Freitag, 9. September 2022

Vorbehalte gegen Klimageräte für Oberschule Mockrehna

Kathrin Hasenbein zeigte sich nicht von der Idee überzeugt, dass für die Oberschule Mockrehna Klimageräte angeschafft werden sollen. (Christian Wendt)

von Christian Wendt

Mockrehna. Die Oberschule wünscht sich mehrere Klimageräte, mit denen zumindest die obere Etage in den Sommermonaten gekühlt werden kann. Nicht alle Gemeinderäte sind von dieser Idee überzeugt.

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Mockrehna Überhitzte Klassenräume in der Oberschule Mockrehna haben zu einem Grundsatzentscheid des Mockrehnaer Gemeinderats geführt: So sollen für die obere Etage des Gebäudes - hier heizen sich die Räume nach Angabe von Schulleiterin Katja Hanisch besonders stark auf - Klimageräte angeschafft werden.

Das Vorhaben war bereits im Haushalt mit 150000 Euro Investitionskosten untermauert. Doch auch hier mussten die Gemeinderäte nun einen deftigen Preisschock verkraften. Aktuell liegt nämlich eine Kostenschätzung von 300000 Euro auf dem Tisch. Dazu drohen jährliche Wartungsintervalle. Der Diskussionsbedarf war demzufolge groß.

Katja Hanisch sprach von einer sich zuspitzenden Situation in den Sommermonaten. Die Temperatur in den mit bis zu 27 Schülern besetzten Klassenräumen sei einfach unerträglich hoch. Würden die Fenster verdunkelt, bliebe aber auch die notwendige Frischluftzufuhr aus. Offene Fenster würden wiederum neben der Temperatur auch den Straßenlärm von der Bundesstraße 87 in die Räume lassen.

Die fest installierten Klimageräte surren indes "nur" mit weniger als 40 dB. "Trotzdem zu viel", fand Kathrin Hasenbein (FWG), die dies mit der Lautstärke eines Kühlschranks verglich. "Wir müssen uns zudem die Frage stellen, über wie viele Tage im Jahr wir hier eigentlich reden, an denen die Geräte tatsächlich gebraucht werden", monierte die Langenreichenbacherin. Einerseits gehe es zunächst um 300000 Euro, andererseits könnten sich Eltern in den Kindereinrichtungen der Gemeinde das Mittagessen schon nicht mehr leisten. Für den Heizungsexperten und Gemeinderat Lars Goldammer (FWG) aus Schöna erschien die veranschlagte Investitionssumme ohnehin als sehr hoch.

Bürgermeister Peter Klepel (parteilos) machte deutlich, dass die Klimatisierung der Räume bereits beim Ausbau der Schule ein Wunsch der Gemeinde gewesen sei. Doch Förderregularien hätten dem einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Nun soll das Vorhaben erst einmal in die Ausschreibung gehen. Von Lieferfristen von weit mehr als 30 Wochen muss ausgegangen werden. Sollten die veranschlagten 300000 Euro dennoch nicht reichen, könnte die Gemeinde jedoch noch die Reißleine ziehen.

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