Dienstag, 6. September 2022

Kita-Anbau in Beilrode soll Platzproblem lösen

Frank und Sabine Schmidt vom Planungsbüro, Kita-Leiterin Elvira Zschintzsch sowie Bürgermeister René Vetter beim ersten Spatenstich. Dahinter Mitarbeiter der Baufirma und des Beilroder Bauamtes. (foto: Nico Wendt)

von Nico Wendt

Am Dienstag erfolgte der erste Spatenstich für einen neue Kita-Anbau in Beilrode. Warum die Investition nur als Zwischenlösung gilt, erklärt Bürgermeister René Vetter.

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Beilrode In der Beilroder Kindertagesstätte "Die kleinen Strolche" hatte man lange auf diesen Moment gewartet. Jetzt endlich geht es los. Hoffentlich kann der neue Anbau bald in Betrieb genommen werden.

"Bestimmt schon drei oder vier Jahre beschäftigt uns das Thema", erklärte Kita-Leiterin Elvira Zschintzsch gegenüber TZ. Die Kinderzahlen im Ort sind in der Vergangenheit immer weiter gestiegen. Bis an die Kapazitätsgrenze und auch darüber hinaus. "Wir mussten uns zwischenzeitlich sogar mit anderen Kommunen verständigen, um auf die Nachfrage der Eltern zu reagieren", so Bürgermeister René Vetter. Mit der aktuellen Baumaßnahme soll Entspannung geschaffen werden. Wenngleich alle Beteiligten wissen: Die Endlösung ist das noch nicht. Zwölf Krippenplätze entstehen mit der Investition im Park neu.

Fertigstellung Ostern 2023

Währenddessen bastelt die Verwaltung weiter an einem Großprojekt. Bürgermeister René Vetter macht kein Geheimnis daraus, dass er um eine Millioneninvestition ringt. Das wäre dann ein komplett neuer Kita-Bau, für den allerdings reichlich Fördermittel fließen müssten. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Beim ersten Spatenstich am Dienstagmorgen waren erstmal gute Laune und Optimismus bei allen Anwesenden zu spüren. Die eigentliche Zeremonie ging kurz und schmerzlos über die Bühne. Den obligatorischen Sektempfang verschob der Gemeindechef auf einen späteren Zeitpunkt. Bauamtsleiterin Jana Schultz-Zeidler und Sabine und Frank Schmidt vom gleichnamigen Ingenieurbüro für Bau- und Tragwerksplanung aus Zinna bekräftigten, dass sie ein ehrgeiziges Ziel verfolgen. Bis Ostern 2023 soll der Anbau fertig sein.

Gestiegene Kinderzahlen

Zwei Gruppenräume, ein Sanitärraum, ein Umkleidezimmer und ein Schlafraum sollen entstehen. Rund 13,5 mal 11 Meter beträgt die Fläche, die der Gebäudekomplex einnimmt. Man drückt die Daumen, dass es in den nächsten Wochen keine gravierenden Probleme mit Corona und Lieferschwierigkeiten gibt. Aktuell müsse man immer wieder mit längeren Fristen rechnen. Gerade bei Fenstern, Türen oder der geplanten Wärmepumpe. "Wir haben natürlich energetische Aspekte berücksichtigt und wollen mit einer Luftwärmepumpe heizen", ging René Vetter auf diesen Punkt ein. Darüber hinaus sei eine Photovoltaikanlage zur Eigenversorgung geplant. Hierzu finden später 54 Tafeln (Solarmodule) mit einer Leistung von 18 kWp auf dem Dach ihren Platz. Insgesamt wird in den kommenden Monaten eine Vielzahl von Handwerksbetrieben auf der Baustelle im Park anzutreffen sein. "Von 13 Baulosen sind bislang drei vergeben", so Jana Schultz-Zeidler.

Mit Gemeinderats-Beschluss vom Juli erhielt die Tröpgen-Bau GmbH aus Roitzsch den Zuschlag für die Bauhauptleistung. Vier Unternehmen hatten sich beworben. Bauamtsleiterin und Bürgermeister gehen davon aus, dass der Kita-Anbau alles in allem zwischen 500 000 und 600 000 Euro kosten wird. 75 Prozent Fördermittel steuern Landkreis und Regionaler Planungsverband bei. Weitere Aufträge erhielten die Dachdeckerfirma Winkler aus Beilrode sowie die Akustik & Trockenbaufirma Weiß aus Loßwig für Türen, Fenster und Außentüren. Am 20. September wollen die Ratsmitglieder weitere Vergaben durchführen.

Dass die Kinderzahlen in Beilrode derart gestiegen sind, hat mehrere Ursachen. Zum einen machten sich Zuzüge junger Familien und die intensive Wohnbebauung im Ort bemerkbar. "Andererseits haben viele Paare inzwischen wieder zwei oder drei Kinder und nicht nur ein Kind", stellte Elvira Zschintzsch fest. Die Kitas in der Gemeinde sind alle voll. Gerade im Krippenbereich herrscht großer Bedarf. Bürgermeister Vetter freut sich, dass der Altersdurchschnitt in seiner Kommune gesunken ist. "Laut einer Statistik liegen wir aktuell im vorderen Drittel bei den 20- bis 40-Jährigen im Landkreis", sagte er.

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