Sonntag, 14. August 2022
Dienstag, 26. Juli 2022

Statistik zeigt: Das sind die gefährlichsten Straßen in Torgau

Der Unfallatlas 2021 zeigt auf welchen Straßen es im vergangenen Jahr besonders oft zu Kollisionen im Straßenverkehr kam. (Screenshot/Laura Krugenberg)

von Laura Krugenberg

Der Unfallatlas mit nahezu allen Kollisionen in Deutschland ist da. Die interaktive Karte der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder listet für die Große Kreisstadt über 60 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Wir haben die Daten ausgewertet und wissen, wo es am häufigsten kracht.

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Torgau. Auf einigen Straßen und Kreuzungen krachte es im vergangenen Jahr in Torgau häufiger als anderswo - welche das sind verrät der neue Unfallatlas. Die interaktive bundesweite Karte der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder listet für die Kreisstadt insgesamt 61 Verkehrsunfälle mit Personenschaden für das Jahr 2021. Das sind knapp 20 Unfälle weniger als im Vorjahr. Dabei bleibt die Situation aber vor allem für Fahrradfahrende weiter angespannt. An den 47 Kollisionen im Kernstadtgebiet waren in 24 Fällen Radfahrende beteiligt.

Dahlener Straße erneut Hotspot

Besonders häufig krachte es in dem Bereich der Straße der Jugend und der Dahlener Straße zwischen Kreisverkehr und Fischerdörfchen. An den fünf Unfällen waren viermal Autos beteiligt und zwei Mal Radfahrende sowie ein Fußgänger. Immerhin: Bei allen Unfällen gab es Leicht- und keine Schwerverletzten. Auch im Jahr zuvor kam es auf dem Abschnitt vermehrt zu Kollisionen im Straßenverkehr. Laut dem Unfallatlas ist auch der Abschnitt der Dahlener Straße zwischen Tennisplatz und Abzweig Ziegelleiweg auffällig. Dort ereigneten sich drei Unfälle. Davon einer ohne Fremdbeteiligung und zwei zwischen Pkw und Fahrrad, wobei bei einer Kollision eine Person schwerverletzt wurde.

Gefährliche für Radfahrende

Ein Unfallhotspot, der bereits 2020 mit acht Kollisionen auffiel ist die Warschauer Straße/182 zwischen der Bahnbrücke und dem Dr.-Külz-Ufer. Im vergangenen Jahr krachte es hier sieben Mal. Fünf Unfälle davon mit Pkw-Beteiligung, vier mit Radfahrenden, einem Fußgänger sowie einem Güterfahrzeug. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt und eine getötet. Seit Jahren wird dort über eine Lösung für Radfahrende diskutiert. Weil es keinen separaten Radweg gibt, muss die vielbefahrene Bundestraße genutzt werden. In der Vergangenheit nutzen jedoch viele ordnungswidrig die Gehwege. Die Stadtverwaltung, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) und die zuständige Unfallkommission hatten diese deshalb Anfang Mai für Radfahrende freigegeben - eine Übergangslösung, bis konkrete langfristige Pläne vorgelegt werden können.

Ein erhöhtes Unfallaufkommen liegt laut Unfallatlas auch in der Bahnhofstraße vor. 2021 kam es dort zu zwei Kollisionen zwischen Autos und Krafträdern sowie zwischen einem Pkw und einem Fußgänger, bei der eine Person schwer verletzt wurde. Eine weitere wurde bei einem Autounfall ohne Fremdbeteiligung schwer verletzt.

Entspannung am Friedrichplatz

Deutlich weniger Verkehrsunfälle gab es im vergleich zum Vorjahr zwischen den Kreuzungen Bahnhofsstraße/Dr.Külz-Ufer und Warschauer Straße. 2020 kam es noch zu acht Kollisionen, das Folgejahr zu zwei. Entspannt hat sich die Situation zudem am Karl-Marx-Platz in Richtung Eilenburger Straße. Dort kam zu einem Unfall mit Leichtverletzten zwischen Auto und Pkw. 2020 waren es noch sechs und 2019 sieben Zusammenstöße. Und auch das Unfallaufkommen im Bereich Puschkin Straße, Friedrichplatz und der Kreuzung Spitalstraße/Leipziger Wall hat im Vergleich zum ersten Corona-Jahr abgenommen. Waren es 2020 zehn Kollisionen mit vier schwerverletzten Personen, kam es vergangenes Jahr lediglich zu einem Zusammenstoß zwischen Fahrrad und Pkw mit Leichtverletzten.

Von den Ortsteilen der Großen Kreisstadt sticht besonders Beckwitz heraus. Dort krachte es auf der S 24 innerorts und unmittelbar vor der Ortslage insgesamt fünfmal. Laut der interaktiven Karte sah die Lage in den Vorjahren noch anders aus: 2020 kam es zu keinem Unfall und 2019 zu einem Autounfall ohne Fremdbeteiligung.

Das Unfallgeschehen 2021 war erneut durch die Corona-Pandemie geprägt. Nach ersten Schätzungen des statistischen Bundesamtes führten auch in diesem Jahr unter anderem die (Teil-) Lockdowns, Homeschooling und Homeoffice wie schon 2020 dazu, dass auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt wurden als vor der Pandemie. Laut Unfallstatistik des Freistaates verunglückten in Sachsen im vergangenen Jahr insgesamt 11 327 Menschen im Straßenverkehr. Das sind 5,7 Prozent weniger als 2020.

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