Mittwoch, 7. September 2022

Eltern kritisieren Höhe der Essenspreise in Mockrehnas Kindereinrichtungen

Vincent Pfretzschner aus Mockrehna (stehend) brachte die Diskussion über höhere Essenspreise ins Rollen. (Christian Wendt)

von Christian Wendt

Werden sich künftig deutlich weniger Eltern das Mittagessen für ihren Nachwuchs in den Kindereinrichtungen und der Schule leisten können? Zum 1. Oktober hat die Agrargenossenschaft Wildenhain als Großversorger eine Preiserhöhung angekündigt.

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Mockrehna ? Grund genug für einige Eltern, auf jene Problematik am Dienstag während der Gemeinderatssitzung aufmerksam zu machen.

Wie Vincent Pfretzschner aus Mockrehna vorrechnete, zahle er für seinen Sohn in der Kita künftig etwa 5 Euro am Tag für Essen, weil zum Essenspreis auch noch ein Aufschlag für die Essensausgabe sowie Kosten für Vesper kämen. Um jenen seiner Meinung nach doch "sehr heftigen Preis" noch deutlicher zu betonen, legte er während der Bürgerfragestunde niedrigere Vergleichsangebote aus Beilrode, Torgau und auch Leipzig vor.

Bürgermeister Peter Klepel (parteilos) zeigte sich wenig überrascht ob der Alarmsignale aus der Elternschaft. Man habe bereits mit einem zweiten Essensanbieter Gespräche geführt, sagte er. Einen Namen nannte Klepel jedoch nicht. Nun warte man auf ein entsprechendes Angebot, über das dann mit Elternschaft und den Einrichtungen diskutiert werden könne. Auch mit der Geschäftsführung in Wildenhain habe er bereits gesprochen. Dort sei mit Blick auf gleiche Preise für Kleinkinder und größere Schüler auf die Durchschnittskalkulation verwiesen worden. "Allerdings zeigt sich das Unternehmen offen, eine Staffelung der Preise einzuführen, was aber bedeute, das die Preise im Krippenbereich zwar sinken, dafür aber in der Schule steigen", sagte Klepel, der den vorgetragenen Vergleichswerten aus anderen Orten nicht allzu viel Aussagekraft beimaß. "Jede Kommune steht vor Preiserhöhungen", sagte er. Gerade auf dem Essensmark gebe es derzeit enorme Bewegungen. Zudem drohen im kommenden Jahr auch noch die Elternbeiträge zu explodieren.

Indes glaubt Mockrehnas Ortsvorsteher Bernhard Wagner (CDU) nicht an eine spürbare Preissenkung. Die Frage, möglicherweise etwas am Ausgabeaufschlag, zu verändern, sei aber gerechtfertigt. Mockrehna müsse nicht unbedingt die Kommune im Landkreis mit dem teuersten Essen sein.

Elternvertreterin Nicole Kriesten aus Audenhain empfahl, dass zunächst einmal der Versuch unternommen werden sollte, den ortsansässigen Essenslieferanten beizubehalten, zumal hier noch selbst gekocht werde. Sie könne sich aber eine Staffelung der Preise vorstellen. An der Qualität des Essens habe sie nichts Grundlegendes auszusetzen. Auch Audenhains Ortsvorsteher Lothar Haupt (FWG) setzt auf die Qualitätskarte. "Nicht immer entscheidet der Preis", sagte er. "Doch müssen diesen dann die Eltern auch bezahlen können", hielt eine Mutti, deren Kind in Langenreichenbach die Kita besucht, Haupt entgegen.

Ob die Kommune mit Blick auf die Essensversorgung in Kitas und Schulen den Eltern finanziell unter die Arme greifen kann, sollen nun die Diskussionen für den anstehenden neuen Doppelhaushalt zeigen.

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