Montag, 22. August 2022

Saisonstart: Dieses Spiel macht Lust auf die Nordsachsenliga

Auflaufen zum Saisonauftakt, den der Nordsächsische Fußballverband am Samstag offiziell in Beilrode vollzog. (Eileen Jack)

von Eileen Jack

Der Saisonstart brachte in der Nordsachsenliga der Herren ein packendes und spannendes Duell. Der FSV Beilrode 09 empfing den FSV BW Wermsdorf. Lesen Sie mehr über die Partie.

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Fußball Mit einem spannenden, aufregenden und jederzeit sehenswerten Spiel starteten Meisteraspirant Wermsdorf und Aufsteiger Beilrode in die neue Nordsachsenliga-Saison. So klar, wie die Rollen bereits vor dem Spiel verteilt waren, fiel am Ende auch das Ergebnis aus. Dennoch muss man den Beilrodern bescheinigen, dass sie ein wirklich gutes Spiel absolvierten, sich nicht aufgaben, immer wieder aufs Neue versuchten, den Freunden aus Wermsdorf Paroli zu bieten. Letztere aber erwiesen sich als abgezockter und effektiver, münzten ihre Chancen in Zählbares um und wurden - zumindest über weite Strecken des Spiels - ihrer Favoritenrolle gerecht. Dennoch sahen die zahlreichen Fans ein tolles Spiel beider Mannschaften, dass Hoffnung auf mehr und definitiv Lust auf Nordsachsenliga-Fußball machte.

Die Partie begann druckvoll auf beiden Seiten. Sowohl Wermsdorf als auch die Platzherren aus Beilrode machten klar, dass sie aus dieser Partie gern drei Punkte mitnehmen würden. Nach zehn Minuten aber schlug der erste Treffer für die Gäste im Gehäuse von Beilrodes Keeper Lux ein - und das mitten in die intensiven Angriffsbemühungen der Ostelbier. Der Treffer schien die Beilroder nur wenig bis gar nicht zu beeindrucken. Sie warfen weiterhin alles nach vorn, drängten auf den Ausgleich. Wermsdorfs letzter Mann - Denny Beckedahl - aber machte alle Versuche zunichte, wehrte gemeinsam mit der von ihm hervorragend dirigierten Abwehr alle Chancen der Beilroder erfolgreich ab. Dabei agierten die Aufsteiger wirklich bissig, warfen sich in die Zweikämpfe ebenso engagiert wieder die Gäste, die schon jetzt als möglicher Meister gehandelt werden. Davon blitzte bis auf den Treffer in der zehnten Minute zumindest in der ersten Halbzeit nicht so viel auf, wie vielleicht von einigen Experten vermutet.

Vor dem Tor standen die Wermsdorfer kompakt, da gab es kein Durchkommen. Das Spiel aber machten über weite Strecken die Gastgeber. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit wurde es kurzzeitig ein wenig hektischer. Beilrode drückte und Wermsdorf wehrte sich - schwang dabei nicht immer eine feine Klinge. Schiedsrichter Florian Krost aber hatte die Situation jederzeit im Griff, wirkte souverän und verschaffte sich Respekt. Fakt ist aber: Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Ausgleich der Platzherren mehr als verdient gewesen.

Beilrodes Youngstar Robin Vogel setzte sich immer wieder in starker Manier gegen die Wermsdorfer durch. (Eileen Jack)

Auch in Halbzeit 2 sollten sich die Zuschauer auf ein spannendes und kämpferisches Spiel beider Teams freuen. Die Hoffnungen der Beilroder Fans, dass ihre Jungs das Spiel noch drehen würden, wurden in der 51. Minute zumindest vorerst gedämpft. Mit dem Treffer zum 2:0 aus Wermsdorfer Sicht machten die Gäste vorzeitig alles klar. Die Wenzel-Mannen aber steckten nicht auf und hielten weiter dagegen, schalteten in eine härtere Gangart - jedoch ohne unfair zu werden. Ja, das Spiel war kampfbetont und bestimmt vom zum Teil auch harten Zweikämpfen, aber die Mannschaften begegneten sowohl sich als auch dem Schiedsrichter-Team gegenüber jederzeit mit Respekt. Das Aus für die Platzherren fiel in der 67. Minute durch einen kuriosen Treffer, der erst abgefälscht wurde und dann hinter Keeper Lux von der Latte abprallte und ins Tor fiel - aus Wermsdorfer Sicht wirklich sehenswert, aus Beilroder sehr unglücklich. Wer jetzt dachte, in den verbleibenden gut 23 Minuten würde das Spiel flacher werden, sah sich getäuscht. Beide Mannschaften warfen weiterhin alles auf den Rasen, was sie zu bieten hatten und unterhielten ihre Fans wirklich hervorragend.

Schade für die Beilroder, dass die erste Nordsachsenliga-Partie mit einer so deutlichen Niederlage endete, zumal Galistel in der 91. Minute nach einer von Harm stark getretenen Ecke zumindest noch die Chance hatte, Ergebniskosmetik zu betreiben. Wenn die Ostelbier weiterhin derart kämpferisch zu Werke gehen und vor allem im Angriff effektiver werden, haben sie nichts zu befürchten und können einige alteingesessene Nordsachsenligisten durchaus ärgern. Die Wermsdorfer ihrerseits legten mit diesem Auftritt den Grundstein, um am Ende wirklich um die Meisterschaft zu spielen. Beide Mannschaften jedenfalls wünschen sich gegenseitig viel Erfolg für die vor ihnen liegende Saison.

Beilrode: Lux, Kralle, Kleinlein (16. Pohle), Jack, Galistel, Vogel (70. Harm), Möbius, Blüher, Weber, Simmank (65. Förster), Wedehase; Wermsdorf: Staude, Beckedahl, Kupfer, Weidner D., Scharfschwerdt, Keller, Ziegler (46. Körner), Grieser (73. Thomas), Kuhl (62. Mbye), Radeck (71. Köppe), Weidner P.; TF; 10. Ziegler (10.), 0:2 Keller (51.), 0:3 Weidner (67.); SR: Krost; ZS: 175

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