Sonntag, 14. August 2022
Mittwoch, 27. Juli 2022

HIT Holz Torgau wechselt für 270 Millionen an Mercer International

Das Areal von HIT Holz Torgau vor den Toren der Stadt. (TZ-Archiv/Thomas Keil)

von Bärbel Schumann

Der kanadische Konzern Mercer International Luc teilte in New York mit, dass er HIT Holz Torgau erwirbt. Er gab den Abschluss einer Vereinbarung zum Erwerb aller ausstehenden Aktien der Muttergesellschaft von HIT für eine Summe von 270 Millionen Euro bekannt.

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Torgau/Dreiheide Mercer International wird neuer Eigentürmer von Hit-Holz Torgau einschließlich dem Dahlener Standort. Am Freitag, dem 22. Juli, haben Mercer International und die Mehrheitseigentümer von Hit- Holz, die Deutsche Bank und Orchard Global Asset Management, vereinbart, dass Mercer alle ausstehenden Aktien der Muttergesellschaft der Hit-Holzindustrie Torgau GmbH & Co. KG (Hit-Holz) erwerben wird.

Übernahme bis Jahresende umsetzen

Die Übernahme findet unter den üblichen Vorbehalten, wie etwa der Zustimmung des Kartellamts, statt. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals 2022 erwartet. Bis zur Zustimmung des Kartellamts und dem Abschluss der Transaktion agieren Mercer und Hit-Holz weiterhin als unabhängige Unternehmen vollkommen selbstständig. Darüber informierte Hit-Holz Geschäftsführer Christian Pospiech in einer Pressemitteilung.

Das kanadische Unternehmen machte die anstehende Veränderung bereits am Freitag in New York publik. Es gab bekannt, dass das Unternehmen eine Vereinbarung über den Erwerb aller ausstehenden Aktien der Muttergesellschaft der Hit-Holzindustrie Torgau GmbH & Co. KG zu einem Preis von 270 Millionen Euro einschließlich eines voraussichtlichen Nettoumlaufvermögens von etwa 43 Millionen Euro abgeschlossen habe. Im Klartext heißt das: Aus Hit-Holz Torgau wird Mercer International.

Übernahme bringt Wachstum

"Wir begrüßen diesen logischen nächsten Schritt, der nach der erfolgreichen Transformation von Hit-Holz unter den bisherigen Eigentümern nun auch langfristig Stabilität und weiteres Wachstum für unser Unternehmen sicherstellt", so Christian Pospiech, Geschäftsführer von Hit-Holz. "Als Teil eines starken Konzerns können wir unsere Ziele noch schneller und besser erreichen und so Hit-Holz als zuverlässigen Partner und Lieferanten für unsere Kunden weiter stärken."

Für Kunden und Lieferanten von Hit-Holz ändert sich nichts, verdeutlicht Pospiech: "Unsere starke Position als einer der größten Produzenten in den Bereichen Palette und Bio-Brennstoffe dient der Diversifizierung des Produktportfolios von Mercer. Beide Firmen verfolgen mit ihren Geschäftsmodellen der möglichst vollständigen Verwertung des Rohstoff Holz identische Strategien in unterschiedlichen Produktbereichen, die sich nun sinnvoll ergänzen", erläutert Pospiech und freut sich auch bei der Unternehmensführung über eine hohe Übereinstimmung. Denn Mercer lege - wie Hit-Holz - großen Wert auf die Gesundheit, Arbeitssicherheit und Weiterbildung seiner Mitarbeiter und ist tief verbunden mit den Regionen der jeweiligen Standorte.

Das kanadische Unternehmen agiert geschäftlich in Kanada, den USA, Australien und Deutschland. Zu den Standorten im Osten gehört bereits Stendal in Anhalt, Rosenthal am Rennsteig und auch Saalburg-Ebersdorf, ebenso in Thüringen liegend.

Bahnlogistik in Torgau ausbauen

Nachdem zu Jahresbeginn der Prozess zur strukturierten Übernahme des Torgauer Unternehmens durch die Deutsche Bank als einer der Mehrheitsanteilseigentümer eingeleitet worden war, gab es mehrere Interessenten für das Unternehmen. "Mit Mercer International wird es eines der stärksten Unternehmen in der Holzbranche", erklärt Christian Pospiech.

Beide ergänzen sich, mit Hit-Holz stärke Mercer International erheblich sein Massivholzgeschäft und kann es mit Bereichen, die es bisher nicht bediente, ergänzen und ausbauen. Zu seinem aktuellen Portfolio gehören die Herstellung von Zellstoff, Holzprodukten, massives Holz, Grüne Energie, Bioextrakte und Biomaterialien, Holz- und Transportdienste sowie Logistische Dienstleistungen.

Wichtig ist der Geschäftsführung von Hit-Holz, dass alle in den Monaten und Jahren auf den Weg gebrachten Programme wie zur Sicherheit und zum Lärmschutz weiter gehen werden. "Ich gehe davon aus, dass auch darüber hinaus weiter am Standort investiert, er ausgebaut wird. Dazu gehört zum Beispiel der Ausbau des Bahnanschluss und die Entwicklung einer eigenen Bahnlogistik in Torgau."

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