit den allgemeinen Lieferengpässen auch hier Probleme geben könnte, bestätigten sich zum Glück nicht. So entstanden nach und nach eine Stehwippe, eine Spielanlage mit Rutsche, ein Kletterturm und ein Bodentrampolin. Unter anderem: denn insgesamt verfügt des Gelände über acht Geräte - vorwiegend aus Holz, teilweise aber auch aus Edelstahl. Als nun in der letzten Woche der Moment der offiziellen Freigabe kam, strahlten nicht nur die Mädchen und Jungen der Kita Trossin, sondern ebenso Leiterin Stefanie Becker. "Wir sind sehr glücklich über das Ergebnis. Die Gemeinde hatte uns im Vorfeld mit einbezogen. Wir durften uns anhand des zur Verfügung stehenden Budgets aus einem Katalog Geräte aussuchen, die für den Spielplatz in Frage kommen könnten."

Man habe dann großen Wert auf Vielfältigkeit gelegt. So werden bei den Kindern Gleichgewichtssinne und Körperwahrnehmung gefördert. Die Kinder können ihre Kraft am Reck stärken und ihre Abenteuerlust ausleben. Wichtigstes Ziel aber sei die Bewegung, der Spaß am Toben. Die vordere Grünfläche blieb beispielsweise für Sportveranstaltungen unbebaut. "Unsere Schützlinge sind noch richtige Draußen-Kinder. Wir sind eigentlich jeden Tag an der frischen Luft", schmunzele die Leiterin. Das Erdtrampolin und die große Edelstahl-Rutsche waren bei der Eröffnung gleich der Renner. Teilweise standen die jüngsten Trossiner Schlange, um endlich zum Zuge zu kommen. "Es ist wirklich das, was wir uns als Team in der Kita gewünscht hatten", bilanzierte Stefanie Becker.

Schon vor zwei Jahren sei die Idee entstanden, die frühere Kleinsportanlage der ehemaligen Grundschule wieder aufzupeppen. Die vorhandenen Geräte waren zerschlissen, nicht mehr zeitgemäß. Einiges musste abmontiert werden, weil der TÜV den Daumen senkte. "Glücklicherweise konnten wir mit dem Leader-Programm eine wichtige Fördermittel-Quelle ausfindig machen", erklärt Bürgermeister Herbert Schröder. Immerhin 80 Prozent Zuschüsse standen in Aussicht. Man habe dann geprüft, wie das Vorhaben in den aktuellen Haushalt der Kommune einzutakten ist. Das klappte. Die Kosten beliefen sich mit Planung und Aufbau auf rund 30 000 Euro. Das Ingenieurbüro Heike Hagemann ebnete planerisch den Weg. "Wir sind sehr froh, dass der Kostenrahmen eingehalten wurde", so Schröder.

Kinderzahlen gestiegen

Insgesamt sei es nun schon der dritte Spielplatz, der seit 2020 in der Gemeinde übergeben werden konnte. Den Anfang machte Roitzsch. Später habe man am Stausee in Dahlenberg investiert. Nun folgte die Kleinsportanlage. Schön wäre, wenn es künftig auch noch in Falkenberg klappt, deutete der Bürgermeister an. Stefanie Becker: "Als Kita nutzen wir den öffentlichen Spielplatz in Trossin gerne in den Vormittagsstunden, weil das Areal schön groß ist und sich die Kinder hier frei bewegen können." Natürlich verfüge die Einrichtung auch über einen eigenen Spielplatz.

In der Vergangenheit seien die Kinderzahlen immer mehr gestiegen. Wurden vor zwei Jahren noch rund 50 Kinder gezählt, sind es jetzt schon 73 inklusive Hort. "Wir spüren die geburtenstarken Jahrgänge. Außerdem verzeichnen wir verstärkten Zuzug. Junge Menschen kehren zurück aufs Land", freut sich Bürgermeister Schröder. Das bedeute allerdings zugleich, dass immer wieder in die Kindertagesstätte und in die Belange der Jüngsten investiert werden muss, um den aktuellen Bedürfnissen zu entsprechen.

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