Dienstag, 9. August 2022

Material im Wert von 400 000 Euro bei Waldbrand Arzberg verloren

Beim Feuersturm musste viel Technik zurückgelassen werden.Foto: FFW

von Nico Wendt

Bürgermeister Holger Reinboth hat nach dem großen Waldbrand eine bittere Bilanz gezogen. Den drei Ortswehren ging Technik im Wert von 400 000 Euro verloren. Wodurch? Lesen Sie hier. 

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Arzberg. Der Waldbrand in Lönnewitz hat allein für die drei Ortswehren der Gemeinde Arzberg einen Verlust an Technik und Material in Höhe von 400 000 Euro gebracht. Die traurige Bilanz zog Holger Reinboth am Dienstag. Das meiste davon war im Feuersturm vernichtet worden.

Als am 25. Juli ein Gewitter aufzog und kräftige Böen durch den Wald fegten, mussten die Kameraden Hals über Kopf vor den Flammen flüchten. Schläuche, Verteiler, Strahlrohre, Funkgeräte und ein Schlauchwagen blieben zurück. "Weil gerade Essen angeliefert worden war, sind auch Thermostate verbrannt", so der Bürgermeister. Fotos zeigten später verglühte Technik und geschmolzene Metallteile.

Einiges hielt auch der Extrembelastung in der Einsatzwoche nicht stand. So beklagen die Kameraden ein kaputtes Notebook und eine defekte Wärmebildkamera. Auch die Löschwasserbrunnen ziehen nach dem Dauerbetrieb kein Wasser mehr und müssen wohl ersetzt werden. Mit rund 200 000 Euro verzeichnet die Arzberger Wehr den größten Schaden gefolgt von Blumberg und Nichtewitz.

Darüber hinaus stehen Lohnersatz-Forderungen von 200 000 Euro zu Buche. Man hofft, dass der Freistaat finanzielle Unterstützung leistet und baut auf die Zusage von Ministerpräsident Michael Kretzschmer. Derzeit kontrollieren die drei Wehren noch immer die Brandflächen. Dreimal am Tag sind sie draußen, um Glutnester aufzuspüren. Am Montag waren Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes vor Ort, um über das weitere Vorgehen im munitionsbelasteten Gebiet zu beraten. Gespräche mit dem Landratsamt folgen.

Holger Reinboth richtete derweil ein Statement an alle Kräfte: "Unsere Gemeinde ist überaus dankbar, dass professionelle Hilfe von Landkreis, Freistaat, Bundeswehr, Polizei, THW und DRK, von Unterstützern aus Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Bekämpfung des Großschadensereignisses parat stand. Diese sachkundige, technikstarke und durchorganisierte Mitwirkung ergänzte wertvoll das großartige Ehrenamtsengagement unserer Arzberger Kameraden und der Einsatzkräfte aus Gesamt-Nordsachsen." Nur gemeinsam sei es gelungen, das Feuer zu löschen.

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