Sonntag, 14. August 2022
Donnerstag, 4. August 2022

Verbraucherschützer empfehlen: Eigenes Verhalten und Gewohnheiten überprüfen

von Bärbel Schumann

Die Kosten für Haushaltsenergie sind enorm gestiegen. Das wird enorme Nachzahlungen für Mieter und Grundstückseigentümer bringen, die nicht jeder leicht schultern kann. Sparen ist angesagt, aber wo?

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Torgau Wo und vor allem wie kann der Verbraucher sparen, um seine Kosten für Strom, warmes Wasser und Heizung zu reduzieren? Die Frage beschäftigt jeden Bürger, egal ob Mieter oder in Wohneigentum lebend. Bei den zu erwartenden Preissteigerungen für Haushaltsenergie zählt jede Sparmaßnahme. Bei der Verbraucherzentrale Sachsen hat deshalb Lorenz Bücklein, Energiereferent, auf Bitten der TZ zusammengetragen, wo Potenziale beim Verbraucher liegen. "Nicht benötigte Technik ausschalten. Das kann man sinnvoll über Steckerleisten tun", so der Experte. Empfehlenswert ist, die Kühlschranktemperatur nicht unter sieben Grad Celsius einzustellen. Bei der Gelegenheit sollte man auch die eigene Vorratshaltung prüfen, insbesondere dann, wenn zwei oder mehrere Kühl- und Gefriergeräte benutzt werden.

Ohne das WLAN geht daheim die gleichzeitige Nutzung von Internet, Telefon oder gar der Steuerung von Geräten vieles nicht. Laufender Betrieb ist da bei vielen eine Selbstverständlichkeit. Das kostet Geld. Doch hier kann gespart werden. WLAN-Verbindungen sollte man trennen, wenn gerade das Internet nicht genutzt wird. Durch ständige Verbindungen verbrauchen der Router und WLAN-Repeater mehr Strom.

Auch mit der Wahl der passenden Strom- oder Gastarife können Kosten gespart werden. Das macht notwendig, den eigenen Energieverbrauch zu kennen und einzuordnen: Hilfreiche Tools können der Heizkostenspiegel Deutschland und der Stromspiegel Deutschland sein. Lorenz Bücklein, Energiereferent, regt an, regelmäßig - zum Beispiel ein Mal im Monat - die Zählerstände von Wasser und Strom sowie dem Heizkostenverteiler abzulesen. Eine Verbrauchskontrolle schützt vor bösen Überraschungen, ist er sich sicher. Ein weiterer Rat von ihm: In Sachen Heizung geht die meiste Wärme durch Lüftungswärmeverluste verloren. Deshalb sollten Fenster und Wohnungstüren dicht sein. Wenn gelüftet wird, dann durch kurzes Stoßlüften. Keine dauergekippten Fenster in der Heizperiode lassen!

"Allgemein wird eine Raumtemperatur von 19 bis 21 Grad Celsius in Wohnräumen empfohlen. Es kann nützlich sein, die Temperatur mit einem Thermometer zu kontrollieren. Auch programmierbare Thermostatköpfe helfen beim Sparen", so der Energiereferent. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad kann übrigens eine Energieeinsparung von sechs Prozent bringen. Nicht nur Energie, sondern zugleich auch Wasser können gespart werden, wenn man den Warmwasserverbrauch durch die Verwendung von Sparduschköpfen senkt. Das kann eine Ersparnis, so langjährige Studien, von einem Kubikmeter pro Person und Monat bringen. Zudem reicht eine Duschzeit von fünf Minuten in der Regel aus.

Eine weitere Möglichkeit zum Stromsparen ist der Einsatz von effizienten Geräten. Zudem sollte sich jeder die Frage stellen: Welche Geräte brauche ich wirklich? In vielen Haushalten gibt es zwei Kühlschränke oder Gefrierschränke, auch sind oft mehrere Fernsehgeräte und davon sehr große vorhanden. Hier sollte man hinterfragen, ob sie alle nötig, ausgelastet und damit sinnvoll sind. Zudem sollte man überdenken, ob ein Wäschetrockner wirklich notwendig ist? Auch hier lassen sich leicht Strom und damit Kosten sparen. Die Waschmaschine und den Geschirrspüler vollladen sollte überall selbstverständlich sein. Ebenso die Nutzung von Energiespar- oder Kurzwahlprogrammen. Gerade jetzt im Sommer reicht es, verschwitze Kleidung nur kurz zu waschen.

Durch den Einsatz von LED-Beleuchtung kann in Haushalten gespart werden. Achtung: Halogendeckenstrahler! Diese konsequent abschalten, wenn man sie nicht benötigt. Das sind Stromfresser. Der Experte von der Verbraucherzentrale empfiehlt, sich mit einem Strommessgerät einen Überblick zu verschaffen, welches Gerät wie viel Strom verbraucht. Gerade ältere entpuppen sich so als Stromfresser.

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