Sonntag, 14. August 2022
Montag, 25. Juli 2022

Stundenlanger Kampf gegen Waldbrand bei Kötten

Torgauer Einsatzkräfte im Kampf gegen die Flammen Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Ein Großbrand bei Kötten/Elsterberg (Gemeinde Arzberg) macht seit  Montagnachmittag zahlreichen Wehren aus Nordsachsen und dem Elbe-Elster-Kreis zu schaffen. Die Löscharbeiten dauern an.  

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Erschöpft sitzen Einsatzkräfte der Torgauer Wehr am Wegesrand. Es ist nur eine kurze Pause zum Durchatmen. Die Löscharbeiten haben bereits viel Kraft gekostet und der wechselnde Wind bereitet immer wieder Probleme.

 „Wir mussten unser Fahrzeug zwischenzeitlich mal in Sicherheit bringen, weil es einfach zu gefährlich wurde“, erklärt Wehrleiter Thomas Bein. Nun wird Wasser über längere Entfernung per Schläuche zugeführt. Der Kampf gegen das Feuer – er geht weiter.

Zweieinhalb Stunden sind die Torgauer zu diesem Zeitpunkt schon im Einsatz. Und noch immer ist kein Ende abzusehen. Glücklicherweise trifft wenig später die Waldbrandunterstützungseinheit aus dem Raum Delitzsch mit sieben Fahrzeugen und 35 Kameraden ein. Und auch darüber hinaus rollen fast im Minutentakt weitere Kräfte aus allen Himmelsrichtungen an. 

Gegen 13.30 Uhr ging am Montagnachmittag der Alarm ein. Großbrand im Wald bei Kötten/Elsterberg. Schon der vierte Einsatz an fast der selben Stelle binnen kurzer Zeit. 

Unter anderem rückten Wehren aus Beilrode, Döbrichau, Arzberg, Dommitzsch, Schildau, Elsnig, Blumberg, Torgau, Welsau an. Ein Großaufgebot wurde auch im Elbe-Elster-Kreis alarmiert. 13 Ortswehren aus Falkenberg, Großrössen, Kölsa, Schmerkendorf, Beyern, Rehfeld, Uebigau, Koßdorf, Bad Liebenwerda, Neuburxdorf, Herzberg, Kraupa, Langennaundorf sowie aus den Ämtern Bad Liebenwerda kamen vor Ort. 

 Außerdem sollte die Brandschutzeinheit aus Cottbus mit den Wehren der Feuerwache 1, Branitz und Sachsendorf Unterstützung leisten. Aus Cottbus machten sich insgesamt 14 Mann mit fünf Löschfahrzeugen auf
dem Weg nach Kötten. Bis kurz vor Redaktionsschluss hatte sich das Feuer bereits auf rund acht Hektar ausgedehnt. Es konnte noch nicht unter Kontrolle gebracht werden. Eine riesige Rauchsäule ist bis Torgau zu erkennen. 

Explodierende Munition in dem ehemaligen Armeegebiet erschwert die Löscharbeiten. 

Wie die Polizei informierte, befinden sich in dem betroffenen Gebiet mehrere Windräder, die durch das Feuer gefährdet sind und zum Teil auch schon davon betroffen seien. 

Die Einwohner der Orte Kölsa Siedlung und Rehfeld (Land Brandenburg) wurden am Nachmittag aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Klimaanlagen abzuschalten und sich vorsichtshalber auf eine Evakuierung vorzubereiten.

Das betroffene Gebiet sollte auf Anraten der Polizei möglichst weiträumig umfahren werden, um Einsatzkräfte nicht zu behindern und sich in Gefahr zu bringen.

Gegen 15 Uhr hatte der Landkreis Elbe-Elster die Großschadenslage ausgerufen. TZ wird am Dienstag weiter berichten. 

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